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5. Internationaler Kongress Bauhaus.SOLAR mit neuem Konzept

Internationaler Kongress Bauhaus.SOLAR(17.9.2012) Zukunftsfähiges Bauen erfordert ein radikales Um­denken und konsequentes Umsetzen von Klima schonenden Architekturkonzepten mit modernen, energieeffizienten Tech­nologien. Das ist der Leitgedanke des 5. Internationalen und wissenschaftlichen Kongresses Bauhaus.SOLAR, der am 13. und 14. November im Kon­gresszentrum der Erfurter Messe stattfindet. Um den interdisziplinären Austausch zu intensivieren und Lösungen für die ästhetische Einbindung energiebezogener Elemente in die Architektur und Stadtplanung zu finden, präsentiert sich der Kongress in diesem Jahr mit einem neuen Konzept. „Mehr Querdenken - mehr Austausch - mehr Mut zum Risiko“ lautet das Motto.

Seit dem Start des Kongresses Bauhaus.SOLAR steht die Verbindung von Tradition und Moderne, Ästhetik und Technologie, Bauhaus und Solartechnik im Mittelpunkt. Mit neuen Elementen will der Veranstalter weitere Brücken schlagen. So kommen in den Einleitungsvorträgen Wissenschaftler anderer Disziplinen, Journalisten, Politiker und Künstler zu Wort. Den Auftakt macht der Sozialpsychologe und Kulturwissenschaftler Professor Harald Welzer. Welzer ist Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung Futurzwei, die sich das Aufzeigen und Fördern alternativer Lebensstile und Wirtschaftsformen zur Aufgabe gemacht hat. Unter dem Titel „Energiewende ist Kul­turwende oder keine Energiewende“ will der Referent und Autor von Büchern und Fachartikeln notwendige gesellschaftliche Veränderungsprozesse beschreiben. „Die Vorstellung, dass man lediglich mit verändertem Technikeinsatz in eine nachhaltige und klimaneutrale Gesellschaft kommen kann, ist irrig“, lautet Welzers These.

Die anschließende Keynote Speech „Neue Wege in der Architektur – über eine gesun­de Kultur des Risikos“ hält Lars Krückeberg, Mitbegründer des internationalen Archi­tekturbüros Graft mit Sitz in Los Angeles, Peking und Berlin. Krückeberg und seine Partner, „die Popstars unter den Architekten“, haben sich zum Ziel gesetzt, „Unver­einbares neu zu denken“. Sie sind bekannt dafür, dass sie die Grenzen von Ideologie und Dogmatismus durchbrechen. Mit ihren Ideen und Baukonzepten beteiligen sie sich weltweit an Design- und Architekturdebatten.

Energetische Sanierung von Wohngebieten und Stadtkernen

Neu zum 5. Kongress 2012 sind auch ein jährlich wechselndes Kongressthema, neue Formate und ausreichend Zeit für Diskussionen mit und zwischen den Referenten. Un­ter dem Special Topic 2012 „Energetische Sanierung von Wohngebieten und Stadtker­nen“ sprechen und diskutieren Architekten, Bauherren, Denkmalpfleger, Stadtplaner, Hersteller und Anwälte mit dem Moderator des gesamten Kongresses, Andreas Ruby (Architekturkritiker und –theoretiker aus Berlin), zu zwei aktuellen Themenkomplexen:

  • „Solare Energie bei der Sanierung von Wohnsiedlungen“ und
  • „Photovoltaik in historischen Stadtkernen“.

Im Fokus steht dabei stets der ästhetische Einfluss energiebezogener Elemente auf Architektur und Stadtplanung.

Den zweiten Veranstaltungstag eröffnet Hansjürg Leibundgut, Professor für Gebäude­technik am Institut für Technologie und Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH). In seiner Keynote-Speech „Auf dem Weg zu sauberer Architektur“ will er erklären, warum ein Wandel hin zu mehr Energieeffizienz manchmal auch ein Rückbesinnen auf frühere Baukonzepte bedeuten kann. Leibundgut schildert, wie der Bauhaus-Stil schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts grundlegende Elemente des energiesparenden Bauens in sich vereint hat. Daran anknüpfend, stellt er das Konzept „Solergie“ vor, das eine Renaissance der Bauhaus-Idee einläuten könnte.

Themenblöcke am zweiten Veranstaltungstag sind ...

  • „Global Energy Issues“,
  • „Bauhaus.SOLAR Innovation“ und
  • „Bauhaus.SOLAR Research“.

Der wissenschaftliche Teil ist neu. Hier präsentiert beispielsweise Wolfgang Löschnig von der Technischen Universität Graz „Real Density - Untersuchungen des Zusammen­hangs zwischen städtischer Verdichtung und der Gesamtenergieeffizienz einer Stadt“. Bernhard Sommer von der Universität für angewandte Kunst in Wien und Ulrich Pont von der Technischen Universität Wien stellen „Evolutionäre Algorithmen im Entwerfen energieeffizienter Gebäude“ vor.

3. Bauhaus.SOLAR AWARD

Bauhaus.SOLAR AWARD LogoBereits Tradition hat die Verleihung des Bauhaus.SOLAR AWARDs. Aus sieben europäischen Ländern wurden Arbeiten für den Wettbewerb 2012 eingereicht. Den Nachwuchspreis verleihen SolarInput und Solarvalley Mitteldeutschland gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der European Photovoltaic Industry Association (EPIA). Zum dritten Mal zeichnen sie in diesem Jahr herausragende Architektur- und Designprojekte von Studierenden und jungen Architekten mit dem mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Preis aus.

Veranstalter des Bauhaus.SOLAR-Kongresses ist der Thüringer Solarbranchenverband SolarInput. Wissenschaftlicher Partner ist die Bauhaus-Universität Weimar, als weitere Partner unterstützen die Thüringer Energie- und Greentech-Agentur (ThEGA) und die Messe Erfurt.

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