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Thermografie von Gebäuden und Quartieren aus der Luft

(13.5.2013) Der TÜV Rheinland hat gemeinsam mit dem technischen Dienstleister Eu­rosense ein von RWE-initiiertes und gefördertes Projekt gestartet, das dazu beitragen soll, Wärmeverluste an Gebäuden flächendeckend zu analysieren und dauerhaft zu verringern. Dabei setzen die Partner auf die thermografische Erfassung aus der Luft. Der neue Service wird flächendeckend in Deutschland angeboten.


Foto: Eurosense (Bild vergrößern)

Die Thermografie von Gebäuden ist ein gängiges Verfahren, um Schwachstellen in der Gebäudehülle zu identifizieren, die sich negativ auf die Energiebilanz auswirken. Zu­gleich ergibt sich daraus ein wichtiger Ansatzpunkt, um durch Gegenmaßnehmen wirk­sam Energie zu sparen und unnötige CO₂-Emmissionen zu ermitteln und zu reduzieren. Problematisch beim Einsatz der Thermografie ist häufig der Zugang zu vielen Gebäu­den. So lassen sich Dächer nur schwer vollständig erfassen. Insbesondere Flachdä­cher und große Hallen sind nicht ohne Hilfsmittel zu analysieren.

Gleichzeitig lässt der Zustand der Dächer einen ordentlichen Rückschluss auf den energetischen Zustand des gesamten Ge­bäudes zu. Deshalb bieten TÜV Rheinland in Zusammenarbeit mit der Firma Eurosense und der RWE für Kommunen thermo­grafische Analysen aus der Luft an. Zu diesem Zweck wird ein mit Spezialkameras ausgestattetes Flugzeug in den Wintermo­naten zu einer Befliegung entsandt, um ein vollständiges Wär­mebild der jeweiligen Stadt zu gewinnen. Die Partner haben gemeinsam bereits mehrere Projekte umgesetzt. So haben die Fachleute von RWE finanziell und konzeptionell geförderte Thermografieanalysen aus der Luft in Rheinbach, Essen und Arnsberg erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden rund 250.000 Immobilien erfasst. Die Planungen für den kommenden Winter laufen jetzt bereits an.

Bei den Flügen werden je nach Größe der Stadt mehrere Tausend Thermografiebilder aufgenommen. Auf diesem Weg werden kleinste Abweichungen der Oberflächentem­peraturen aus großer Höhe aufgezeichnet und Wärmestrahlung sichtbar gemacht. Die Flüge erfolgen unter bestimmten meteorologischen Bedingungen in der kalten Jahres­zeit. Sie müssen in niederschlagsfreien Nächten, bei weitgehender Windstille und Tem­peraturen bis 5 Grad Celsius stattfinden. Die mit spezieller Messtechnik ausgestatte­ten Flugzeuge fliegen in einer Höhe von rund 1.000 Metern über Grund. Während der Flüge finden gleichzeitig Bodenmessungen statt, die die Aussagekraft bei der Auswer­tung erhöhen.


Die Einzelaufnahmen werden durch Eurosense georeferenziert, zu einem Thermomosaik zusammengefügt und im Anschluss durch den TÜV Rheinland mit der Liegenschafts­karte verschnitten. So erfolgt eine Analyse und Interpretation aller Dachflächen mit Klassifikation der Wärmeabgabe und die Identifizierung von Energieverlusten. Je nach Ausgestaltung des Projekts ist es möglich, jedem Immobilieneigentümer einen individu­ellen Ausschnitt seines Flurstücks zur Verfügung zu stellen. Der TÜV Rheinland gene­riert hierzu die individuellen Informationsschreiben und stellt die Informationen über eine zugangsgeschützte Webanwendung den Eigentümern zur Verfügung. Die Bürge­rinnen und Bürger werden von vornherein in die Umsetzung der Projekte einbezogen, denn Bürgerbeteiligung sowie die Gewährleistung und Sicherstellung des Datenschut­zes sind wesentliche Aspekte des Projekts.

Die Erkenntnisse aus einer solchen Thermografieanalyse können von einer Vielzahl lo­kaler Akteure genutzt werden. Die Thermografiebefliegung eignet sich daher auch als konkrete Maßnahme für kommunale Klimaschutzkonzepte, die von Gemeinden unter­stützt durch den TÜV Rheinland entwickelt und umgesetzt werden. Mittelfristig sollen sich Kosteneinsparungen in größerem Umfang ergeben. Gleichzeitig kommen energeti­sche Optimierungen auch dem lokalen Handwerk zugute.

Weitere Informationen zur Thermografieanalyse aus der Luft können per E-Mail an TÜV Rheinland angefordert werden.

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