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Interview: Essmann GmbH unter neuer Führung auf Wachstumskurs

Ralf Dahmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Essmann Group
Ralf Dahmer
  

(13.4.2014) Ralf Dahmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Essmann Group, hat klare Vorstellungen zur Weiterentwick­lung der Unternehmensgruppe. Seit Juli 2013 liegt sein Haupt­augenmerk auf der Neuausrichtung der Gruppe hin zu einem führenden Anbieter für modulare Produktsysteme in den Berei­chen Licht, Luft und Sicherheit. Dazu will er die Kernkompeten­zen der Gruppenunternehmen Essmann und STG-Beikirch noch stärker zusammenführen und gemeinsame Synergien nutzen. Welche Entwicklungen der Hersteller von Produkten und Sys­temlösungen für Belichtung, Be- und Entlüftung sowie Rauch- und Wärmeabzug aktuell und zukünftig außerdem verfolgt, er­klärt Ralf Dahmer im Interview.

Frage: Herr Dahmer, seit dem 1. Juli 2013 sind Sie als CEO gesamtverantwortlich für die Essmann Group. Wie bewerten Sie die ersten Monate und welche weiteren Ziele verfolgen Sie?

Ralf Dahmer: Zurückblickend auf die vergangenen Monate können wir trotz eines sehr schwierigen ersten Quartals mit dem Gesamtjahr 2013 sehr zufrieden sein. Wir legten im Vergleich zu 2012 sowohl im Umsatz als auch vor allem im Ergebnis deutlich zu. Auf Monatsbasis verzeichneten wir im Auftragseingang und im Auftragsbestand Rekorde. Dies führte dazu, dass wir massiv in den Ausbau der Fertigungskapazitäten investiert haben. Damit kommen wir zugleich unserem Ziel und gleichzeitigen Ansporn näher, die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern und unsere Verlässlichkeit als Partner noch besser als bisher unter Beweis zu stellen.

Dazu zählt neben den Investitionen in die Fertigungskapazitäten auch die Erhöhung des Servicegrades. Für unsere Partner und Kunden haben wir z.B. einen Online-Kon­figurator entwickelt, der alle aktuellen Lichtkuppel-Varianten, Aufsetzkränze, HDS-Systeme, Dachaus- und -einstiege sowie Anschlusstechniken beinhaltet. Unsere Kun­den bekommen mit der Auswahl eines Artikels sofort die passende Produktbeschrei­bung samt tagesaktueller Lieferzeit angezeigt. Gleichzeitig prüft der Konfigurator die Plausibilität der gewählten Komponenten. Mit dieser Lösung erhalten unsere Kunden eine schnelle und hundertprozentige Sicherheit bezüglich der technischen Möglichkei­ten, Lieferzeiten und Preise!

Der Konfigurator ist nur eine Neuerung. Zudem starten wir im Jahr 2014 mit einer um­fassenden Innovationsoffensive. Unser neues komplett thermisch getrenntes Licht­band setzt beispielsweise Maßstäbe in puncto Handling und Energieeffizienz. Neue Glasprodukte wie unsere Glaspyramide plus und die Echtglaskuppel Lichtkuppel com­fort plus befinden sich aktuell in der Markteinführung.

STG-Beikirch präsentierte auf der fensterbau/frontale in Nürnberg zudem eine hochin­novative Generation intelligenter Fensterantriebe, die hinsichtlich Geräuschentwick­lung und Energieeffizienz ebenfalls neue Maßstäbe setzt.

Insofern belegen wir schon in den ersten Monaten dieses Jahres, dass wir mit unse­ren Neuheiten und unserem Servicekonzept aktuelle Trends aufgenommen haben bzw. diese entscheidend mit prägen. Einhergehend mit der allgemeinen konjunkturellen Ent­wicklung schauen wir deshalb positiv eingestellt auf die nächsten Monate und in die nähere Zukunft.

Frage: Wie sehen Ihre Zukunftsstrategien aus, um sich auf dem starken Schwankungen unterliegenden Bausektor zu behaupten und sich gleichzeitig vom Wettbewerb zu differenzieren? Wo sehen Sie künftig besonders gute Wachstumsperspektiven für die von Ihnen adressierten Märkte?

Ralf Dahmer: Mit den Unternehmen Essmann und STG-Beikirch verfügt die Essmann Group über eine im Markt einzigartige Wertschöpfungs- und Servicekette. Unsere Kun­den profitieren von der Kombination unserer Kernkompetenzen im Bereich Lichtkuppel und Lichtband und der dazugehörigen Antriebs- und Steuerungstechnik. Abgerundet wird unser Kompetenzprofil durch eine eigene Serviceorganisation, die unseren Kunden noch mehr Sicherheit in der Zusammenarbeit bietet.

Darauf basierend haben wir unsere strategischen Ziele bis 2017 formuliert. Ein Fokus wird sein, dass wir uns zusätzlich zu den bisherigen Kernkompetenzen zu einem Sys­temanbieter weiterentwickeln wollen. Dazu gehören auch Zukunftsmärkte wie Rauch­schutz-Druck-Anlagen (RDA) in Treppenhäusern sowie die Energie- und Produktivi­tätsoptimierung der gesamten Gebäudehülle. Hierzu dürfen Sie in den nächsten Mona­ten noch einiges von Essmann und STG-Beikirch erwarten.

Frage: Vor dem Hintergrund der Diskussionen um Ressourcenschonung, Si­cherheit und ganzheitliches Denken und Handeln: Welchen Beitrag leistet das Unternehmen Essmann dazu?

Ralf Dahmer: Im Hinblick auf diese Aspekte haben wir aktuell auch unsere Compli­ance-Richtlinien angepasst. Unsere Prämisse besteht darin, unseren Kunden einen ein­deutigen Mehrwert zu bieten – sei es in Form von Produktvorteilen, Vorteilen bei der Handhabung oder in Form einer ganzheitlichen Beratung. Die Schnittstellenoptimierung im Prozess mit unseren Kunden zählt ebenso dazu wie der Beitrag zur Energieeffizienz, den unsere Produkte leisten müssen. Jede Neuentwicklung von Produkten oder Pro­zessen orientiert sich an den genannten Prinzipien und wird erst bei umfassender Be­rücksichtigung zur weiteren Bearbeitung freigegeben.

Die Faktoren Ressourcenschonung, Sicherheit und Ganzheitlichkeit werden bei uns auch schon in der Ausbildung in den jeweiligen Berufen thematisiert. Auf diese Weise lernen unsere jungen Mitarbeiter schon frühzeitig, über den Tellerrand hinauszublicken und ressourcenschonend zu handeln.

Obwohl diese Aspekte bereits unsere Unternehmensphilosophie bestimmen, haben wir sie in dem Projekt „Verschwendungsfreie Kernprozesse“ nochmals konkret beschrie­ben. Unsere Prozesse sind dadurch ressourcenschonend und wirken sich zugleich ef­fizienzsteigernd aus. Für uns das perfekte Beispiel dafür, dass Ressourcenschonung und Effizienzoptimierung gemeinsam und erfolgreich umgesetzt werden können.

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