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Zumtobel Group Awards für Projekte mit ganzheitlichem Architekturverständnis und Einbindung der Bevölkerung

Zumtobel Group Award
  

(26.11.2012) Am 16. November wurde im Rahmen eines Fest­akts in einem ehemaligen Elektrizitätswerk in Berlin-Mitte der diesjährige Zumtobel Group Award verliehen. Der mit insgesamt 140.000 Euro dotierte Architekturpreis zur Förderung für Nach­haltigkeit und Menschlichkeit in der gebauten Umwelt ging an ...

Beide Projekte überzeugten Jury und Festgäste angesichts des ganzheitlichen Archi­tekturverständnisses, der Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen und gemeinnützigen Organisationen sowie der konsequenten Einbindung der Bewohner sowohl in der Pla­nungs- wie auch der Umsetzungsphase.


Jury 2012 (v.l.n.r.): Ute Meta Bauer, Yung Ho Chang, Harald Sommerer, Stefan Behnisch, Kazuyo Sejima, Kunlé Adeyemi, Brian Cody, Winy Maas (Fotograf: Moritz Dirks) (Bild vergrößern)

„Wir freuen uns sehr, heute zwei junge Architekturbüros auszeichnen zu dürfen, die Vorbilder sind für mehr Nachhaltigkeit und Menschlichkeit. Sie haben wegweisende Lö­sungen insbesondere für soziale Probleme sowohl in der westlichen Welt als auch in Entwicklungsländern entwickelt. Dabei haben sie in der Zusammenarbeit mit anderen Fachspezialisten sehr innovative Ansätze gefunden“, betonte Harald Sommerer, CEO der Zumtobel Group, in seiner Gratulation an die Preisträger.

Michael Murphy und David Saladik des US-amerikanischen Architekturbüros Mass Design Group
 Michael Murphy und Alan Ricks (Bild vergrößern)
  

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Die Laudatio auf Mass Design hielt Kunlé Adeyemi, Gründer von NLÉ Architects, Amsterdam, und Mitglied der Jury: „Wir haben dieses Projekt zum Gewinner gekürt, weil die Architekten eine besondere Sensibilität in ihrer Herangehensweise an den Tag gelegt haben. Darüber hinaus haben uns ihre Methoden und natürlich auch die formale Qualität des Gebäudes begeistert.“ Die transparente Award-Trophäe, gestaltet von Sawaya & Moroni, wurde von Dale Tasharski, Gesandter-Botschaftsrat der amerikanischen Botschaft übergeben. „Diese Auszeichnung ist für uns eine unglaubliche Ehre“, freute sich Michael Murphy für Mass Design. „Wir haben der Gesundheitsministerin in Ruan­da davon berichtet. Sie war begeistert, dass dieses Kranken­haus international für seine Gestaltung und seinen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsverhältnisse ausgezeichnet wird. Wir arbeiten nun daran, die Gesundheits-Infrastruktur für das ganze Land zu verbessern und Architekten für Ruanda auszu­bilden.“

Das Preisgeld wird Mass Design für den Aufbau eines Mass Design Lab einsetzen, in dem neue Strategien zur Verbesserung von Gebäuden und Kommunen durch Gestal­tung entwickelt werden sollen.

Doina Petrescu und Constantin Petcou des atelier d’architecture autogérée (AAA) für die Initiative R-URBAN
Doina Petrescu und Constantin Petcou (Bild vergrößern)
  

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Die Preisträger in der zweiten Kategorie, Forschung & Initiati­ve, erhielten ihre Trophäe aus den Händen des österreichi­schen Botschaftsrats Johann Krausl. In ihrer Laudatio unter­strich Ute Meta Bauer, Jury-Mitglied und Rektorin des Fachbe­reichs Bildende Kunst am Royal College of Art in London, die äußerst gut durchdachte Konzeption des Projekts: „Was dieses Projekt besonders stark macht, ist seine Komplexität. Obwohl R-URBAN für eine konkrete Gemeinde entwickelt wurde, kann es in andere Umgebungen übertragen werden. Eigentlich kann es überall umgesetzt werden. Im Vergleich zu einem Master­plan für eine ganze Stadt mag dieses Projekt auf den ersten Blick klein erscheinen. In Wirklichkeit ist es dank seiner Ambi­tion einfach großartig.“ Die beiden Preisträger dankten bewegt für die Auszeichnung: „Wir haben 2003 bei Null begonnen, nur getragen von dem Wunsch und der Hoffnung, etwas zu tun, was für diese Menschen etwas bedeutet. Wir wollten Möglich­keiten anbieten, mitzumachen und vor Ort neue Jobs schaffen. Das Projekt eröffnet neue Strategien und jeder kann sich be­teiligen“, so Doina Petrescu und Constantin Petcou. Das Preis­geld werden die beiden Architekten und Aktivisten für die wei­tere Realisierung des Projektes einsetzen, insbesondere für Konzepte zur Wissensverbreitung.

Im Rahmen des Festakts in Berlin wurden auch die Architekturbüros und Forschungs­initiativen geehrt, die für ihr Projekt mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet wurden, darunter Vertreter von blauraum architekten, Hamburg (D), cloud 9 archi­tects, Barcelona (ES), The Why Factory, Delft (NL), der Camenzind-Initiative Zürich (CH), der Maria Grazia Cutuli Foundation, Rom (I), und CEPT University in Indien.

Der Zumtobel Group Award, der 2012 zum dritten Mal verliehen wurde, wird von dem Berliner Architekturforum AEDES kuratiert. Kristin Feireiss, AEDES Gründerin und Direk­torin zeigte sich begeistert von der diesjährigen Juryentscheidung: „Die Botschaft, die mit der Auswahl der Preisträger und Nominierten verbunden ist, könnte nicht stärker sein. Es ist ein klares Signal, das junge Architekturschaffende ermutigt, auf eine Be­teiligung der Bewohner und die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen zu setzen. Ein klares Signal für ein sozio-ökologisches Engagement, das sowohl Mensch und Natur als auch Technologie und Gestaltung integriert."

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