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Neue Varianten vom Illbruck Vorwandmontage-System

(9.4.2014; fensterbau/frontale-Bericht) Das 2012 von Trem­co Illbruck vorgestellte Vorwandmontage-System hat sich dem Vernehmen nach in den vergangenen zwei Jahren auf dem Fenstermarkt etabliert. In Nürnberg hat das Kölner Un­ternehmen nun neue Varianten vorgestellt. Jede erfüllt spe­zifische Anforderungen gängiger Einbaumethoden und ver­spricht bauphysikalische sowie statische Sicherheit.

Das Ziel des Illbruck Vorwandmontage-Systems ist die sta­tisch sichere, passivhaustaugliche und schalltechnisch op­timierte Montage von Fenstern in der Dämmebene vor der Wand. Wie es in Nürnberg hieß, ließ der Hersteller bei der Weiterentwicklung die Erfahrungen und Anregungen von Fenstermonteuren, Bauunter­nehmen und Planern einfließen. Das System besteht aus fünf spezialisierten Kompo­nenten:

  • Eine Zarge aus Recyclingwerkstoff (Purenit) bildet um die Fensteröffnung herum einen Rahmen, in den das Fenster wie in eine herkömmliche Maueröffnung einge­setzt werden kann. Von außen schließen dann Wärme­dämmung und/oder Vorsatzschale nahtlos an.
  • Ein Dämmkeil ergänzt die Zarge bei Bedarf um eine ge­rade Anschlusskante.
  • Für Luftdichtheit, Wärme- und Schallschutz sorgt dann das bekannte Multifunktions-Abdichtungsband Ill­bruck TP652 illmod trioplex+.
  • Der Illbruck SP520 Fassaden-Dichtstoff übernimmt die Schalldämmmung und soll bis zu 43 dB erreichen.
  • Speziell für die Anwendung im Illbruck Vorwandmontage-System entwickelt wur­de der Illbruck SP340 Soforthaft-Kleber, der die Zarge statisch mit der Wand verbindet und ganz allein die Lastabtragung übernimmt. Für anspruchsvolle Un­tergründe gehört außerdem der Illbruck AT140 Primer dazu.

Die Zarge kann ab sofort entsprechend dem Wandaufbau und seinen Anforderungen in drei Varianten mit sechs Ausladungen gewählt werden.

Systemtyp 1 mit 35 mm Tiefe für Fenster „halb im Mauerwerk, halb in der Dämmung“

Wenn die Einbaulage des Fensters zur Hälfte in der Dämmung und zur Hälfte in der Bauöffnung ist, wird die Befestigung besonders schwierig: Fenstermontageschrauben lassen sich nicht einsetzen, weil sie mit zu wenig Randabstand zur Außenkante der Rohbauöffnung eingeschraubt werden müssten. Metalllaschen bieten im Grunde zu wenig Steifigkeit, und für die Abdichtung bleibt meist nur eine ca. 4 cm breite Anla­gefläche. Passend für diese Situation gibt es die Illbruck PR011 Fenstermontage-Platte mit 35 mm Breite.


Die Fenstermontage-Platte „verbreitert“ die Laibung und bietet damit wieder einen idealen Rahmen für die Montage des Fensters. Die Fenstermontage-Platte im Zusam­menspiel mit der starken Haftung des Soforthaft-Klebers kompensieren die geringen Randabstände.

Systemtyp 2 mit 90 mm Tiefe für WDVS-Fassaden

Der Systemtyp 2 mit der Illbruck PR007 Fenstermontage-Zarge entspricht dem 2012 eingeführten Illbruck Vorwand­montage-System - siehe  fensterbau/frontale-Bericht „Mit Tremco illbrucks Vorwandmontage-System Fenster an die Wand kleben“ vom 30.3.2012. Die Zarge ist ein 90 mm brei­tes Dreikantprofil mit abgestumpften Kanten, das durch den Illbruck PR008 Dämmkeil ergänzt werden kann. Diese Ausfüh­rung hat sich besonders bei Fassaden mit Wärmedämmver­bundsystemen bewährt. Es seien bereits Tausende Meter da­von verbaut.

Systemtyp 3 mit 200 mm Tiefe für zweischaliges Verblendmauerwerk

Typ 3 des Illbruck Vorwandmontage-Systems eignet sich vor allem für Fenster in zweischaligen Konstruktionen, die dicht hinter der Außenschale platziert sind. Hier ist die Zarge L-förmig. Mit einer Auflagerfläche von 120 mm gegen die Mauer weist sie ein ideales Hebelverhältnis auf und sorgt damit für statische Sicherheit.


Den Illbruck PR010 Fenstermontage-Winkel gibt es abgestuft in 140 mm bis 200 mm Ausladung. Die Lastabtragung übernimmt der Kleber SP340. Die Sicherungsschrauben können aufgrund des großen Randabstands der breiten Auflagerfläche sicher gebohrt und befestigt werden. Ergänzend kann der Illbruck PR012 Dämmblock eingesetzt wer­den, um den Anschluss der Dämmung zu erleichtern und die Wärmedämmwerte zu verbessern.

Hintergrund: Die traditionelle Montage ist nicht gut genug

Den Anstoß für die Entwicklung des Illbruck Vorwandmontage-Systems gab die zu­nehmende Dicke der Dämmstärken vor den Fassaden, wodurch sich die richtige Lage des Fensters immer häufiger vor der Wand befindet. In dieser Position ist der Isother­menverlauf ideal. Nicht ideal ist hingegen die Befestigung der Fenster mit traditionel­len Methoden. Hier fehlt es oft an der nötigen Stabilität für schwere 3-fach verglas­te Fenster, an perfekter Wärmedämmung oder am Schallschutz. Außerdem bereiten hoch wärmedämmende Mauersteine mit dünnen Wandstärken oft Probleme beim Boh­ren, oder die Randabstände zum Bohrloch sind zu gering. Diese Probleme will das Ill­bruck Vorwandmontage-System durch seine besondere Klebebefestigung lösen. Der Illbruck SP340 Soforthaft-Kleber zieht in kurzer Zeit an und sorgt allein für die Last­abtragung. Statt weniger mm² bei Schrauben bieten die verklebten Zargen je Meter über 200 cm² Kontaktfläche und damit eine effiziente Befestigung. Aus rechtlichen Gründen sind zusätzliche, punktuell gesetzte Sicherungsschrauben vorgeschrieben. Diesen bieten die verschiedenen Systemtypen der Illbruck Fenstermontagezargen guten Halt von der ersten Minute an.

Alle Typen des Illbruck Vorwandmontage-Systems sind laut Anbieter von mehreren renommierten Instituten in 13 Einzelprüfungen und Kalkulationsrechnungen aller rele­vanten Eigenschaften (Praxistauglichkeit, Tragfähigkeit, Brand- und Schallschutz so­wie Luftdichtheit) geprüft. Damit kann tremco Illbruck für die verschiedenen Wand­baustoffe und Einbausituationen einen statischen Nachweis erbringen. Planer haben hier die Sicherheit eines kompletten Systems. Außerdem bekommen Verarbeiter-Be­triebe vom Hersteller eine detaillierte Einweisung; das gibt zusätzliche Sicherheit. Deutschlandweit gibt es zahlreiche qualifizierte Betriebe.

Weitere Informationen zum Vorwandmontage-System können per E-Mail an Tremco Illbruck angefordert werden.

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