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ZDB: Geschäftslage im August noch einmal verbessert

(17.9.2012) In der monatlichen Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deut­schen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben schätzen die befragten Unterneh­men ihre Geschäftslage im August etwas besser ein als im Juli. In allen Sparten gibt es leichte Trendverbesserungen.

  • Selbst im Wohnungsbau, der in den letzten Monaten auf sehr hohem Niveau Stabilität zeigte, gab es per Saldo mehr gute Beurteilungen als im Vormonat.
  • Im gewerblichen Bau fällt die Lagebeurteilung ebenfalls erkennbar besser aus als im Juli. Gerade im Wirtschaftshochbau wird diese Einschätzung durch die statis­tischen Daten zu den Frühindikatoren (Baugenehmigungen und Auftragseingän­ge) gestützt.
  • Die bereits im Vormonat konstatierte Besserung im öffentlichen Bau hat sich im August fortgesetzt. Dies gilt nun nicht mehr nur für den Tiefbau, sondern auch für den Hochbau.

Demgegenüber gehen die Erwartungen zur Geschäftsentwicklung in den folgenden Monaten erneut ein weiteres Stück zurück. Zunehmende oder abnehmende Erwartung halten sich nun die Waage. Der Großteil der Unternehmen rechnet mit einer gleich bleibenden Geschäftsentwicklung. Die Geschäftsklimaeinschätzung bleibt damit auf hohem Niveau. Die optimistische Sicht wird durch eine tendenzielle Verbesserung bei der Nachfrage im Wohnungs- und Wirtschaftsbau gestützt. Die Order im öffentlichen Bau beleben sich kaum.

Die Bauunternehmen konstatierten im August eine etwas niedrigere Bautätigkeit als im Juli. Indiz dafür war auch die niedrigere Kapazitätsauslastung der Geräte im Hoch­bau. Sie fiel in den alten Ländern mit 61% um gut 5%-Punkte niedriger aus als im Vor­monat. In den neuen Ländern hielt sie bei gut 70%. Im Tiefbau bleiben die Werte zum Vormonat in den alten Ländern stabil (62%) in den neuen steigen sie um 3 Prozent­punkte auf 71%. Insgesamt gab es damit in den neuen Ländern eine höhere Geräte­auslastung als im Vormonat.

Die Auftragsbestände werden im öffentlichen Hochbau weiter als „zu klein“ einge­stuft, in allen anderen Sparten erhalten sie das Prädikat „ausreichend“. Die Auftrags­bestände halten im Hochbau knapp das Niveau aus dem Vormonat. Die Auftragsreich­weite liegt bei ca. 2,5 Monaten in den alten und gut drei Monaten in den neuen Län­dern. Im Tiefbau halten sich die Bestände bei 2 Monaten bundesweit.

Die Investitionsneigung hat gegenüber dem Vormonat deutlich nachgelassen. Die verhaltenen Erwartungen zur zukünftigen Entwicklung dürften hierfür die Ursache sein.

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