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Luftschleieranlagen für bestes Kreuzfahrtklima in den Tropen wie am Polarkreis

(20.12.2013) Seit über 200 Jahren baut die Meyer Werft Schiffe in Papenburg. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Unternehmen weltweit einen exzellenten Ruf beim Bau von Spezialschiffen erworben. Auto- und Passagierfähren sowie RoRo-Schif­fe werden in Papenburg seit Jahrzehnten gefertigt. Das Schwesterunternehmen, die Neptun Werft in Rostock, baut Flusskreuzfahrtschiffe und ergänzt das Angebot. Gas­tanker runden das Portfolio ab. Bekannt ist das Unternehmen vor allem aber durch den Bau großer, moderner und anspruchsvoller Kreuzfahrtschiffe:


Drei der zehn weltweit größten Kreuzfahrtschiffe wurden in Papenburg gebaut. Die Werft beschäftigt heute mehr als 3.000 Menschen und gehört zu den größten Arbeit­gebern der Region. Die Auftragsbücher des privaten Familienunternehmens sind gefüllt und die Beschäftigung bis in das Jahr 2017 gesichert.

Wo das Besondere selbstverständlich ist

Mit einer Länge um die 320 Meter bieten die modernen Giganten der Meere auf bis zu 14 Decks rund 4.000 Passagieren Platz mit bemerkenswertem Komfort. Da ist an alles gedacht und es gibt auch schon einmal einen Klettergarten auf dem Oberdeck, Flächen mit echtem Rasen oder andere Besonderheiten, die man auf hoher See ei­gentlich nicht erwartet. Aber gerade das Besondere erwarten die Passagiere heute. Daher achten Reedereien auf alle Details, die den Aufenthalt auf ihren Schiffen at­traktiv machen.


Offene Türen bringen schwüle Tropenluft in den Passagierbereich

Ein Problem ergibt sich dabei aus den zahlreichen Türen, die den Außenbereich mit dem Schiffsinneren verbinden. Bei jedem Öffnen kommt es zu einem Luftaustausch: Entweder entweicht die aufwändig klimatisierte Raumluft und tauscht sich mit feucht­schwüler Tropenluft aus, oder es ist bei Reisen in kalten Regionen die eisige Polarluft, die den angenehmen Innentemperaturen zu schaffen macht - kein Wunder, wenn man die Menge des Luftvolumens eines solchen Schiffs betrachtet. So erstreckt sich allein die Eingangshalle eines Schiffsriesen auch schon mal über eine Höhe von sieben Decks. Außerdem tritt häufig ein hoher Winddruck auf, der die Außenluft nach innen treibt. Abgesehen von den Temperaturänderungen kommt es bei jedem Luftaustausch auch zu starken Zugerscheinungen.

Daher wünschte ein aktueller Auftraggeber für seinen Schiffsneubau die Ausstattung aller Außentüren entweder mit Windfang - oder dort, wo dies nicht möglich war, mit Luftschleieranlagen. Bei 18 Türen waren deshakb aus räumlichen Gründen insgesamt 21 Luftschleieranlagen erforderlich.


Gerrit Lehmann, projektverantwortlicher Ingenieur für Lüftungstechnik der Meyer Werft erläutert den weiteren Entscheidungsweg: „In Abstimmung aller Beteiligten fiel die Wahl für den Einbau mit ausreichender Montagehöhe oberhalb der Türen auf Teddington-Geräte der A-Serie in bewährter Lamellentechnik. An Türen ohne ausrei­chenden Platz für die Montage in der Decke hatten wir Luftschleieranlagen in seitli­cher Aufstellung vorgesehen. Da Teddington mit den Serien Delta und Ellipse kompak­te und gleichzeitig elegante Lösungen anbietet, hatten wir für diese Bereiche Design­anlagen vorgeschlagen. Der Kunde hat es jedoch vorgezogen, die Geräte voll in eine Verklei­dung zu integrieren. Da boten sich Luftschleieranlage der E-Serie mit Düsen­technik an.“

80% weniger Energie dank Düsentechnik

Die E-Serie mit der Düsentechnik benötigt bei gleicher Ab­schirmleistung bis zu 80% weniger Energie als herkömmliche Systeme mit konventioneller Luftführung. Bei dem patentier­ten System wird der Luftstrom in der Druckkammer kompri­miert und durch die Düse gleichmäßig über die gesamte Aus­blasbreite verteilt. Der Luftstrom wird über die konkaven Dü­senwangen derart beschleunigt, dass ein konzentrierter, in­duktionsarmer, gegen die Außenluft gerichteter Schleier ent­steht. Für die gleiche Wirkung wie bei einem konventionellen System wird deutlich weniger Luft und somit weniger Energie benötigt - siehe auch Baulinks-Beitrag „Luftschleier mit Dü­sentechnik amortisiert sich in kurzer Zeit“ vom 30.5.2006.

Modifikation nach Kundenerfordernis

Während die Anlagen für die seitliche Montage aus dem Stan­dardprogramm übernommen werden konnten, wurden die Ge­räte für die Deckenmontage in der Aufhängung modifiziert. Im Schiffbau gibt es durchgehende Decken mit Deckenschlusster­minen. Nach dem Deckenschluss kommt man an den Bereich oberhalb der Decke nicht mehr heran und kann keine Monta­gearbeiten mehr vornehmen. Hier war eine Sonderlösung ge­fragt, um den späteren Zugang problemlos zu gestalten. Als Steuerung wurden an vier Türen mit sechs Geräten gestufte Steuerungen des Modells TC3 installiert. Die restlichen Geräte erhielten mit dem Modell TC5 eine fünfstufige elektronische Luftmengensteuerung mit LCD-Display zur komfortablen Ein­stellung und Anzeige der Betriebszustände.

Weitere Informationen zu Luftschleieranlagen können per E-Mail an Teddington angefordert werden.

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