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Studie untersucht Effekte der KfW-Förderung im Wohnungsbau 2011

Gutachten Monitoring der KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizient Bauen“ 2011
  

(2.9.2012; Vorabinfo: Die vollständige Studie ist zwischen­zeit­lich nicht mehr downloadbar!) Die KfW Bankengruppe hat eine Studie vorgelegt, die die Wirkung der aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vergünstigten KfW-Förde­rung von Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand evalu­iert: Danach haben die von der KfW geförderten energetischen Sanierungen und energieeffizienten Neubauten 2011 zu einer Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes um rund 540.000 Tonnen geführt.

Zur Einordnung: 2,4 Mio. Tonnen CO₂ müssten die privaten Haushalte bis 2020 pro Jahr einsparen, um das Ziel der Bun­desregierung einer Treibhausgasreduzierung von 40% bei den privaten Haushalten zu erreichen. Durch die von der KfW Ban­kengruppe geförderten energieeffizienten Neu- und Umbauten wurden 2011 mehr als 20% dieser Anforderung erreicht. Seit 2006 konnte demnach der Treibhausgasausstoß durch die KfW-Programme für die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes und von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruk­tur dauerhaft um 5,3 Mio. Tonnen pro Jahr gesenkt werden.

"Die aktuelle Evaluation zeigt erneut, dass die KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren einen unverzichtbaren Beitrag zur Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung leisten. Die Energiewende wird nur gelingen, wenn in erheblichem Umfang Energie gespart wird. Das größte Potenzial dazu besteht im Gebäudebestand: Zwölf Millionen Wohngebäude wurden vor 1978 und damit vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet. An mehr als neun Millionen dieser Altbauten be­steht noch erheblicher Sanierungsbedarf beim Wärmeschutz. Die KfW-Programme setzen einerseits die nötigen Anreize und helfen andererseits eine finanzielle Überfor­derung von Gebäudeeigentümern und Mietern zu vermeiden", sagte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Mit 1% liegt der Effektivzins für die Förderkre­dite zum energetischen Sanieren weiterhin deutlich unterhalb der Inflationsrate. Wird der Effizienzhausstandard erreicht, werden nach Durchführung zusätzlich 2,5 bis 12,5% der Darlehensschuld erlassen."

250.000 Arbeitsplätze für ein Jahr gesichert oder geschaffen

Die Programme helfen nicht nur der Umwelt: Insgesamt wurden 2011 Investitionen über 18,4 Mrd. Euro angestoßen. Damit konnten rund 250.000 Arbeitsplätze für min­destens ein Jahr gesichert oder geschaffen werden. Dies kommt vor allem der lokalen mittelständischen Bauwirtschaft und dem Handwerk zugute.

Fast jeder zweite Neubau ist ein KfW-Effizienzhaus

Allein im Jahr 2011 hat die KfW die energetische Sanierung von rund 200.000 Wohnun­gen und den energieeffizienten Neubau von über 80.000 Wohnungen finanziert. Fast jede zweite neu errichtete Wohnung befindet sich damit in einem KfW Effizienzhaus, dessen Energiebedarf deutlich unter den gesetzlichen Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung liegt.

Mit den 2011 geförderten Energiesparmaßnahmen sollen über deren Wirkungsdauer von 30 Jahren Heizkostenersparnisse in Höhe von insgesamt 4,2 Mrd. Euro erzielt werden können. Die im Wohnungsbestand durchgeführten energetischen Sanierungs­maßnahmen, die fast immer in Verbindung mit generellen Modernisierungsmaßnahmen erfolgen, bewirken Heizkostenersparnisse von über drei Viertel der Investitionskosten.

Die Programme tragen auch zur Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung bei:

  • Bei 10% der Heizungsmodernisierungen wurde ein Biomasse-Kessel verwendet und bei 8% eine elektrische Wärmepumpe. In 21% wurden thermische Solaran­lagen zur Warmwasserbereitung eingebaut.
  • Die geförderten Neubauten werden sogar zu 52% mit Wärmepumpen beheizt, zu 12 % mit Biomasse und in 49 % wurden Solarthermie- und Photovoltaikan­lagen eingebaut - vergleiche mit Baulinks-Beitrag "Neue Wohngebäude werden zu 34,4% mit erneuerbaren Energien beheizt" vom 26.6.2012.
  • In etwa 80 % der mit Fördermitteln sanierten Gebäude wurden Wärmeschutz­maßnahmen durchgeführt. Die eingehaltenen Qualitätsniveaus (z. B. Dämmstoff­dicken) liegen dabei deutlich über den Anforderungen der Energieeinsparverord­nung (EnEV 2009).

Seit 2006 werden die Fördereffekte jährlich untersucht, im Jahr 2011 durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Bremer Energieinstitut (BEI).

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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