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Architekturfotografie-Preis 2013 geht an Frank Bayh und Steff Rosenberger-Ochs

(1.4.2013) Der weltweit erste Architekturfotografie-Preis ist mit 6.000 Euro dotiert und wird seit 2005 von dem gemeinnützigen Verein Architekturbild e.V. ausgeschrie­ben und vergeben. Nachdem das Deutsche Architekturmuseum und der Verein im Jahr 2008 ihre Kooperation besiegelt haben, finden Preisverleihung und Erstausstellung der besten 28 Wettbewerbsbeiträge bereits zum dritten Mal im Deutschen Architekturmu­seum, Frankfurt am Main, statt.

Das Thema des zehnten Preises „Im Brennpunkt | Focus of Attention“ wurde erwar­tungsgemäß sehr vielfältig und vielschichtig interpretiert. Die Wettbewerbsteilnehmer haben in bemerkenswerten Bildserien zu kulturellen, gesellschaftlichen, politischen Er­eignissen, aber auch zu städtebaulichen Entwicklungen mit der Kamera Stellung bezo­gen. Unter den Beiträgen von 175 Teilnehmern aus aller Welt zeichnete die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Peter Bialobrzeski die Bildserie „Die Entwicklung neuer Stadt­quartiere im Herzen der City“ mit dem Ersten Preis aus. Durch angemessene und ge­schickte Bearbeitung sei es den Autoren Frank Bayh & Steff Rosenberger-Ochs gelungen, ihre Bildserie - über Stuttgart 21 hinaus - in eine gleichnishafte, allgemein­gültige Aussage zum Thema Widerstand zu transformieren.

Weiterhin wurden zwei gleichwertige zweite Preise vergeben. Stanislaw Chomicki führt mit inszenierten, schwarz­weißen Lochkamerafotos das Imponiergehabe und die Glitzerwelt man­cher Hochhäuser vor. Und Nadia Pugliese widmet ihre Serie einem der heiligsten Plätze sowohl des Judentums, des Chris­tentums als auch des Islam - nämlich dem in der Altstadt Je­rusalems gelegenen Kidron Valley. Das Tal hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem riesigen Friedhof entwickelt. In poetisch stillen, aber gerade dadurch sehr stark nachwirken­den Bildern schildert sie, dass die Stadt des Todes von glei­chen Konflikten geprägt und gezeichnet ist wie die Stadt der Lebenden.

Die 28 besten Bildserien des zunehmend international bekannten Architekturfotografie-Preises architekturbild werden beginnend mit der Preisverleihung vom 4. Mai bis zum 16. Juni im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main gezeigt.

Aus Anlass der zehnten Preisvergabe sollen bis zum 28. Juli in der Jubiläumsausstellung „Der zweite Blick“ ausgewählte Arbeiten der Jahrgänge 1995 bis 2011 zu sehen sein.

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