Baulinks -> Redaktion  || < älter 2014/0456 jünger > >>|  

Deutscher Brückenbaupreis 2014 geht nach Thüringen und Bamberg

(10.3.2014; upgedatet am 15.9.2014) Die Eisenbahnbrücke über das Gänsebachtal bei Buttstädt in Thüringen in der Kate­gorie „Straßen- und Eisen­bahnbrücken“ und der Erba-Steg in Bamberg in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ sind die Gewinner des am 10. März vergebenen Deutschen Brücken­baupreises 2014. Geehrt wur­den in Dresden als maßgeblich verantwortliche Ingenieure ...

  • Prof. Dr.-Ing. Jörg Schlaich (Gänsebachtalbrücke) sowie
  • Dipl.-Ing Matthias Dietz und Dipl.-Ing. Johann Grad, der leider im vergangenen Jahr verstorben ist (Erba-Steg).
Gänsebachtalbrücke
Gänsebachtalbrücke bei Buttstädt in Thüringen (Bild vergrößern)

Die von Jörg Schlaich entworfene, 1.001 m lange Gänsebachtalbrücke verkörpert einen neuen Typ Eisenbahnbrücke. „Das technisch und ästhetisch perfekte Bauwerk“ fügt sich laut Laudatio „hervorragend in die Umgebung des flachen Gänsebachtals ein und ist dabei schlanker als alle bisherigen Betonbrücken der Eisenbahn“. Das gelang durch die bemerkenswerte Idee, das lange Bauwerk in insgesamt zehn Blöcke aufzu­teilen, die eigenständig alle Lasten und äußeren Einwirkungen in Längs- und Querrich­tung aufnehmen, so dass keine Kräfte durch das gesamte Bauwerk geleitet werden müssen.

Der Erba-Steg erhält den Deutschen Brückenbaupreis 2014, weil die Idee dieser Brü­cke für eine doppelte Nutzung nicht nur eine ausgesprochen nachhaltige Lösung ist, sondern auch die dafür entwickelte Konstruktion und der damit verbundene Wechsel des statischen Systems eine großartige Ingenieurleistung darstellt. „An ihrem endgül­tigen Standort fügt sich die Brücke nahezu perfekt in die Umgebung ein und setzt da­bei neue Maßstäbe für Eleganz, Leichtigkeit und Grazilität“, heißt es seitens der Jury:

Erba-Steg, Bamberg
Erba-Steg, Bamberg (Bild vergrößern)

Mit den Preisträgern erlebten rund 1.000 Gäste die feierliche Verleihung des Deut­schen Brückenbaupreises im Audimax der TU Dresden. Der Preis, den die Bundesinge­nieurkammer (BIngK) und der Verband Beratender Ingenieure VBI 2006 erstmals ver­liehen haben, wird in den Kategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sowie „Fuß- und Radwegbrücken“ vergeben. Neben dem Bauwerk werden jeweils die Ingenieure mit der Preisskulptur ausgezeichnet, deren schöpferische Leistung maßgeblich zur Entstehung des ausgezeichneten Bauwerks beigetragen hat.

Wettbewerbsdokumentation zum Deutschen Brückenbaupreis 2014
  

Zum Deutschen Brückenbaupreis 2014 waren 37 Bewerbungen eingegangen. Daraus hat die Jury je Kategorie drei Bauwerke nominiert und je ein Siegerbauwerk gekürt - siehe dazu Bau­links-Beitrag „Sechs Brücken für den Deutschen Brückenbau­preis 2014 nominiert“ vom 10.11.2013.

Update vom 15.9.2014: Inzwischen liegt auch die Dokumen­tation zum Brückenbaupreis 2014 vor.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Baulinks folgen auf...

Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Twitter-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Facebook-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das +1-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Anmeldung zum kosten­losen Bauletter:
Der Baulinks-Newsletter kann jeder­zeit leicht auch wieder ab­bestellt werden!

Relevante BauDates

Impressum (c) 1997-2016 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)