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Siemens lanciert kabelloses Brandmeldesystem „Swing“

(10.9.2012) Mit dem Brandmeldesystem Swing (Siemens Wireless Next Generation) bringt die Siemens-Division Building Technologies eine kabellose Brandschutzlösung auf den Markt, die eine hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität erwarten lässt. Swing kombi­niert dazu ein ausfallsicheres Funknetzwerk mit der patentierten ASA-Technologie (Advanced Signal Analysis), die für bestmögliche Branderkennung sorgen soll. Das System eignet sich besonders für den Einsatz an Orten, wo eine Verkabelung der Brandmelder nicht möglich oder erwünscht ist.

Grundlage für Swing ist die so genannte Mesh-Technologie, die für eine hohe Redun­danz in den Kommunikationsverbindungen sorgt und damit das Sicherheits- und Zuver­lässigkeitsniveau einer kabelbasierten Lösung erreichen soll. Im Mesh-Netz kommuni­ziert jedes kabellose Gerät mit seinen Nachbargeräten, weshalb permanent mindestens zwei Pfade redundant zur Informationsübermittlung zur Verfügung stehen. Um die Zuverlässigkeit weiter zu erhöhen, verfügt jedes Gerät über zwei Frequenzbänder mit mehreren Kanälen. Im Fall einer Störung soll sich das Netzwerk so selber „heilen“ kön­nen, indem es automatisch versucht, den Kanal und/oder das Frequenzband zu wech­seln oder Informationen über ein Nachbargerät weiterzuleiten. So soll sichergestellt werden, dass jederzeit alle verfügbaren Informationen zum Gateway und letztlich zur Brandmeldezentrale gelangen.

Netz mit 60 m Radius über bis zu 5 Stockwerke

Ein weiterer Vorteil der Mesh-Technologie zeigt sich insbesondere beim Aufbau großer kabelloser Netzwerke: Da jeder Brandmelder mit seinen Nachbarn kommuniziert, muss das zentrale Gateway nicht mit jedem Melder über direkten Funkkontakt verfügen. So kann mit einem einzigen Gateway ein Netz in einem Radius von bis zu 60 Metern und über bis zu fünf Stockwerke installiert werden. Da keine Verkabelung notwendig ist, lässt sich ein Swing-Brandmeldenetzwerk zudem leicht installieren. Außerdem kann ein Melder im laufenden Betrieb umplatziert werden. Und für Konfigurations- und War­tungsmaßnahmen kann per Brandmeldezentrale oder Fernzugriff auf die einzelnen Mel­der zugegriffen werden.

Advanced Signal Analysis mit Echtalarmgarantie

Jeder Swing-Brandmelder verfügt über ein redundantes Sensorsystem mit zwei opti­schen und zwei Hitzesensoren. Mit speziellen Parametersets (ASA-Technologie) lässt sich die Konfiguration der Melder für die individuellen Umgebungsbedingungen opti­mieren. Die ASA-Technologie interpretiert die Signale der Melder in Echtzeit und passt die Parametersets dynamisch an. Dadurch seien die Swing-Brandmelder immun gegen Störfaktoren wie Staub, Dampf oder Schweißrauch, was kostspielige Fehlalarme zu­verlässig verhindere. Dafür gibt Building Technologies sogar eine so genannte Echt­alarmgarantie, inklusive finanzieller Entschädigung bei einem fälschlicherweise ausge­lösten Alarm.

Swing bietet sich besonders für den Einsatz an Orten an, an denen eine Verkabelung der Brandmelder aus strukturellen oder ästhetischen Gründen nicht möglich oder er­wünscht ist. Ideale Einsatzbereiche sind beispielsweise historische Gebäude und Mu­seen, Industriegebäude mit variierender Nutzung oder temporäre Installationen etwa in Messen und Ausstellungen. Sinnvoll ist der Einsatz kabelloser Technologie auch in fast ständig besetzten Räumen wie Hotelzimmern oder Büros, in denen für Installation und Wartung nur kleine Zeitfenster bestehen.

Weitere Informationen zum Brandmeldesystem Swing können per E-Mail an Siemens angefordert werden.

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