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Rathscheck verzichtet ganz auf Schieferromantik beim eigenen Büro- und Schulungsgebäude

(11.12.2013) Das neue Büro-, Schulungs- und Veranstaltungsgebäude von Rath­scheck Schiefer in Mayen-Katzenberg (siehe Google-Maps) präsentiert sich wie eine aus Schiefergestein herausgesägte Skulptur eines Bildhauers. Zudem prägen Glas und ein neues Fassadensystem den Kubus:


Das neue Büro-, Schulungs- und Veranstaltungsgebäude von Rathscheck Schiefer, einem der führenden Produzenten von Schiefer in Premiumqualität, setzt das Natur­produkt Schiefer mit moderner Architektur in bemerkenswerter Art und Weise in Sze­ne. Architekt Christian Berg vom Architekturbüro Thomas Koch erläutert, dass es dem Bauherrn bei dem Neubau nicht um eine virtuose Präsentation von Schieferdeckarten an Dach und Wand geht, sondern um die Inszenierung des faszinierenden Natursteins Schiefer. Und so sehen die Besucher das neue Gebäude als einen überdimensional gro­ßen Schieferblock, wie er unter Tage aus dem Berg gesägt sein könnte. Er ist geome­trisch geradlinig, mit Öffnungen und Einschnitten, mächtig, kantig, bruchrau und mit dem schiefertypischen seidigen Glanz:


Hat Rathscheck sich lange Zeit auf kleinformatige Schieferprodukte für Dach und Fas­sade konzentriert, entwickelt das Unternehmen seit einigen Jahren neben dem bisheri­gen Geschäftsfeld neue Produkte für weitere Einsatzbereiche. Im Vordergrund stehen Lösungen für eine moderne und zeitgemäße Architektur - dazu zählen u.a. ...

Ausgangsbasis für diese Schieferprodukte ist am Anfang im­mer der Schieferblock, wie er nach Millionen Jahren der Reife aus der Erde gewonnen wird. So ist das neue Bürogebäude im Sinne von „Corporate Architecture“ auch als Skulptur zu ver­stehen. Aus dem gedachten Schieferblock ist ein Innen­hof herausgeschnitten. Der Einschnitt an der Front dieses Blocks schafft einen geschützten Eingangsbereich. Die zu­sammenhängenden Fensterfronten sind konsequent flächen­eben wie ein lasergesteu­erter Diamantschnitt bis in die Ecken geführt (siehe auch Detail-Schnitt durch die At­tika). Kein Vordach, kein außen liegender Sonnenschutz, keine Regenrinne und keine Wandlampe unterläuft diese Kubatur:


Großflächige Schieferfassade

Auf die Frage, wie groß und wie anspruchsvoll eine Schiefer­fassade sein kann, will das Unternehmen kreativen Architek­ten neue Antworten geben. Mit wirtschaftlicher Naturstein­technik und den eigenen verfügbaren Schiefervorkommen kann Rathscheck heute Schieferplatten in vergleichsweise großen Abmessungen fertigen. Man entschied sich für ...

  • eine maximale Größe von 1 m² und
  • eine maximale Länge von 1,5 Metern.

Mit diesen Vorgaben entwarfen die Architekten eine Fassade im Wilden Verband und unsichtbarer Befestigung. Die „Symme­trische Deckung“ wurde an diesem Objekt mit 2 cm dicken und verschieden langen Platten aus InterSIN-Schiefer in den Basis­höhen 50 cm, 35 cm, 30 cm und 25 cm ausgeführt.

Hinterschnitttechnik für perfekte Oberflächen

Einen wichtigen Beitrag zur Flächenwirkung der Fassade leistet die für Schiefersteine 2012 erstmals vorgestellte Hinterschnitt­technik. Dabei wird in die Schieferplatte rückseitig eine 7 mm tiefe, hinterschnittene Sacklochbohrung eingearbeitet und da­rin der Hinterschnittanker frei von Spreizkräften formschlüssig eingesetzt. Diese Befestigungstechnik für Schieferplatten be­sitzt heute eine Europäische Technische Zulassung des DIBt, die nur für Rathscheck Schiefer gilt!

Für dieses Objekt wurde jeder Werkstein exakt nach Entwurf der Architekten konfektioniert und nach Werkskizze auf der Rückseite für den Einbau von Hinterschnittankern vorbereitet. Die unsichtbaren Befestigungen erlauben sehr anspruchsvolle, oberflächenbetonte Fassadengestaltungen. Schnörkellose, flä­cheneben integrierte Fensterbänder unterstützen im Kontrast diese Anmutung. So entstand ein Raumkörper wie ein Block, der so schiefertypisch wie nur denkbar erscheint.

Hightech hinter Schieferfassade

Zum neuen Gebäude gehört auch eine zeitgemäße Heiz- und Kühltechnik. Der massive Stahlbetonbau ist unter der hinterlüfteten Schieferfassade mit 16 cm dicker Mineral­wolle gedämmt (siehe auch Schnitt durch die Fassade). Beheizt wird das Bauwerk mit Hilfe von zwölf rund 100 Meter tiefen Erdwärmesonden. Ursprünglich wurde auch ge­prüft, ob es nicht möglich wäre, das Bauwerk mit dem ohnehin vorhandenen unterta­gigem Wasser des nahegelegenen Moselschiefer-Bergwerkes Katzenberg zu beheizen. Doch die über 700 Meter lange Zuleitung hätte zu viel Pumpenergie verbraucht und wäre zudem nicht stetig genug.


Zur Beheizung des Bauwerkes ist der Betonkern aktiviert. Eine Wärmepumpe erzeugt aus 10°C Erdwärme 35°C warmes Heizwasser. Dieses erwärmt die Betondecken auf etwa 20°C bis 24°C. Konvektoren mit einem integrierten Gebläse unter den Fenstern erlauben ergänzend zu diesem trägen System eine schnelle Reaktion auf spontane Wärmewünsche. Das gleiche Prinzip wird im Sommer umgekehrt zum Kühlen des Ob­jektes genutzt. Unterstütztr wird das System durch Dreischeiben-Sonnenschutzver­glasungen mit innenliegenden Jalousien.


Das neue Gebäude von Rathscheck am Firmenstandort in Mayen ersetzt mehrere al­te Bürogebäude und fasst nahezu alle Abteilungen des Unternehmens in einem Haus zusammen. Die Büros sowie die Schulungs- und Tagungsräume mit moderner Medien­technik verbessern die Kommunikation untereinander und bieten eine optimale Umge­bung zum Dialog mit Besuchern.

Weitere Informationen zu modernen Schieferfassaden können per E-Mail an Rathscheck angefordert werden.

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