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Bericht von den BWM Thementagen zu VHF-Fassaden­konstruktionen

(6.9.2012) Bei BWM Dübel + Montagtechnik trafen sich im Juni in Leinfelden-Echter­dingen Planer und Verarbeiter zu den BWM Thementagen, um neue und bewährte Unterkonstruktionssysteme für die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) kennen zu lernen, mit Meinungsbildnern und Multiplikatoren darüber zu diskutieren, Erfahrun­gen aus dem Markt zu sammeln sowie Anregungen und Wünsche für weitere Entwick­lungsaufgaben zu definieren. U.a. vorgestellt wurden ...

  • die „Thermokonsole“ für wärmetechnisch optimierte VHF-Konstruktionen,
  • die „BWM-Brandbarriere“ sowie
  • die zur Verankerung von Natursteinplatten weiterentwickelte Komplettlösung „ATK 102 Minor“.

Bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden ist die Dämmung eine entscheidenden Systemkomponente. Der Technische BWM Geschäftsführer Peter Reinwarth ging in seinem Vortrag auf die veränderten Standards der EnEV 2009 bei Wohngebäuden, Nicht-Wohngebäuden und Bauteilergänzungen ein:

Technischer Geschäftsführer Peter Reinwarth
Technischer Geschäftsführer Peter Reinwarth (Bild vergrößern)

Und Reinwarth stellte Berechnungsformeln für die Ermittlung der wärmetechnischen Einflüsse der die Dämmebene durchdringenden Unterkonstruktion vor. Dazu demon­strierte er verschiedene Betrachtungsweisen einer VHF-Konstruktion und lieferte Berechnungsbeispiele nach geltender Richtlinie.

Reduzierung der Wärmebrücken – wie geht das?

Thermokonsole von BWM
neue Thermokonsole
(Bild vergrößern)
  

Zur Frage, wovon Wärmebrücken abhängen, folgten Erläute­rungen zu Materialkonstruktionen in Abhängigkeit von ...

  • verschiedenen Querschnitten,
  • Stärke und Anzahl der Auflager/Konsolen,
  • Anzahl der Befestigungen
  • Materialdicke des Verankerungsgrundes,
  • Dicke der Dämmschicht sowie von der
  • Wärmeleitfähigkeit.

... mit der Quintessenz, dass mit zunehmender Dämmstoff­stärke sich eine Wärmebrücke immer drastischer auswirkt. Wärmebrücken bei VHF-Konstruktionen lassen sich demnach reduzieren durch ...

  • Anzahl der Durchdringungen ,
  • Verbesserung der thermischen Trennung zum Verankerungsgrund,
  • Veränderung der Werkstoffe der Wandhalter (z.B. Edelstahl/Kunststoff) sowie durch die
  • Reduzierung der Querschnitte der Wandkonsolen.

Anhand von anschaulichen Exponaten konnten die Teilnehmer die praktischen Lö­sungsansätze aus der BWM-Entwicklungsarbeit mit kompletten Systemkomponenten in verschiedenen Varianten und unterschiedlichen, systembezogenen U-Werten nach­vollziehen.

Als neues Produkt mit neuem Lösungsansatz wurde die vielseitig einsetzbare Thermo­konsole vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein universell einsetzbares Halterungs­system aus hochwertigem Kunststoff. Die Belastungsversuche sind gemacht, die Zu­lassungsanträge beim DIBt bereits gestellt.

Brandschutz mit der BWM-Brandbarriere

Dem umfassenden Thema des baulichen Brandschutzes widmete sich Oliver Fröhlich, Prokurist bei BWM. In seinem Referat ging es hauptsächlich darum, die Zuhörer dafür zu sensibilisieren, welche unterschiedlichen Anforderungen an VHF-Konstruktionen es gibt.

In seinen weiteren Ausführungen behandelte Fröhlich ausführlich das Konzept der Brandsperren, die die Brandausweitung im hinterlüfteten Spalt über eine ausreichend lange Zeit (i.d.R. 30 Minuten) eindämmen. Brandsperren werden bei VHFs durch Un­terbrechung oder partielle Reduzierung des freien Querschnitts des Hinterlüftungs­spalts erreicht. Die in diesem Kontext vorgestelte BWM-Brandbarriere liegt laut Fröh­lich mit ihren Ausstattungsmerkmalen weit über den technischen Anforderungen.

Wie kommt der Naturstein zur Fassade?

Speziell für die Verankerung von Natursteinplatten hat BWM die Komplettlösung „ATK 102 Minor“ weiterentwickelt. Das System erlaubt die Vorfertigung kompletter Fassadenelemente im Werk. Besonders daran sei, dass die Natursteinplatten schon bei der Verarbeitung im Produktionswerk mit Falzen und Nuten versehen und anschließend auf der Baustelle nur noch in die Unterkonstruktion eingehängt werden müssen. Das System „ATK 102 Minor - Naturstein“ komme mit deutlich weniger Auf­hängepunkten und Montagebohrungen aus, als herkömmliche Konstruktionssysteme. Statisch ungeeignete Versetzunter­gründe würden überbrückt und Beschädigungen an Armierun­gen verhindert - siehe auch Baulinks-Beitrag "Neues Befesti­gungssystem für vorgehängte hinterlüftete Fassaden von BWM" vom 12.8.2011.

Wissenstransfer im BWM Technikum

Die BWM Befestigungsspezialisten erlaubten auch Einblicke in aktuelle Systementwicklungen, demonstrierten Prototypen und stellten neue Ent­wicklungen zur Diskussion. Anhand von Montagedemonstrationen im BWM Techni­kum konnten sich die Teilnehmer vom Mehrfachnutzen der vorgestellten Systeme und neuer Werkzeuge selbst überzeugen.

Während Glas- und PV-Fassaden den Schwerpunkt der Thementage im März bildeten und die zweite Staffel im Juni sich mit den BWM-Unterkonstruktionssystemen für VHF-Fassaden aus Naturstein befasste, richtet sich das Themenangebot der dritten Staffel an die Planer und Verarbeitungsbetriebe, die hauptsächlich Metallfassaden planen und montieren. Alle Veranstaltungen sollen der fortlaufenden Qualitätssicherung dienen und sich unmittelbar im Tagesgeschäft für nachhaltigen Erfolg umsetzen lassen.

Weitere Informationen zur Thermokonsole, Brandbarriere, ATK 102 Minor und zukünftige Thementage können per E-Mail an BWM angefordert werden.

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