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„Max Bill by Griffwerk“: Die einzige lizensierte Adaption der „Ulmer Klinke“

Max Bill
Max Bill (Bild vergrößern)
   

(14.2.2013; BAU 2013-Bericht) Max Bill gehört zu den großen Namen der Design- und Architekturgeschichte. Er war Grün­dungsrektor der Ulmer HfG (Hochschule für Gestaltung), die als international bedeutendes Designinstitut Geschichte schrieb. Hier wurden die Ideen des Funktionalismus ausformuliert und prägen als designtheoretisches Fundament bis heute die Ge­staltungsprozesse im Industriedesign. Max Bill entwarf in Zu­sammenarbeit mit dem Studenten Ernst Moeckl einen Türgriff für das Architekturgebäude der Hochschule. Diese „Ulmer Klin­ke“ ist unter vielen Namen und in vielen Varianten auf dem Markt präsent und gehört zu den klassischen Türgriff-Designs. Das Original war nicht mehr präsent.

Große Namen erfordern große Sorgfalt

Griffwerk hat sich 2012 auf die Suche gemacht nach dem “echten Ulmer Griff” und nahm Kontakt auf zu Dr. Jakob Bill, dem Sohn von Max Bill, der das max+binia und jakob bill Archiv in der Schweiz führt und nicht nur die Lizenzen verwaltet, sondern auch mit Wissen aus erster Hand über das Projekt wacht. Grundlage der Rekonstruk­tion waren noch erhaltene Griffe aus dem Archiv der Ulmer HFG und der Bill-Stiftung. Daneben standen Zeichnungen und Notizen aus dem Entstehungsprozess zur Verfügung:


Die Designer Kevin Fries und Jakob Zumbühl aus Zürich erklärten sich zudem bereit, in diesem Projekt eine etwas andere Rolle als Designer anzunehmen: Es galt die eigenen Ideen völlig zurückzunehmen und Profession sowie Passion in den Dienst dieses Pro­jektes zu stellen. Es galt zu erspüren, wie es Max Bill gedacht hatte und akribisch an den Originalvorgaben zu bleiben, ohne eigene Interpretationsräume zuzulassen.

Faktor 1,08: Funktional im Hier und Heute

Ziel des Projektes war es, den alten neuen Türgriff für aktuelle Architekturprojekte nutzbar zu machen; er sollte funktional in dieser Zeit stehen. Dies hieß, dass die Handhabe kompatibel sein musste mit den weiteren Beschlagskomponenten der Griff­werk-Professional Line. Die Lösung war, den Griff formal nicht zu verändern, sondern ihn lediglich um den Faktor 1,08 etwas zu vergrößern, so dass er in der Proportion stimmig harmoniert mit den nach Klasse 4 zertifizierten Schraubrosetten und wei­teren Komponenten.

Max Bill Unterschrift
  

Im Dezember 2012 lag dann ein Muster vor, das alle Auflagen an Originalität erfüllte und die Lizenz bekam, die Signatur „Max Bill“ zu tragen. Dezent aber sichtbar ist sie am Griffhals eingra­viert: „Max Bill by Griffwerk“. Ein Designobjekt, das auch in Be­zug auf Verarbeitung und Ausstattung diesen Namen tragen darf.

Die Handhabe ist aus Vollmaterial gefräst und verfügt durch die Anbindung an die Professional Line über ...

  • eine Unterkonstruktion aus Edelstahl,
  • eine Schraubrosette,
  • beidseitig Hochhaltefedern und
  • ein wartungsfreies Teflongleitlager.

Alle Madenschrauben der Griffwerk Design Manufaktur Kollektion wurden zudem auf die Unterseite verbannt, um die Optik nicht zu stören. Dies bedeutet, dass der Griff doppelt hergestellt werden muss, weil linker und rechter Griff nicht mehr gleich sind.

Weitere Informationen zu „Max Bill by Griffwerk“ und zur Griffwerk-Professional Line können per E-Mail an Frascio angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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