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Zurück zum Original im Corbusier-Haus Berlin mit DLW Linoleum

(13.10.2012) Für die „Interbau“ 1957 entstand im Berliner Stadtteil Charlottenburg das dritte Bauwerk des von Le Corbusier (1887-1965) entwickelten Wohnhaustyps „Unité d'habitation“. Auf dem olympischen Hügel schuf der einflussreiche Architekt ein 17-geschossiges Hochhaus (siehe auch Google-Maps und/oder Bing-Maps):

„Unité d'habitation“ von Le Corbusier (1887-1965)

Unverwechselbar sein Stil: gradlinig, zweckmäßig und funktional. Über 50 Jahre später wurde eines der Appartements ganz im ursprünglichen Stil renoviert. Original DLW Linoleum wurde denkmalgerecht restauriert und stilgetreu mit neuem Linoleum ergänzt.

Die „senkrechte Stadt“, wie das Gebäude auch genannt wird, wurde in einer Rekordzeit von 18 Monaten errichtet und zieht heute Architekturexperten und -liebhaber aus der ganzen Welt an. Le Corbusiers Idee hinter dem „Village Vertical“: Wand an Wand wohnen und gemeinsam leben, mit hausinternen Ge­schäften, einem Kindergarten sowie Post und Friseur. Die 530 Wohnungen werden über mittig angelegte "Innenstraßen" er­schlossen und boten seinerzeit maximalen Komfort auf minima­lem Raum. 1979 wurden die Mietwohnungen in Eigentumswoh­nungen umgewandelt. Eine davon erwarb 2011 Benedikt Hotze. Für den Architektur-Redakteur stand schnell fest, dass das Appartement wieder auf die gestalterischen Ideen der Erbau­ungszeit zurückgeführt werden sollte; künftig bietet er es zur Miete auf Zeit an. Die Berliner Architektin Kathrin Bunte übernahm die Planung und Leitung des Umbaus.

In drei Monaten verwandelte sich das zwischenzeitlich umgestaltete Appartement wieder in eine stilechte 50er Jahre-Wohnung, ganz nach den räumlichen Vorstellungen Le Corbusiers: Von einem schmalen Flur gehen die Küche und auch der Wohnraum ab. Das innenliegende Bad ist vom Wohnzimmer aus zugänglich. Dort wurden sperrige Möbel, die als Raumteiler fungierten, entfernt und die eigentliche Raumlänge von über 5 m war wieder frei nutzbar:


Gleichzeitig wurde die ursprüngliche Trennwand zwischen Wohnraum und Küche neu aufgebaut. Die seinerzeit typischen und im Volksmund „Schaschlik-Fenster“ genannten Schiebefenster dienen nun wieder als praktische Durchreiche und sorgen für eine zu­sätzliche Belichtung der Küche. Weitere Details wie die originale Brötchenklappe im Hausflur sowie die mechanischen Belüftungsvorrichtungen in Küche und Bad blieben erhalten. Eine Loggia mit Blick über Berlin erstreckt sich über die gesamte Breite der Wohnung. Die neue Möblierung entspricht ganz dem Konzept Le Corbusiers: schnör­kellos, eckig, funktional.

Im Zuge der umfassenden Renovierung kam im Wohnraum unter dem zwischenzeitlich verlegten Kunststofflaminat das original verbaute DLW Linoleum Uni Walton zum Vorschein: ein bauzeitlicher Schatz. „Wir waren natürlich begeistert von die­sem Fund“, berichtet Architektin Kathrin Bunte, „und ließen ihn denkmalgerecht restaurieren. Gleichzeitig wurde der dunkelgrü­ne Bodenbelag zum Leitmotiv des weiteren Umbaus. Alle übri­gen Farbtöne richteten wir daran aus.“

Mit Hilfe der Farbpalette Le Corbusiers wählte Kathrin Bunte daraufhin für eine Wand des Wohnraums einen komplementären Rotton. „Die rote Fläche wirkt wie ein riesiges monochromes Bild“, so Bunte, „und erzeugt einen zusätzlichen Kontrast zur denkmalgeschützten gelben Farbe der Balkontrennwand, die unverändert geblieben ist.“

Passend zu dem historischen Linoleumboden wählten Architektin und Eigentümer Benedikt Hotze taubenblaues DLW Linoleum für Küche und Flur: Uni Walton im Design midnight blue. Den monochromen Bauhaus-Klassiker produziert Armstrong bis heute fast unverändert im norddeutschen Delmenhorst. Um den Flur optisch zu vergrößern, wurde obendrein die Wandfarbe mit Hilfe eines Bodenmusters exakt angemischt. Der Verzicht auf Fußleisten sorgt schließlich für einen fließenden Übergang der Wand zum Boden.


Die unifarbenen Linoleumbeläge lassen die Räume insgesamt ruhig und stimmig erschei­nen. Entstanden ist ein harmonisches Zusammenspiel von Alt und Neu. Das Corbusier-Appartement zeigt deutlich, wie langlebig und strapazierfähig DLW Linoleum ist. An den überwiegend natürlichen Inhaltsstoffen hat sich bis heute nichts geändert. So ist DLW Linoleum von Armstrong auch aus ökologischen Gründen empfehlenswert und ausgezeichnet mit dem „Blauen Engel“. Überdies bietet es einen hohen Gehkomfort, es ist rutschhemmend und angenehm fußwarm. Durch die PUR-Oberflächenvergütung ist es obendrein besonders leicht zu reinigen und daher bestens geeignet für den Einsatz im Wohnungsbau.

Weitere Informationen zu DLW Linoleum Uni Walton können per E-Mail an Armstrong angefordert werden.

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