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Dämmstoffwanne mit Gefitas für 400 Jahre junges Schwarzwald-Plusenergiehaus

(13.9.2012) Wie aus einem 400 Jahre alten Schwarzwaldhaus ein 400 Jahres junges Plusenergiehaus wird, hat das Ingenieurbüro Zero-Therm am eigenen Bauvorhaben durchexerziert.

Das Schwarzwaldhaus erhielt an den Wänden ein 18 cm dickes WDV-System auf Mi­neralwollebasis, im Fundamentbereich eine 18 cm dicke Perimeterdämmung aus XPS und im Deckenbereich eine 26 cm dicke Zelluloseschüttung. Das große Dach ist durch die stark dimensionierte Geschossdeckendämmung vorerst vom beheizten Wohn- und Bürobereich abgetrennt.

Aufgeständerte Bodendämmung

 

Eine spezielle Dämmkonstruktion sahen die Planer für den großflächigen Boden des Hauses vor. Im ersten Schritt wurde der alte Holzboden entfernt, das Erdreich bis auf das unterste Niveau des Streifenfundaments ausgegraben und eine 18 cm dicke Betonplatte eingebaut. Die Absenkung des Bodens bis fast auf Fundamentunterkante ermöglicht im nächsten Schritt den Einbau einer großzügigen Fußbodendämmung. Die Bauher­ren entschieden sich für eine Zelluloseschüttdämmung zwi­schen 25 cm hohen Doppel-T-Trägern. Darauf liegen 22 mm dicke OSB-Platten und abschließend 35 mm dicke Holzfaser­trägerplatten für eine Fußbodenheizung. Der Bodenauf­bau weist damit einen U-Wert von 0,14 W/m²K auf.

Eine Wanne voller Dämmstoff

Das komplexe Boden-Dämmpaket, in dem darüber hinaus auch noch verschiedene elektrische Leitungen, Warmluftsysteme und Heizungsrohre verbaut sind, galt es, vor etwaiger aufsteigender Bodenfeuchtigkeit zu schützen. Die Bauherren entschieden sich für eine Gefitas-Feuchtigkeitssperre. Die hier eingesetzte Gefitas 3/300 wurde auf der Betonplatte ausgerollt, untereinander mit den integrierten Selbstklebestreifen verklebt und an den Wänden wannenartig rund 40 cm hochgeführt.

Die leichte und flexible Gefitas konnte mit geringem Aufwand an die verschiedenen Oberflächen des alten Hauses angepasst und fachlich korrekt im System mit speziellen Klebebändern und Kartuschen-Klebstoffen verbunden werden. Auch kleinteilige „Fum­melarbeit“ an Fenstern und Nischen waren mit dieser Feuchtesperre in zuverlässiger Qualität schnell ausführbar.

Leichte Feuchtigkeitssperre

Vorhandene oder bereits vormontierte Haustechnik wurde bei der Verlegung kurzzeitig angehoben und die Bahnen darunter gelegt. Dies gelang mit der leichten Bahn ohne erwähnens­werte Probleme. Die verschiedenen Verklebungen lassen sich - ohne Flamme oder beispielsweise Heißbitumen - geruchsfrei und sauber ausführen.

Für den Lastfall Bodenfeuchtigkeit gemäß DIN 18195 Teil 4 hat sich die Gefitas 3/300 bewährt und zählt zu den meistgenutz­ten Bahnen ihrer Art. Sie ist durch ihren 3 mm dicken Schaum­rücken widerstandsfähig gegen mechanische Verletzungen und eignet sich deshalb auch für die Verlegung auf rauem, unebe­nem Betonuntergrund. So geschah es auch im vorgestellten Schwarzwaldhaus.

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