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Der lichte Part einer Dachsanierung bei MAN mit System-Sattellichtbändern

(14.12.2012) Viele ältere Hallenflachdächer sind sanierungsbedürftig - nicht nur hin­sichtlich des Feuchteschutzes. Neben einem hohen Energieverbrauch genügt auch die Lichttransmission eingebauter Lichtbänder oft nicht mehr den heutigen Ansprüchen an eine blendfreie und natürliche Belichtung moderner Arbeitsplätze. Die MAN Truck & Bus AG nutzte deshalb die Dachsanierung einer Produktionshalle am Standort Nürnberg zum Austausch der alten Drahtglas-Sattellichtbänder. Diese wurden durch ein von der JET-Unternehmensgruppe hergestelltes und montiertes System-Sattellichtband er­setzt. Die bauphysikalisch vorteilhaften Eigenschaften seiner Aluminium-Sprossen-Konstruktion und objektspezifisch maßgeschneiderten Wärmedämmverglasung erwei­sen sich dem Vernehmen nach als besonders geeignet für die Sanierungsarbeiten.


neu und alt (noch) auf einem Dach (Bild vergrößern)

Im Herbst 2011 wurde am Standort Nürnberg im Rahmen einer geplanten Erneuerung der Flachdächer des Hallenverbunds M21, M24 und M26 die Dachsanierung der Pro­duktionshalle M21 in Angriff genommen. Das in die Jahre gekommene, dreischiffige Flachdach erhielt eine durchfeuchtungssichere Folienabdichtung. Das Dach der Pro­duktionshalle für den Bau von Lkw-Motoren-Zahnrädern wurde mit einer zusätzlichen Mineralwolle-Dämmung von zwölf Zentimetern ausgestattet.

Eine zentrale Herausforderung der Dachsanierung waren die vorhandenen alten Draht­glas-Sattellichtbänder. Sie mussten aufgrund ihrer nicht mehr zeitgemäßen Klimabilanz der Verglasung sowie der unzureichenden Lichttransmission komplett durch neue Lichtbänder ersetzt werden. Im Rahmen der Ausschreibung konnte die JET-Gruppe den Auftraggeber offenbar mit einer zügig zu montierende Systemlösung überzeugen. „An­gesichts der relativ geringen Belastungsfähigkeit der Flachdach-Gasbetondecke kam nur eine sehr leichte Tageslichtkonstruktion in Frage“, beschreibt JET-Produktmanager Bert Barkhausen den Selektionsprozess. „Nach genauer Überprüfung haben wir uns für das JET-Top-Glas-Sattelichtband 30 Grad entschieden.“ Bei einem Glasaufbau aus jeweils einer acht Millimeter dicken Floatscheibe (außen) und VSG-Glasscheibe (innen) ist die Konstruktion mit einem Wärmedurchgangswert Ug von 1,1 W/m²K angegeben. Aufgrund der Hallennutzung mit CNC-gesteuerten Arbeitsplätzen war die Blendfreiheit der Tageslichtkonstruktion ein wesentliches Kriterium des Auftraggebers. Diese wurde durch eine innerhalb der Verbund-Sicherheitsglasscheibe angeordnete, opal eingefärb­te Polyvinyl-Butyral-Kunststoff (PVB)-Folie erreicht.

Verschattung mit Lamellen-System

Vor der Montage der neuen Lichtbandkonstruktionen - mit der Ausrichtung Traufe-First-Traufe in den Abmessungen 14,5 mal drei Meter - musste jeweils das alte Lichtband inklusive Stahl­zargen komplett entfernt werden. Für die Anbindung an die Dachkonstruktion wurden die Stahlblech-Zargen als tragende Unterkonstruktion vorwiegend auf Porenbeton aufgestellt und durch den Beton hindurch an dem stählernen Dachtragwerk fixiert. Nach der Montage der Aluminium-Sprossen-Konstruktion erfolgte der Einbau der Verglasung und der „JET-Ventria“ Lüf­tungs- sowie Rauch- und Wärmeabzugs (RWA)-Flügel. Für je­des Lichtband wurden 18 RWA- und ebenso viele Lüftungs­flügel für den täglichen Belüftungsbetrieb der Halle eingeplant. Ihre Öffnung und Schließung erfolgt durch im Rahmen integrier­te pneumatische Antriebe. Die Lüftungsfunktion wird mit Be­triebsdruckluft betrieben, die RWA-Funktion hingegen autark über ein separates CO₂-RWA-System.

Zudem war hoher sommerlicher Hitzeschutz eine zentrale Vorgabe des Auftraggebers. Hierzu wurde zusätzlich auf der nach Süden ausgerichteten Seite der Sattellichtbän­der das „JET-Vario Protect“-Verschattungssystem installiert. Seine Besonderheit liegt in der je nach Sonnenstand durch die Lamellengestaltung variabel veränderten Inten­sität des Lichteintrags. Bei hohem Sonnenstand verhindern die Lamellen einen hohen Lichteintrag. Bei niedrigen Sonnenständen - wie am Abend, morgens oder im Winter - ist hingegen der Lichteintrag durch die Lamellen entsprechend dem Lichteinfallswinkel weniger behindert und somit deutlich größer. Auf diese Weise wird einerseits in Zeiten hoher Sonnenstände mit intensiver Sonneneinstrahlung eine Reduzierung der Kühllas­ten erreicht und andererseits bei niedrigen Sonnenständen das Tageslicht konsequent als Lichtquelle genutzt.

Weitere Informationen zu Sattellichtbändern können per E-Mail an JET-Gruppe angefordert werden.

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