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Rosenheimer Fenstertage 2012: Themenblock „Markt & Trends“

(28.10.2012, Rosenheimer Fenstertage) Der Themenblock „Markt & Trends“ erfreut sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit, vor allem bei strategisch und kaufmännisch motivierten Teilnehmern, weil hier ja wichtige Trends und Marktchancen vorgestellt werden.

Bauproduktenverordnung (BauPV) trifft auf CE-Kennzeichnung

Professor Christian Niemöller stellte die Auswirkungen der Bauproduktenverordnung (BauPV) auf die CE-Kennzeichnung, die werkseigene Produktionskontrolle und weitere betrieblich notwendige Anpassungsprozesse, beispielsweise die Dokumentenlenkung vor. Insbesondere die Einführung der „Leistungserklärung“ ist ein zentraler Punkt, weil neue und weitreichende Haftungsrisiken entstehen. Die Leistungserklärung ist nicht nur eine obligatorische Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung, sondern eine ver­bindliche Beschreibung der zugesicherten Eigenschaften.

Auch die Regeln zur CE-Kennzeichnung selbst ändern sich und sind ein Element zur eindeutigen Identifikation des Herstellers auf dem Produkt sowie der Nachverfolgbar­keit der Produkteigenschaften inklusive der entsprechenden Nachweise für 10 Jahre. Fragen zur BauPV wurden dann am Freitag in einem Workshop diskutiert, beispielswei­se: Wo, wann und wie soll das CE-Zeichen, die Leistungserklärung und weitere Doku­mente zur Verfügung gestellt werden? Reicht es, diese auf der Firmenwebsite als Download zu hinterlegen? Die Antworten und weitere Tipps sind auf der ift-Website im speziellen CE-Bereich verfügbar und werden ständig aktualisiert.

Nachhaltigkeit

Gerade im Gewerbebau nimmt die Nachfrage nach einer Nachhaltigkeitszertifizierung nach LEED, BREEAM, DGNB und BNB zu, um sowohl das Unternehmensimage zu pflegen als auch Optimierungspotenziale zu erkennen und zu nutzen. Neben einer Minimierung der Betriebskosten sind auch die Werthaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Immobilie Entscheidungskriterien für Pro oder Contra einer Zertifizierung. Dr. Birgit Memminger-Rieve ist mit allen Zertifizierungssystemen vertraut und stellte die Bewertungskriterien sowie die Marktbedeutung der am Markt vorhandenen Zertifizierungssysteme vor. Die Systeme entwickeln sich weiter.

  • So ist auch das englische BREEAM technischer geworden und gewinnt an inter­nationaler Bedeutung, weil es Bezug auf die nationalen Mindestanforderungen nimmt.
  • Im Gegensatz dazu bezieht sich LEED auf amerikanische Anforderungen, so dass Gebäude in Ländern mit hohen Mindeststandards bereits ohne nennenswerte zu­sätzliche Maßnahmen LEED Bronze oder Silber erreichen können, beispielsweise in Deutschland.
  • Zurzeit ist BREEAM deshalb für den Sanierungsbereich ein effektives Zertifizie­rungssystem, weil bestimmte Kriterien, die sich bei einem bestehenden Gebäude nicht ändern lassen, ausgegrenzt werden können, beispielsweise die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.

Premiumbauten für kaufkräftige 55plus-Bauherren

In seinem Vortrag „Premiumbauen 2012“ verriet Martin Langen von B+L Marktdaten, was hinter diesem Phänomen steckt. Er bezifferte das Segment für 2014 auf 27.000 Wohneinheiten, das durch eine deutlich höhere Bauqualität gekennzeichnet ist. Dahin­ter stehen kaufkräftige Bauherren im Alter von 55plus, die ihre Immobilie sanieren wol­len sowie Paare ohne Kinder mit doppeltem Haushaltseinkommen (DINK's = Double Income No Kids). Beide Zielgruppen werden in den kommenden Jahren wachsen und damit ein steigender und struktureller Trend für die nächsten 10-15 Jahre sein. Zu beachten ist aber, dass diese Kunden sich sehr intensiv in die Bauthemen einarbeiten und am Thema Fenster und Fassaden ein hohes Interesse haben. Interessant ist, dass diese Bauherren die Bauleistungen bevorzugt von qualifizierten Handwerksbetrie­ben ausführen lassen: dies ist für die Hersteller deshalb ein wichtiger Vertriebsweg. Das gilt vor allem für Holz- und Holz-Alufenster, die mit über 50% Marktanteil die stärkste Rahmenmaterialgruppe in diesem Segment sind.

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