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BBSR-Expertenpanel: Markt für Wohn- und Gewerbeimmobilien bleibt gespalten

(24.6.2013; Verlinkungen upgedatet am 10.5.2016.) Die Märkte für Wohn- und Gewerbeimmobilien prä­sentieren sich geradezu spiegelbildlich. Während Wohnungs­marktexperten von einer weiter steigenden Nachfrage ausge­hen, sind Büro- und Einzelhandelsprofis mit Blick auf Neubau, Nachfrage und Mietenentwicklung verhaltener. Das geht aus dem „Experten­panel Immobilienmarkt“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor. Anfang des Jahres hat das Forschungsinstitut 390 Branchenprofis aus den Bereichen Wohnen, Büro, Einzelhandel und Logistik zu ihren Erfahrungen und aktuellen Trenderwartungen befragt.

Die Rezession in der Eurozone und fortlebende Schuldenkrise lassen vor allem den Blick auf Baufinanzierungen im Büro- und Einzelhandelssektor nicht unbedingt optimistisch ausfallen. Je nach Lage differenzieren sich die Märkte immer weiter aus. Fast jeder zweite Einzel­handelsbefragte rechnet mit weiter steigender Flächennachfrage in den 1A-Cityla­gen. Vor allem das wahrgenommene Angebotsdefizit an Objekten bzw. Grundstücken beschäftigt hier die Wohnungs-, Handels- und Logistikakteure. Für die risikoreicheren einfachen Flächen in älteren Gebäuden bzw. Rand- und Nebenlagen erwarten Büro- und Einzelhandelsexperten dagegen steigende Leerstände. Diese Bestandsflächen wieder bis zur Marktfähigkeit zu modernisieren, ist den Branchenkennern zufolge ei­ne der wichtigsten Aufgaben – parallel zur Behebung der vorhandenen Knappheiten.

Wohnungsangebot wächst vielerorts nicht so schnell wie die Nachfrage

Angebotsüberhänge auf dem Wohnungsmarkt
Angebotsüberhänge auf dem Wohnungsmarkt (S.24) (Bild vergrößern)
 

Für den Wohnungsmarkt gehen die Experten dagegen nicht nur in Qualitätslagen von einer weiter steigenden Nachfrage aus. Mehr als zwei Drittel der befragten Immobilienprofis be­werten die Aussichten positiver als in der Vorbefragung im 2. Halbjahr 2012. Der Nachfragedruck ist hoch, weshalb rund 75% mit weiter steigenden Mieten rechnen. Kaum verwun­derlich also, dass unter den drei wichtigsten Herausforde­rungen für den Wohnungsmarkt die Schaffung bezahlbaren Wohnraums genannt wird. Marktanspannungen sehen die Ex­perten nicht nur in den Top-Standorten, sondern zunehmend auch in Universitätsstädten.

Branchenexperten zieht es in die Top-Immobilienmarktregionen

Weiterhin auf Wachstumskurs sehen die Branchenkenner die sieben Top-Immobilien­marktregionen in Deutschland. Mehr als vier von fünf Befragten bescheinigen diesen Regionen künftig einen Zugewinn an Attraktivität für die eigene Geschäftstätigkeit. Besonders positiv fällt die Gesamtbewertung für die Regionen Rhein-Main und Düssel­dorf-Köln-Bonn aus, nachdem zuletzt die Hauptstadt Berlin auf dem vordersten Platz rangierte. Unter den befragten Wohnungsakteuren hat sich Düsseldorf-Köln-Bonn auf den Spitzenplatz vorgearbeitet, während die Gewerbebranche München als den attraktivsten Markt sieht.

Das Expertenpanel Immobilienmarkt des BBSR bietet seit 2007 einen aktuellen Spiegel der Markteinschätzungen der Immobilienbranche. Ausgehend von der aktuellen Lage interessieren besonders die Erwartungen für die nahe Zukunft.

Die Auswertung der Befragung kann unter bbsr.bund.de > Themen > Wohnen/Immobilien abgerufen werden (direkter PDF-Download). Anfang Juli 2013 geht das Expertenpanel in die 12. Runde. Interessierte können sich beim BBSR unverbindlich für die Teilnahme registrieren und werden über den Start informiert.

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