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Markt für Holzpellets in Deutschland wächst

(2.2.2014) Mit einer Produktion von 2,25 Mio. Tonnen hat Deutschland im Jahr 2013 seine führende internationale Position als Hersteller von Holzpellets gefestigt. Im ver­gangenen Jahr erfolgte ein Zuwachs an Pelletfeuerungen um mehr als 43.000 neue Öfen und Heizungen auf insgesamt knapp 322.000 Anlagen, meldet der Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV).


„Die effiziente, preiswerte und komfortable Art mit Pellets zu heizen, senkt Energie­kosten und spart Kohlendioxid (CO₂) ein. Der Heizungstausch ist angesichts des ge­genwärtigen Zinsniveaus eine attraktive Investition mit einer relativ kurzen Amorti­sationsdauer. Die Austauschrate muss jedoch deutlich erhöht werden, und dies wird vor allem über Anreize zu erreichen sein“, erklärt Martin Bentele, geschäftsführender Vorsitzender beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV). Für 2014 prognostiziert der DEPV eine Zunahme der einheimischen Pelletproduktion um 100.000 Tonnen auf 2,35 Mio. Tonnen sowie die Installation von 47.000 neuen Feuerungen.

Durchschnittlich kosteten Pellets im Vorjahr 273 Euro/Tonne. Die für den heimischen Energieträger ungewöhnlich große Preissteigerung von 15,7% gegenüber dem Vorjahr wird vom DEPV mit einer partiell schwierigen Versorgung mit Sägespänen begründet. Dennoch lässt sich ein Preisvorteil von rund. 35% gegenüber Heizöl feststellen. Zudem stellt der Bund Fördermittel über das Marktanreizprogramm für den Heizungstausch zur Verfügung, die eine attraktive Amortisationsdauer der Investition innerhalb von zehn Jahren erwarten lassen. „Damit die Energiewende am Wärmemarkt gelingt, müssen die mit dem Heizungstausch verbundenen Einsparmöglichkeiten dem Verbraucher besser erklärt werden“, betont der DEPV-Vorsitzende.

Produktion und Handel von Holzpellets in Deutschland

Bundesweit gibt es rund 60 Pelletwerke. Wie im Vorjahr wurden 2013 im dritten Quar­tal mit 583.000 Tonnen die meisten Pellets hergestellt. Die technisch mögliche Produk­tion (Produktionskapazität) ist 2013 auf 3,2 Mio. Tonnen erweitert worden. Hauptpro­duktionsgrundlage waren mit knapp 90 % Sägeresthölzer, also die in den Sägewerken anfallenden Späne und Hackschnitzel. „Pellets sind nicht nur ein effizienter, homoge­ner Energieträger. Mit einem Rohstoff, der als Koppelprodukt im Sägewerk anfällt, er­füllen sie Anforderungen einer Kaskadennutzung“, betont Bentele. Auch die Qualität liegt im Fokus der Branche. Über 90% der Holzpellets werden von ENplus-zertifizierten Herstellern produziert. Das dichte Händlernetz ermöglicht eine flächendeckende Ver­sorgung im ganzen Bundesgebiet.

  • Geliefert werden Pellets in Deutschland zu rund 80% in loser Form mit dem Tankwagen.
  • Sackware (Pellets in 15 kg-Säcken) wird mit 20% Verkaufsanteil insbesondere zur Verwendung in Pelletkaminöfen immer beliebter.

Ende 2013 beziffert der DEPV den Bestand an Pelletfeuerungen in Deutschland auf 321.500 Anlagen:

  • Davon machen den Großteil typische Heizkessel für Ein- und Zweifamilienhäuser (Leistung < 50 kW) aus, von denen rund 212.500 im Einsatz sind. Diese erzeu­gen zusammen 4.500 Gigawattstunden (GWh) Wärme, was etwa einem Pellet­verbrauch von 1,13 Mio. Tonnen entspricht (Verbrauch je Anlage 5,3 Tonnen).
  • Zudem gibt es rund 100.000 Pelletkaminöfen in deutschen Wohnzimmern (Wär­me­bereitstellung 265 GWh, Verbrauch: 0,8 Tonnen/Ofen).
  • Im Kommen sind größere Pelletfeuerungen (Leistung > 50 kW), von denen es rund 9.000 Anlagen in Deutschland gibt, die mehr als 3.000 GWh Wärme bereit­stellen. Ca. 35% der in Deutschland hergestellten Pellets werden bereits in grö­ßeren Anlagen genutzt (Verbrauch je Anlage: rund 90 Tonnen/Jahr).


„Da die Rahmenbedingungen für den Tausch einer alten Heizung mit einer neuen Pel­letfeuerung weiterhin attraktiv sind, gehen wir von einem kontinuierlichem Wachstum in den nächsten Jahren aus“, bekräftigt Bentele. Für 2014 sind das 47.000 neue Anla­gen:

  • 16.500 Öfen,
  • 29.000 Heizungen < 50 kW,
  • 1.500 Heizungen > 50 kW.

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