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„Vision 8 - Badvisionen auf 8 m²“ von Studierenden im Keramikmuseum Mettlach

(22.11.2012) Raumwerk, Körperwerkstatt, Oase, attvila sowie Baden in Wärme und Licht - so heißen die Ergebnisse eines aktuellen Studentenprojekts von Villeroy & Boch mit der Hochschule Coburg. Entwickelt haben die Arbeiten 10 Studierende im 6. Se­mester des Fachbereichs Integriertes Produktdesign gemeinsam mit Studiengangsleiter Prof. Gerhard Kampe sowie der Produktentwicklung Bad & Wellness und dem Innova­tionsmanagement von Villeroy & Boch. Dabei gelang es den jungen Leuten, das Thema „Vision 8 - Badvisionen auf 8 m²“ erstaunlich innovativ umzusetzen. Ausgangspunkt und Aufgabenstellung: Wie sehen Bäder mit einer Standardgröße von 8 m² im Jahr 2020 aus?

Sechs Monate lang haben sich die zehn angehenden Produktdesigner mit dem Thema „Bad“ beschäftigt. Sechs Monate, in denen sie auf Möbelmessen, im Internet und im eigenen Freundeskreis recherchiert haben. Ideen wurden gesammelt, ausgewählt und wieder verworfen. Wie sieht das Bad der Zukunft aus? Welche Farben, welche Mate­rialien tauchen darin auf? Jeweils in Zweierteams sollten die Studierenden acht Qua­dratmeter gestalten. Herausgekommen sind fünf Modellbäder:

Das Badkonzept „attvila“ - schwedisch für „ausruhen“ - von Kathrin Siemann und Anna Hufnagel bringt einen privaten Rückzugsraum mit den funktionalen Anforderun­gen an ein modernes Badezimmer in Einklang. Dazu wurde das Bad in zwei Bereiche eingeteilt: Versorgen und Verwöhnen, getrennt durch eine Waschkonsole, die Wasser­versorgung und Stauraum zugleich bietet. Zentrales Design-Element ist eine außerge­wöhnliche Wasserwaage, die Dusche und Waschbecken speist und zugleich Wasser als kostbares Gut symbolisiert.

„Die große Herausforderung war, dass wir alles bis ins kleinste Detail planen mussten“, erzählt Kathrin Siemann. „Vom Seifenspender bis zur Berechnung, wie weit das Wasser beim Duschen spritzt.“ Zwar stand während des Projekts vor allem die Vision im Vor­dergrund, dennoch mussten alle Entwürfe in der Praxis auch umsetzbar sein.

Besonders innovativ angelegt ist das Konzept „Raumwerk“ von Ingo Schuppler und Luis da Silva. Eine klare, elegante Gestaltung und ein schlichtes, raumsparendes De­sign ermöglichen hier Leichtigkeit in der Gesamtanmutung, ohne dabei auf Grundbe­dürfnisse und Funktionalität zu verzichten. Im Fokus steht der Waschtisch, der auf zwei Beinen steht, die als Rohre gestaltet sind, in die Ab- und Zuleitungen integriert sind.

Das Konzept „Oase“, das Eileen Hehn und Barbara Märzendorfer entwickelt haben, erreicht die Trennung von Nass- und Trockenbereich im Bad durch spezielle Möbel, die als Spritzschutz und Ablage dienen. Gleichzeitig arbeiteten die beiden Studentinnen mit mehreren Funktionsebenen, wobei die Dusche die Badewanne mit einem verschieb­baren Holzsteg überlagert.

Die „Körperwerkstatt“ von Kathrin Höfer und Lisa Dorsch definiert das Bad als Ar­beitsplatz. Dabei ermöglichen offene Ordnungssysteme die Anpassung der Einrichtung an individuelle Bedürfnisse. Der Waschtisch ist besonders großzügig angelegt und dient als zusätzliche Abstellfläche.

Für das Konzept „Baden in Wärme und Licht“, das das Bad als einen Ort des Rück­zugs definiert, haben Benjamin Hitscherich und Nina Nieratschker eine Wärmeliege mit Dampfdüsen und Dufttherapie entwickelt. Großzügige Lichtkörper sorgen für die pas­sende Beleuchtung und dienen zugleich als Raumtrenner und Spritzschutz.

Es ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Coburg und Villeroy & Boch. Seit acht Jahren finden Kooperationen mit Studierenden statt. Professor Ger­hard Kampe betreut die Projekte. Ihm ist es laut eigenem Bekunden wichtig, dass die Inhalte auch wirklich auf das Lehrkonzept des Studiengangs abgestimmt sind. Und er kennt die Vorteile, die sich für seine angehenden Designer durch solche Kooperationen bieten. „Die Studierenden haben die Chance, im praxisnahen Prozess komplexe Pro­blemstellungen zu lösen und  ihre Arbeiten vor der höchsten Führungsebene des Un­ternehmens zu präsentieren.“


Kathrin Siemann (rechts) und Anna Hufnagel prä­sentieren Michel von Boch ihr Bad attvila. (Bild ver­größern)

Dass Villeroy & Boch den Arbeiten der Studierenden diesmal sogar eine ganze Ausstellung mit Vernissage widmet, ist etwas ganz Besonderes. Jedes Bad hat jetzt seinen eigenen Platz im Keramikmuseum Mettlach. In begehbaren Würfeln werden die Modell-Entwürfe präsentiert. Mit Beschreibungen, Bildern und Detailansichten. Michel von Boch, der das Unternehmen bei der Ausstellungseröffnung im Oktober vertrat, war durchweg ange­tan. Die kreativen Ideen stünden in direktem Zusammenhang mit der Unternehmensphilosophie von Villeroy&Boch, bestätigte er. Bis Anfang März 2013 können Interessierte die Ausstellung noch besuchen.

Die Arbeiten zu Vision 8 sind bis zum 1. März 2013 im Keramik­museum Mettlach als Sonderausstellung zu sehen.

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