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Zwischenbilanz nach einem Jahr Testwohnen im Velux LichtAktiv Haus


Die vierköpfige Familie Oldendorf stellt das Licht­Aktiv Haus zwei Jahre auf die Probe. (vergrößern)
  

(16.6.2013) Eine große Wohnzufriedenheit der Testfamilie, über den kalkulierten Werten liegende Erträge der regenerativ erzeugten Energie und ein geringerer Heizwärme- und Warm­wasserbedarf als vorausberechnet - mit dieser Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr bestätigt das auf zwei Jahre angelegte, wissenschaftlich begleitete Wohnexperiment im „Velux Licht­Aktiv Haus“, dass sich höchster Wohnwert und eine komfor­table Nutzung erneuerbarer Energien auch bei der Moderni­sierung von Bestandsgebäuden verwirklichen lassen. Nur der Stromverbrauch für die Erzeugung der im LichtAktiv Haus be­nötigten Heizwärme liegt über den theoretischen Berechnun­gen, so dass 2012 das Ziel „Energieautarkie“ noch nicht er­reicht werden konnte. In den kommenden Monaten werden deshalb die beteiligten Wissenschaftler und technischen Ex­perten die Regelung der Wärmepumpe und die Anlagentechnik optimieren. Zudem soll das Wohnexperiment über den Jahres­wechsel hinaus um einige Monate verlängert werden, um den Energieverbrauch des kommenden Winters mit den beiden vergangenen Wintern vergleichen und den Erfolg der Optimierungsmaßnahmen überprüfen zu können.

„Gemäß der Maxime 'Ein Experiment sagt mehr als tausend Expertenmeinungen' entwi­ckelt und realisiert Velux bereits seit Jahren Konzepthäuser mit dem Ziel, Erkenntnisse für das Bauen und Wohnen der Zukunft zu gewinnen“, erklärt Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer Velux Deutschland GmbH. „Mit unserem auf zwei Jahre angelegten Wohnexperiment im LichtAktiv Haus wollen wir versuchen zu zeigen, dass bereits mit den heute verfügbaren Kenntnissen und Baumaterialien CO₂-neutrale Gebäude errich­tet werden können und auch bei bestehender Bausubstanz Nachhaltigkeit mit den ge­stiegenen Ansprüchen an Wohnqualität verbunden werden kann.“


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Beim LichtAktiv Haus handelt es sich um ein typisches Sied­lerhaus aus den 50er Jahren, das im Rahmen des europawei­ten Velux Projektes „Model Home 2020“ als Nullenergiehaus modernisiert wurde. Um herauszufinden, wie das modernisier­te Siedlerhaus im täglichen Betrieb funktioniert, stellt eine vierköpfige Testfamilie das Gebäude zwei Jahre auf die Probe. Begleitet wird dieses Wohnexperiment durch ein umfassendes wissenschaftliches Monitoring der Technischen Universitäten Braunschweig und Darm­stadt sowie der Humboldt-Universität zu Berlin, dessen Konzept erstmals quantitative und qualitative Untersuchungsmethoden verbindet.


Dabei werden seit Januar 2012 kontinuierlich alle Daten zu Energieerzeugung und -verbrauch sowie das Außenklima und die entsprechenden Innenraumwerte quantita­tiv erfasst und dokumentiert.

Parallel dazu beantwortet die Testfamilie im Rahmen von quali­tativen Interviews, Gruppendiskussionen und Onlinebefragun­gen regelmäßig Fragen zu ihrem persönlichen Wohn- und Wohl­fühlgefühl, um einen Bezug zu den quantitativen Messwerten herzustellen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitra­gen, die grundsätzliche Frage zu beantworten, was in Bezug auf zukünftige Wohnqualität wirklich wichtig ist und wie eine umweltverträgliche Wohnlösung konzipiert sein sollte, die sei­nen Bewohnern ein gesundes Raumklima und besten Wohnwert bei gleichzeitiger Minimierung des Ökologischen Fußabdrucks bietet.


Seit Februar 2013 ergänzt zudem ein Elektroauto das Wohnexperiment und erhöht die Eigennutzungsquote der solar gewonnenen elektrischen Energie. Zugleich fließen die Daten des Elektrofahrzeugs in das Monitoring der beteiligten Universitäten ein. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwieweit Null- oder Plusenergiegebäude in Verbindung mit Elektromobilität bereit für eine breite Nutzung sind.

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