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Rosenheimer Fenstertage 2012: Themenblock „Steuerung und Konstruktion“

(28.10.2012, Rosenheimer Fenstertage) Der Themenblock „Steuerung und Konstruk­tion“ ist das historische Herzstück der Fenstertage und beschäftigt sich mit neuen Konstruktionen.

modulare Konfiguration ist/wird ­Standard

Jörn P. Lass stellte als Geschäftsbereichsleiter im ift Rosenheim vor, wie auch im Fensterbau durch modulare Konstruktionsprinzipien eine größere Produktvielfalt bei geringerem Aufwand erreichbar ist. Gerade zahlungskräftige Kunden erwarten heute die Erfüllung individueller Wünsche - wie in der Automobilbranche, in der die Konfigu­ration Standard ist. Die Kompetenz liegt weniger in der Entwicklung einzelner Module mit charakteristischen Eigenschaften, sondern in der Definition und Gestaltung der Schnittstellen, mit denen aus Modulen erst ein Ganzes wird.

Auch im Fensterbereich gibt es durchaus Module, die leicht ausgetauscht werden kön­nen, beispielsweise Isoliergläser mit unterschiedlichen Dicken und Funktionen oder Be­schläge. Allerdings müssen funktionale Abhängigkeiten bekannt sein und berücksichtigt werden, beispielsweise wenn sich der Wärmeschutz durch die Verbesserung der Ein­bruchhemmung verschlechtert, weil Verstärkungen aus Stahl eingesetzt werden. Ins­gesamt gibt es noch einen großen Entwicklungsbedarf, dem sich aber einzelne Her­steller stellen.

Große „Baustellen“ sind immer noch die Montage und der Baukörperanschluss sowie die Entwicklung von Schnittstellen zur Einbindung von automatischen und elektronisch gesteuerten Bauelementen in die Haustechnik.

Mechatronik und Elektronik im Fensterbau

Hier schloss sich nahtlos der Vortrag von Professor Michael Krödel an, der in der Hochschule Rosenheim Haustechnik lehrt. Mit den Worten „Mechatronik und Elektronik im Fensterbau sind wie das Puzzle bei Dalli-Dalli“ brachte er die gegenwärtige Situa­tion auf den Punkt. Die Branche weiß zwar, dass sich wesentliche Verbesserungen hinsichtlich Wohn- und Bedienungskomfort, Barrierefreiheit, Sicherheit und Energieein­sparung durch den Einsatz elektronisch gesteuerter Systeme ergeben, aber es geht nicht voran. Immer noch führen die Beteiligung verschiedener Gewerke, unklare Vor­gaben durch den Planer und die fehlenden Schnittstellen oft genug zu sehr aufwändi­gen individuellen Planungs-, Fertigungs- und Montageprozessen mit entsprechendem Fehlerrisiko. Die wichtigste Aufgabe ist deshalb die Entwicklung einheitlicher Schnitt­stellen und standardisierter Prozesse.

Entsprechende Grundlagen hat das Forschungsprojekt „Entwicklung von Grundlagen für die Integration von Elektronik im Fenster-, Fassaden- und Türenbau“ geschaffen. Praktische Empfehlungen wurden in der ift-Richtlinie EL-01/1 „Elektronik in Fenstern, Türen und Fassaden“ formuliert. Darauf aufbauend laufen weitere Arbeiten und Stu­dien mit einzelnen Herstellern. Die Bündelung der Aktivitäten in einem F+E-Anschluss­projekt wäre eine Möglichkeit, Praxislösungen für die bestehenden Probleme zu erar­beiten.

Fassaden in 3D

Durch faserverstärkte Betonteile, neue Schalungstechniken und die Planung mit 3D-Software sind heute Gebäude mit bizarren Freiformflächen möglich, die auch ganz neue Anforderungen an die Planung, Fertigung und Montage von Fassaden stellen. Dr.-Ing. Steffen Feirabend stellte mit dem Bahnhof „King’s Cross“ in London und dem Kunstmuseum „The Borad“ in Los Angeles zwei aktuelle Projekte vor, in denen Beton- bzw. Stahlkonstruktionen und das Bauen mit Glas eine ideale Synthese ergeben. Die vorgestellten Anforderungen an den Fassadenbauer zeigten eindrücklich, dass jedes Detail entscheidend ist und erst eine genaue und sorgfältige Planung aller Montage­abläufe, Baukörperanschlüsse und Verbindungsmittel eine erfolgreiche Realisierung ermöglicht.

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