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Weniger Brandopfer, höhere Brandschäden: Brand­schutz – wichtiges Thema auf der Security

Security Essen(10.9.2012) Die Zahl der Brand- und Rauchtoten in Deutsch­land geht zurück. Eine Übersicht des Statistischen Bundes­amts für 2010 weist 373 Brandopfer aus:

  • 150 starben durch Verbrennungen,
  • 213 an toxischen Rauchgasen,
  • zehn aus anderen Gründen.

Vor einigen Jahren lag die Zahl der Opfer meist noch bei etwa 500. Dagegen steigen die materiellen Schäden durch Feuer und Rauch. Nach einer Auswertung durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für das Jahr 2010 beträgt der Durchschnittsschaden bei Bränden in Wohngebäuden nun 4.366 Euro (2008: 3.750 Euro) je Versicherungsfall. Auch bei der industriellen Feuerversicherung stiegen die Schäden zuletzt wieder an. Für 2011 wird vom GDV eine Erhöhung der Schadenssumme um 7,5 Prozent erwartet. Teuer kommen dabei vor allem die jährlich 150 bis 200 brandbedingten Großschäden (> 500.000 Euro), im Schnitt zwischen vier und fünf Mio. Euro.

Dass die Schäden im Einzelfall aber auch ein Vielfaches betragen können, zeigte sich beispielsweise beim Brand im Februar 2011 in der Walzhalle eines metallverarbeitenden Betriebs in Dinslaken. Brandschäden und der anschließende achtmonatige Produktions­stillstand kosteten den Versicherer insgesamt 234 Mio. Euro. Und bei 120 Mio. Euro lag der Schaden in einem Stahlwerk in Schwerte, wo vermutlich durch einen defekten Wasserboiler eine Halle mit einer Bandglühe komplett zerstört wurde.

Doch selbst wenn Brand- und Betriebsunterbrechungsversicherungen einspringen, für Unternehmen bergen Brände ein hohes wirtschaftliches, teilweise auch existenzielles Risiko. Wird im Zuge eines Brandes eine wichtige Produktionsanlage zerstört, kann es angesichts der Lieferzeiten im Anlagenbau viele Monate dauern, bis diese wieder an­gefahren werden kann. Kundenverluste werden kaum ausbleiben.

fehlende automatische Feuerlöschanlage

Eine Untersuchung durch den GDV im Jahr 2008 ergab, dass bei mehr als 90% der Brandgroßschäden in der Industrie keine automatische Feuerlöschanlage vorhanden war und somit die Löschung erst mit dem Eintreffen der Feuerwehr begann. Offen­sichtlich akzeptieren viele Unternehmen das Schadenrisiko, obwohl es für viele Ein­satzfelder längst effiziente Sicherheitslösungen gibt und sich Technologie und Markt beim baulichen sowie beim anlagentechnischen Brandschutz, bei der Brandmeldetech­nik oder auch bei den Löschkonzepten stetig weiterentwickeln - das wird auch wieder die Security Essen 2012 zeigen.

In Essen werden vom 25. bis 28. September von den insgesamt 1.100 Ausstellern rund 140 - und damit 30% mehr als bei der letzten Security Essen 2010 - das Potential moderner Brandschutzlösungen vorstellen. Erwartet werden kann in den Brandschutz-Hallen (Halle 1 und Halle 9) die gesamte Palette für ...

  • den vorbeugenden Brandschutz,
  • die Brandfrüherkennung sowie für
  • die Brandbekämpfung.

Partner der Messe sind hier ...

„Brandschutztag“ am 27.9. im Rahmen der Security

Für den 27. September hat die Messe zusammen mit den Ausstellern einen speziellen „Brandschutztag“ vereinbart. Viele Unternehmen und auch die Feuerwehr Essen wer­den an diesem Tag in praxisnahen Demonstrationen ihre Lösungen vorführen.

Brände sollten verhindert, gegebenenfalls möglichst frühzeitig entdeckt und dann Sachwerte-schonend gelöscht werden. Damit aber auch anwesende Menschen nicht zu Schaden kommen, sich rasch selbst retten oder mit Hilfe von außen den Gefahren­bereich verlassen können, reicht der enge Blick auf die klassischen Brandschutzpro­dukte meist nicht. Alarmierungs-, Kommunikations- und Evakuierungstechniken, Flucht- und Rettungsweglösungen oder auch die Videoanalyse, die längst auch bei der Branddetektion eine wichtige Rolle spielen kann, gehören mit in moderne Brandschutz­konzepte. Auch in diesen angrenzenden Bereichen verspricht die Security Essen 2012 als Weltleitmesse der Sicherheit einen umfassenden Überblick zum Stand der Technik und der absehbaren Innovationstrends.

Brandschutz muss nicht immer teuer sein

Nach einer 2010 veröffentlichten Studie an der ETH Zürich ist es insbesondere bei einem bislang niedrigen Sicherheitsniveau in der Regel einfach, durch kleine Investitio­nen nennenswerte Verbesserungen zu bewirken, um die Gefährdung für Menschen und Sachwerte zu vermindern. Als Beispiel dafür lassen sich unter anderem die Rauch­warnmelder heranziehen. Auch wenn die Feuerwehrstatistik bisher keine Daten liefert, in wie weit die bereits für wenige Euro erhältlichen Melder zum Rückgang der Opfer­zahlen beigetragen haben, für die von den Feuerwehren unterstützte Initiative „Rauchmelder retten Leben“ ist der Nutzen evident. In zehn Bundesländern sind Rauchwarnmelder in neuen Wohngebäuden bereits Gesetz - für Altbauten gelten meist noch Übergangsfristen. Auch in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung nun angekündigt, bis Jahresende die Rauchwarnmelderpflicht einzuführen - siehe auch Baulinks-Beitrag "Rauchmelderpflicht grassiert und hat Bayern, Niedersachsen und NRW erfasst" vom 11.5.2012.

Eine flächendeckende Verfügbarkeit von Rauchwarnmeldern bietet auch weitere Op­tionen. So etwa deren Nutzung durch die Behörden zur Bevölkerungswarnung bei Katastrophen. Auch dies wird auf der Security Essen im September ein Thema sein. Hersteller und der Fachverband Sicherheit im ZVEI wollen über dieses Konzept informieren.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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