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Tageslicht-Award für das Rolex Learning Center in Lausanne und Schulhaus in Zürich

  • Velux Stiftung vergibt höchst dotierten Schweizer Architekturpreis

alle Fotos: Fotos auf dieser Seite: Alexander Jaquemet (Bild vergrößern)

(10.3.2014) Die Velux Stiftung hat in Zusammenarbeit mit dem Departement Architektur der ETH Zürich und dem Architektur­rat der Schweiz als neuem Partner zum vierten Mal den Tages­licht-Award vergeben:

  • Diesjähriger Gewinner des höchst dotierten Schweizer Architekturpreises ist das japanische Architekturbüro SANAA für das Rolex Learning Center in Lausanne (sie­he Google-Maps).
  • Ein Ehrenpreis geht an das Zürcher Schulhaus Leut­schenbach von Christian Kerez (siehe Google-Maps).

Die Velux Stiftung will mit dem 2007 lancierten Architektur­preis die Aufmerksamkeit für das Potenzial des Tageslichts beim Bauen verstärken. Mit einer Preissumme von insgesamt 120.000 CHF werden Bauwerke ausgezeichnet, bei denen na­türliches Licht gezielt als architektonisches Gestaltungsmittel genutzt und vorbildhaft zur Steigerung der Lebensqualität und Verbesserung der Ener­gieeffizienz eingesetzt wird. Eine renommierte internationale Ju­ry unter dem Vorsitz des Architekten und ETH-Professors Marc Angélil wählte aus 51 nominierten Objekten die Gewinner für die Preisverleihung im Kunsthaus Zürich aus.

Siegerpreis für das Rolex Learning Center der EPFL

Der mit 100.000 CHF dotierte Tageslicht-Award 2014 geht an die japanischen Archi­tekten Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa von SANAA Architects aus Tokio, die auch Pritzker-Preis-Träger sind.


Im von ihnen im Jahr 2010 gebauten Rolex Learning Center der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) spielt das Tageslicht innen wie außen eine tragende Rolle (siehe Google-Maps). Der radikale Versuch einer neuartigen Lernlandschaft präsentiert sich innen dank der Modulierung durch das Tageslicht quasi als begehbare Skulptur. Weil das Innere kaum unterteilt und das Äußere rundherum verglast ist, sind viele und ganz unterschiedliche Lichtsituationen gleichzeitig wahrnehmbar. Zudem scheint das an der Unterseite des Gebäudes reflektierte Licht das Learning Center schweben zu lassen:


Ehrenpreis für das Schulhaus Leutschenbach

Mit einem Ehrenpreis (dotiert mit 20.000 CHF) zeichnet die Velux Stiftung das Schulhaus Leutschenbach in Zürich aus (siehe Google-Maps). Das vom Schweizer Architekten Chris­tian Kerez konzipierte Gebäude ist laut Laudatio ein „überzeu­gendes Manifest des Zusammenspiels von Tageslicht, Archi­tektur und Konstruktion“. Die unterschiedlichen Verglasungen kreieren spezifische Lichtsituationen. Höhepunkt dieses Schul­turms ist die vierseitig verglaste Turnhalle auf dem Dach. Wer hier Sport treibt, hat das Gefühl, sich im Freien zu bewegen:

Sechs Objekte in der Endrunde

Bei der diesjährigen Durchführung des Tageslicht-Awards wurden die letzten sechs Objekte vor Ort besichtigt. Neben den beiden Preisträgern wurden in der Endrunde folgende Finalisten besucht:

  • Das Bildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbands in Gordola von Pia Durisch und Aldo Nolli, dessen Leichtigkeit, Kosteneffizienz und intelligente Lichtführung beeindruckte.
  • Die Fachhochschule Sihlhof in Zürich von Giuliani Hönger, die den engen städ­tischen Raum durch eine intelligente Raumausnutzung mit Hilfe des Lichthofs erschließt.
  • Das Stöckli in Balsthal von Pascal Flammer, das als „Manifest der Behaglichkeit“ zur Tageslicht-Kontemplation einlädt.
  • Das neue Tramdepot in Bern von Penzel Valier, dessen Lichtlösung ein Resultat des perfekten Zusammenspiels von Konstruktion und  Architektur ist.

Der Tageslicht-Award 2014 ist zudem Thema der entsprechenden Sonderbeilage der Architekturzeitschrift „Hochparterre“ (Ausgabe Nr. April /2014).

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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