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Neues „Grundlagenpapier Entrauchung“ vom VDMA

(14.12.2012) Im Brandfall werden Flucht, Rettung und Lösch­angriff vorwiegend vom entstehenden Rauch und weniger von der Brandhitze beeinflusst. Der effektive Umgang mit Rauch ist daher entscheidend, um Personen- und Sachschäden so gering wie möglich zu halten. Das neue „Grundlagenpapier Entrau­chung“, zusammengestellt vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), trägt die wesentlichen Grundla­gen des Themas aus rechtlicher, physikalischer sowie techni­scher Sicht zusammen und beschreibt die dazu passenden technischen Lösungen. Als Autoren engagierten sich die in Deutschland zu diesem Thema führenden Wissenschaftler und Brandschutzfachleute.

Schutzziele bestimmen Entrauchungslösungen

Die 46-seitige Publikation beschreibt die Prinzipien der Entrauchung und Rauchablei­tung in den fünf Bereichen ...

  • Rauchableitung durch Verdünnung,
  • Entrauchung durch Schichtung,
  • Rauchabschnittbildung,
  • Rauchfreihaltung und
  • Lösungen für spezielle Gebäude.

Welche Maßnahmen in einem konkreten Umfeld jeweils als ausreichend erachtet wer­den können, hängt individuell von den jeweiligen Schutzzielen sowie den baulichen Ge­gebenheiten ab. So kann beispielsweise das Prinzip der Verdünnung angewendet wer­den, sofern im Brandraum nicht die Bildung raucharmer Schichten zur sicheren Evaku­ierung, zur Brandbekämpfung oder für den Sachschutz im Vordergrund steht. Bei Räu­men ab etwa 200 m² Fläche ist eine Entrauchung durch Schichtung möglich, die bei größeren Räumen dann auch meist die wirtschaftlichste Lösung darstellt. Bei größeren Räumen ist es dabei erforderlich, Rauchabschnitte zu bilden.

Lösungen für Tiefgaragen und Hochregallager

Detailliert beschrieben werden im „Grundlagenpapier Entrauchung“ auch Lösungen für Tiefgaragen und Hochregallager.

  • Aufgrund der meist geringen Raumhöhe von unter 3 m wird sich in großen Tief­garagen meist nur in der Anfangsphase eines Brands eine Rauchschicht ausbil­den. Je nach Komplexität der Garage lassen sich verschiedene Brandszenarien in der Steuerung der Ventilation realisieren, um einen effektiven Löschangriff der Feuerwehr zu ermöglichen.
  • Bei Hochregallagern können sich - je nach Ausführung des Entrauchungskon­zepts - unterschiedliche Schutzziele und Entrauchungsmaßnahmen ergeben. Faktoren sind unter anderem, ob sich Menschen in den Räumen aufhalten oder ob Regalsprinkleranlagen vorhanden sind.

Das „Grundlagenpapier Entrauchung“ (direkter PDF-Download) kann unter vdma.org heruntergeladen werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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