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Kupfer-Fake als Diebstahlschutz und Alternative zu echten Kupferdächern

(5.12.2013) „Metalldiebe stehlen Kupferdach von Kirchengebäude.“ Was klingt wie ei­ne lancierte Zeitungsente, wurde für eine Dubliner Kirchengemeinde und ihre „Church of the Guardian Angels“ bittere Wirklichkeit. Zwar wurde das Hauptdach des Gottes­hauses verschont, aber das deutlich leichter zu erreichende Dach eines direkt angren­zenden Bauteils fiel den Metalldieben zum Opfer.


Eine sofort aufgebrachte behelfsmäßige Notabdichtung sorgte zunächst für den not­wendigen Schutz vor Wind und Wetter. Für die anstehende Sanierung war seitens der Kirchenleitung guter Rat teuer. Immerhin bestand bei einer erneuten Deckung mit Kup­ferfalz die Gefahr, dass man die Langfingern direkt wieder einladen würde. Die passend Idee kam schließlich vom ausführenden Dachdecker: Statt eine Kupferstehfalzdeckung empfahl er die Verlegung einer hochwertigen Dachabdichtung in Kombination mit Steh­falzprofilen und einem abschließenden Anstrich mit richtiger Kupferfarbe.

Für die Kirchenleitung hatte dieser Lösungsansatz gleich drei Vorteile: die Dacheindeckung ist diebstahlsicher, die Kosten sind deutlich geringer als bei Kupferstehfalz und optisch ist der Unterschied kaum auszumachen. So wurde in relativ kur­zer Sanierungszeit das rund 120 m² große Dach mit Rhepanol fk abgedichtet. Dafür wurden die einzelnen Bahnen der PIB-Kunststoff-Dachbahn der Mannheimer FDT FlachdachTech­nologie GmbH & Co. KG direkt auf die Holzschalung der Kalt­dachkonstruktion verklebt. Auch die vorhandene innenliegen­de umlaufende Kastenrinne wurde komplett in Rhepanol fk ausgeführt.

Nach Fertigstellung der Abdichtungsarbeiten ordneten die Dachhandwerker entsprechend der Dachgeometrie die mate­rialhomogenen Stehfalzprofile auf der Dachfläche an. Die zwei Meter langen, grauen Profile sind zur Anpassung an die Gebäu­degeometrie flexibel eingestellt. Auf dem Dach lassen sie sich mit baustellenüblichen Werkzeugen schneiden oder trennen. Da das Stehfalzprofil mit einem integrierten Dichtrand ausge­stattet ist, benötigt man zur Verlegung weder Fremdenergie noch irgendwelche Kleber. Als hilfreich erwies sich zudem die Verwendung der passend auf das Profil abgestimmten Andrückrolle.

Abschließend wurde die gesamte Kunststoffdachfläche mit einer speziellen Rhepanol-Dachfarbe gestrichen. Dabei handelt es sich um eine Farbe, die auf der selben Roh­stoffbasis hergestellt wird wie die Dachabdichtungsbahn. Deshalb lässt sie sich ma­terialhomogen auftragen und wird zugleich unmittelbarer Teil der gesamten Abdich­tung. Dieser speziellen Rhepanol-Farbe wurden neben UV- und witterungsstabilisie­rende Zuschlagstoffe auch Kupferpartikel in hoher Konzentration beigemischt, die sich nach dem Austrocknen auf der Bahnenoberseite absetzen. Da sich der PIB-An­teil der Farbe sowohl mit der Bahn verbindet, wie auch an den Kupferpartikeln ver­krallt, sollten diese wetterfest auf der Dachfläche verbleiben. Gleichzeitig verwittert der helle Kupferanstrich zu einem weichen, kupferdachtypischen Bronzeton. Verein­zelt soll es sogar zur grünen Patinabildung kommen können.

Im Dubliner Vorort Blackrock zeigten sich die Verantwortlichen der Katholischen Kir­chengemeinde überaus beeindruckt von dem Ergebnis - und zwar so sehr, dass sie nach 12 Monaten auch das undicht gewordene 600 m² große Hauptdach der Kirche in gleicher Weise sanieren ließen.

Weitere Informationen zu „Kupferdächern“ aus Rhepanol fk können per E-Mail an FDT angefordert werden.

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