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Robert Bosch gibt den Photovoltaik-Bereich auf

(24.3.2013) Bosch will aus dem Geschäftsfeld „Kristalline Pho­tovoltaik“ aussteigen. Die Fertigung von Ingots, Wafern, Zel­len und Modulen wird demnach Anfang 2014 eingestellt wer­den; soweit möglich sollen einzelne Bereiche zeitnah verkauft werden. Sämtliche Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten in diesem Bereich werden ebenfalls beendet. Auch das Modul­werk in Venissieux, Frankreich, möchte man veräußern. Die ursprünglich in Malaysia geplante Fertigung wird nicht aufge­baut. Die Bosch Solar CISTech GmbH in Brandenburg/Havel wird den aktuellen Planungen zufolge unverändert als Entwick­lungsaktivität für die Dünnschichttechnologie weitergeführt; die weitere Ausrichtung werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Wettbewerbsfähigkeit nicht erreicht

Bosch Solar Energy ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Wettbe­werbsfähigkeit des Bereiches herzustellen. Nahezu die gesamte Branche schreibt auf­grund inzwischen immenser weltweiter Überkapazitäten tiefrote Zahlen. „Trotz um­fangreicher Maßnahmen zur Senkung der Herstellkosten im vergangenen Jahr konnten wir den Preisverfall von bis zu 40 Prozent nicht kompensieren“, stellt Dr. Stefan Har­tung, Aufsichtsratsvorsitzender der Bosch Solar Energy AG und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Zuständigkeit für den Unternehmensbereich Energie- und Ge­bäudetechnik, fest.

Wie bereits im Januar 2013 veröffentlicht, beliefen sich die Verluste des Geschäftsbe­reiches Solar Energy im vergangenen Jahr auf rund eine Milliarde Euro. Der Geschäfts­bereich beschäftigt derzeit rund 3.000 Mitarbeiter, davon rund 850 Mitarbeiter bei aleo und rund 150 Mitarbeiter bei CISTech.

Überprüfung möglicher Alternativen

„Bosch hat in den vergangenen Monaten alle Aspekte des Solar-Geschäfts im Hinblick auf weitere Fortschritte bei der Technologie, bei Kostensenkungspotenzialen sowie bei der strategischen Ausrichtung umfassend geprüft. Dazu gehör­ten auch Gespräche mit potenziellen Partnern. Allerdings er­gab sich aus keiner dieser Möglichkeiten eine wirtschaftliche und langfristig tragfähige Lösung für den Geschäftsbereich Solar Energy. Dies bedauern wir sehr“, erläutert Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch. „Uns ist bewusst, dass den Mitarbeitern eine schwierige Zeit be­vorsteht. Wir werden gemeinsam mit den Arbeitnehmervertre­tern nach möglichst verträglichen Lösungen suchen. Wir wis­sen das große Engagement unserer Mitarbeiter bei Solar Ener­gy zu schätzen, die im vergangenen Jahr auf allen Gebieten hart für die Zukunft des Bereiches gekämpft haben. Dafür danken wir ihnen. Dennoch haben wir leider gemein­sam keine dauerhaft wirtschaftliche erfolgreiche Situation erzielen können“, ergänzt Hartung.

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