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Multiroom-Verstärker im KNX-Netz als Audio-Zentrale für's gesamte Haus

(29.10.2013) Mit dem KNX Multiroom-AMP erweitert Jung die Möglichkeiten, Audio­steuerungen in das KNX-System einzubeziehen: Der Verstärker mit direktem KNX-An­schluss, der als Audio-Zentrale für das gesamte Haus dienen kann, verfügt über vier NF-Eingänge (Cinch) für Zuspieler wie HiFi-Anlagen, MP3- und DVD-Player sowie Com­puter. Je nach Ausführung routet er den Sound auf vier bzw. acht Stereo-Lautspre­cher-Ausgänge. So bedarf es bei einer vorhandenen KNX-Anlage nur noch einer Laut­sprecherverkabelung. Das Gerät wird als 19“ Einschubgehäuse geliefert.

Die Konfiguration eines solchen KNX-Audio-Verteilsystems beinhaltet den Multiroom-AMP, die KNX-Systemkomponenten und die zur Ansteuerung nötigen KNX-Sensoren. Die Audioverkabelung beinhaltet den Anschluss der Lautsprecher sowie der Quellen an den Multiroom-AMP. So kann z.B. das Jung Musik-Center als zentraler Zuspieler eingesetzt werden, um 4 (8) Zonen (Räume) zu beschallen. Die folgende Abbildung zeigt schematisch den vergleichsweise geringen Aufwand für eine 4-Zonensteuerung bei Verwendung einer Quelle:


Konfigurationsbeispiel mit einer Quelle (Jung Musik-Center) und 4 Audio-Zonen (Räumen). Zenrale Steuerung mit KNX Tastsensor-Modul 4fach, Steuerung von Lautstärke/Mute in jedem Raum über KNX-Drehsensor.

Planer, Installateure und Systemintegratoren stehen oft vor der Aufgabe, eine Au­dio-/Multiroomsteuerung zu einem Zeitpunkt zu erarbeiten, da der Bauherr noch nicht entschieden hat, welche Komponenten/Fabrikate für die Audio-Player, Receiver, Laut­sprecher etc. später zum Einsatz kommen sollen. Und bei der Planung von Eigentums­wohnungsanlagen steht in der Regel zum Zeitpunkt der Planung, oft auch noch wäh­rend der Installation, der Eigentümer noch nicht fest. Trotzdem muss eine Entschei­dung für ein Audioverteilsystem getroffen werden. Der Systemaufbau mit dem KNX Multiroom-AMP ist eine ideale Lösung. Der Nutzer kann später entscheiden, welche Audioquellen eingesetzt werden; auch die Auswahl der Lautsprecher erfolgt gemäß Design- und Qualitätsvorgaben des Kunden und wird der Einbausituation angepasst.

Einfache Programmierung und Inbetriebnahme

Die Steuerung ausschließlich über KNX-Datenpunkte erleichtert Installateuren und Systemintegratoren die Parametrierung und Inbetriebnahme. Eine Einbindung ins IP-Netzwerk ist nicht nötig. Die Programmierung des Multiroom-AMP erfolgt mit dem KNX-Programmier- und Inbetriebnahmetool ETS. Dabei sind die Kommunikationsobjekte für die Zonensteuerung der gewohnten Programmierung von KNX-Dimmern angelehnt.


Konfiguration für eine gewerbliche Anwendung. Innerhalb der ETS-Programmierung kann die Steuerung von Audiozonen über gemeinsame Gruppenadressen zusammengefasst werden.


Bedienung des Audiosys­tems über KNX Raumcon­troller OLED; siehe Nach­barbeitrag (vergrößern)
  

Pro Zone stehen Kommunikationsobjekte für die Funktionen Mute, Lautstärke relativ (4 bit) und Lautstärke absolut (1 byte) zur Verfügung. So lassen sich die Jung KNX-Tastsen­soren zur Steuerung der Zonen einsetzen. Für die Regelung der Lautstärke ist eine Drehbedienung gebräuchlich. Mit dem KNX-Drehsensor kann diese auch aus dem KNX heraus umge­setzt werden (drehen: lauter/leiser; drücken: Mute). Die Aus­wahl der Quellen erfolgt für jede Zone entweder über eine schritt­weise Weiterschaltung (1 bit) oder durch direkte Aus­wahl der Quelle (1 byte – Wert-Objekt). Für Mute/Lautstär­kewert/Quellenauswahl gibt es entsprechende Statusobjekte für Rück­meldezwecke. Für die zentrale Steuerung gibt es Funktionen wie Mastermute und Verstärkerboard EIN/AUS. Letztere Funktion erlaubt es, das Gerät in den Standby-Modus zu versetzen. Diese Energiesparfunktion lässt sich auch in die „Goodbye“-Szene der Haussteuerung einbinden.

Zusätzlich besteht über eine in die Frontblende des Gerätes integrierte Folientastatur die Möglichkeit der manuellen Bedienung. Die ist vor allem bei der Inbetriebnahme der Anlage hilfreich: Der Installateur kann die korrekte Installation der Anlage sowie die Funktion angeschlossener Komponenten bereits vor der Programmierung prüfen.

Nach oben keine Grenzen

Sind für die Bedienung der Anlage weitere Steuermöglichkeiten gewünscht, übernimmt dies der Jung Facility-Pilot Server. Er kann als reiner Visulisierungsserver eingesetzt werden, aber auch Steuer- und Vernetzungsaufgaben übernehmen, als Gateway zwi­schen KNX-Systemen fungieren oder als Bindeglied zu proprietären Systemen verwen­det werden. Über den integrierten HTML5-Visualisierungs-Server lassen sich z.B. mo­bile Endgeräte wie Smartphones und Tablets zu Steuerzwecken einbeziehen.


Die Bedienoberflächen für Mobilgeräte können mit Elementen der Jung GUI (Graphic User Interface) entsprechend den Anforderungen und Wünschen des Anwenders er­stellt werden.

Weitere Informationen zum KNX Multiroom-AMP können per E-Mail an Jung angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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