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Architekturpreis „Zukunft Wohnen 2012“ entschieden

(24.10.2012) In Berlin sind die Preisträger des Architekturpreises Zukunft Wohnen 2012 bekannt gegeben worden. Seit über 20 Jahren lobt die deutsche Zement- und Betonindustrie den Preis für zukunftsweisenden und innovativen Wohnungsbau aus. Die Fachjury unter Vorsitz von Prof. Hilde Léon (Léon Wohlhage Wernik Architekten / Leibniz Universität Hannover) hat sechs Preisträger aus insgesamt 298 eingereichten Projekten prämiert. Bundesminister Dr. Peter Ramsauer hat die Schirmherrschaft für den Preis übernommen.

“Mit dem Architekturpreis 'Zukunft Wohnen' wird vorbildliches Planen und Bauen im Wohnungsbau gewürdigt. Wir freuen uns sehr, dass es dafür ein breites Engagement aller Beteiligten gibt. Auch und gerade im Wohnungsbau wird sich die Zukunftsfähig­keit unseres Gebäudebestandes beweisen müssen“, so Torsten Förster, Geschäfts­führer des InformationsZentrums Beton.


Projekt „Stadt Wohn Raum“ von Unterlandstättner Architekten (Foto: Michael Heinrich)

In sechs Kategorien wurden Projekte aus allen Facetten des Wohnungsbaus prämiert. Das Projekt „Stadt Wohn Raum“ in München (Unterlandstättner Architekten; Bild oben) verweist zum Thema Nachverdichtung auf eine Kernfrage der Kategorie „Woh­nen in der Stadt“. Dabei überzeugen Grundrissgestaltung und Flächenoptimierung und lassen qualitätsvolles Wohnen bei den jetzigen Anforderungen, aber auch bei wech­selnden Nutzern und Wohnvorstellungen in der Zukunft erwarten.

In der Kategorie „Wohnen auf dem Land“ vergab die Jury den Preis an den Archi­tekten Rainer Roth für das Projekt „Schmiedestraße“ in der Eifel. Geschaffen wurde ein Arbeits-, Wohn- und Lebensraum für drei Familien:


Foto: Christine Schwickerath

Das Konzept dieser funktionalen und räumlichen Verschränkungen verweist auf die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft - über den Kontext des Wohnens auf dem Land hinaus.


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(Foto: Jürgen Voss)

Umbau und Sanierung der Wohnanlage „Neue Burg“ in Wolfs­burg (KSP Jürgen Engel Architekten; siehe Bing-Vogelpespek­tive) wurde in der Kategorie „Wohnen im Bestand“ prämiert. Das Projekt verdient insofern besondere Würdigung, als Bau­herr und Architekt die komplexen und vielschichtigen Problem­lagen einer Großsiedlung aus den 1960er Jahren souverän ge­löst und für die Zukunft tragfähige Lösungen konsequent um­gesetzt haben, so die Jurybegründung.

Der Umbau und die Umnutzung der Südstadtschule in Hannover (MOSAIK-Architekten) erhielt den Preis in der Kategorie „Wohnen in der Gemeinschaft“. Für eine Baugrup­pe unterschiedlicher Familien und Bewohner wurde eine denkmalgeschützte Schule aus den 1960er Jahren für zukunftsfähiges Wohnen umgebaut:


Foto: Olaf Mahlstedt

In beispielhafter Weise wurde behutsam mit dem Gebäudebestand umgegangen. Der Planungs- und Bauprozess wurde durch den Großteil der Bewohner gemeinsam durch­geführt.


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(Foto: Frank Hülsböhmer)
  

Das Wohnhaus „Papenstraße“ in Stralsund (Christoph Meyn Architekt) interpretiert seine Beziehung zur Umwelt in beson­derer Weise und verdient daher eine Prämierung in der Kate­gorie „Wohnen mit der Umwelt“. Bauen in der Stadt auf engsten Raum wird hier in vorbildlicher Weise auch als Beitrag zur Reduktion des Ressourceneinsatzes und zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Infrastruktur verstanden.

Das Gebäude auf dem Dach einer gründerzeitlichen Industrie­bauarchitektur im Berliner Wedding (Christof Mayer, Büro für Architektur und Städtebau) erhielt den Preis in der Kategorie „Wohnen mit geringem Budget“. Die Realisierung setzte auf die Umnutzung von standardisiert verfügbaren Elementen (Gewächshaus), Recycling und Selbstbau. Zugleich beschreitet das Projekt experimentelle Wege und hinterfragt als selbstver­ständlich angenommene Parameter heutigen Wohnens:


Foto: Frank Hülsböhmer (Bild vergrößern)

Der Preis wurde für 2012 in Kooperation mit dem Bund Deutscher Baumeister, Archi­tekten und Ingenieure (BDB) ausgelobt. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsbauunternehmen sowie der Verband Privater Bauherren unterstützen den Preis. Der mit 24.000 Euro dotierte Preis, wurde im Rahmen des Symposiums „Zukunft Wohnen“ am 24. Oktober 2012 in Berlin verliehen.

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