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Neues EPLF-Merkblatt „Unterlagsmaterialien unter Laminatfußbodenelementen“

(29.8.2013) Der Verband der Europäischen Laminatfußboden­hersteller (EPLF) hat ein neues Merkblatt veröffentlicht: „Un­terlagsmaterialien unter Laminatfußbodenelementen - Prüf­normen und Kennzahlen“. Es erläutert die Testmethoden der neuen Technischen Spezifikation für Unterlagsmaterialien CEN/TS16354 und gibt Anweisungen und Hilfen zur richtigen Auswahl von Unterlagen unter Laminatböden bei unterschied­lichen Anwendungen.

  • Was ist beim Verlegen auf beheizten oder gekühlten Un­terböden zu beachten?
  • Wie muss eine Unterlage beschaffen sein, um verschie­denen Belastungen wie schweren Möbeln, rollenden Bü­rostühlen oder dem Aufprall von Gegenständen stand­zuhalten?
  • Wie hoch sollte die Trittschallminderung einer Verlege­unterlage mindestens sein?

Das EPLF-Merkblatt will Produzenten, Zulieferern, Planern, Handwerkern, dem Handel und interessierten Endverbrauchern nun die nötigen Informationen an die Hand geben. Ziel ist es, das „System Laminatboden“ - das heißt: die Kombination von Bodenbelag und Unterlage - sicherer, besser und komfortabler zu machen.

Die richtige Kombination macht's

Dr. Theo Smet, Obmann des Arbeitskreises Technik im EPLF, wünscht sich, dass das Merkblatt eine möglichst große Verbreitung findet: „Die Europäischen Laminatboden­hersteller liefern Produkte mit hoher Qualität. Da Laminatböden meist schwimmend verlegt werden, sind die Unterlagsmaterialien ein wichtiger Teil des Fußbodensys­tems - und geben bei Verlegefehlern oft Anlass für Reklamationen. Aber das lässt sich vermeiden. Mit den passenden Verlegeunterlagen wird das Laminatbodensystem im Ganzen optimiert und seine Lebensdauer erhöht. Das Ergebnis sind noch mehr zu­friedene Kunden, die noch länger Freude an ihren Laminatfußböden haben.“

Generell muss das gesamte Bodensystem, also die Kombination aus Laminatfußboden und Verlegeunterlage, die vom Anwender gewünschten Anforderungen erfüllen, sei es in der Wohnung oder im gewerblichen Bereich. Dabei spielen die konstruktiven Gege­benheiten des Bauwerkes und die vorhandene Unterbodenkonstruktion genauso eine Rolle wie die Nutzung des Bodens oder die akustischen Anforderungen.

Konkrete Mindestwerte und einfache Merkregeln

Das Merkblatt zeigt die gebräuchlichen Symbol-Kennzeichnungen, es erklärt, wofür die technischen Abkürzungen stehen und führt auf, mit welchen technischen Kennzahlen man die Leistungsfähigkeit und Dauerhaftigkeit einer Verlegeunterlage beurteilen kann. Daraus ergeben sich eindeutige Kriterien für die Wahl der passenden Unterlagsmateria­lien unter schwimmend verlegten Laminat-Fußböden. Konkrete Empfehlungen werden jeweils anhand von Mindestwerten sowie Werten für erhöhte Anforderungen gegeben. Farbig hervorgehobene „Je - desto“-Merkregeln liefern praktische Hilfen für die Bewer­tung.

Eigenschaften neu bewertet

Verlegeunterlagen haben im Allgemeinen eine Dicke von ≥ 2 mm. Bei hohen Bodenauf­bauten ist darauf zu achten, dass eventuell Türen oder andere Bauteile entsprechend angepasst werden müssen. Je dicker eine Verlegeunterlage ist, desto weicher ist sie meist. Daher sollte auf eine ausreichende mechanische Stabilität und einen entspre­chenden CS-Wert (Druckbeanspruchung / Compressive Strength) geachtet werden.

Im Vergleich zu früheren Bewertungen haben sich in der neuen Norm einige Ansätze geändert, erklärt Dr. Smet. In der Vergangenheit wurden Werte wie Dichte oder Dicke in der Qualitätsbeurteilung gern verallgemeinert, z.B. ...

  • „Hohe Dichte = gute mechanische Eigenschaften“ oder
  • „Hohe Dicke = gutes Trittschallverhalten“.

Neuere Untersuchungen zeigten jedoch, dass dies nicht immer zutrifft. So könne bei­spielsweise eine Verlegeunterlage aus Material A mit geringer Dichte erheblich druck­fester sein als eine aus Material B mit erheblich höherer Dichte. In der neuen CEN/TS 16354 werden solche Aspekte durch die Auswahl geeigneter Prüfmethoden berück­sichtigt. Und im vorliegenden Merkblatt lässt sich nachlesen, welche Anforderungen sich im Ergebnis für die Unterlagsmaterialien ergeben.

zur Erinnerung: CEN/TS 16354

Die Technische Spezifikation CEN/TS 16354 (Laminatböden - Unterlagsmaterialien - Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren) legt die Prüfverfahren zur Bestim­mung der technischen Eigenschaften von Unterlagsmaterialien unter Laminatböden fest. Sie macht Angaben zu Abmessungen, mechanischen und thermischen Eigen­schaften, Schall-, Brand- und Emissionsverhalten sowie Feuchteschutz und Alte­rungsbeständigkeit. Sie bezieht sich ausschließlich auf lose verlegte Unterlagsmate­rialien, nicht auf produktintegrierte Dämmmaterialien bei aufkaschierten Böden.

Das EPLF-Merkblatt „Unterlagsmaterialien unter Laminatfußbodenelementen - Prüfnormen und Kennzahlen“ gibt es in deutscher und englischer Sprache. Es kann unter eplf.com/de > Infos Laminat > Infomaterial heruntergeladen werden (direkter PDF-Download der deutschen Ausgabe).

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