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Licht- und Installationstechnik wieder auf Wachstumskurs


  

(22.4.2014; Light+Building-Bericht) Die auf der Messe Light + Building vertretenen Beleuchtungs- und Elektroinstallations­industrien erwarten nach einer Umsatzdelle im Jahr 2013 die Rückkehr auf den Wachstumspfad: „Von der Light + Building werden durch die dominierende LED-Technologie starke Impul­se für die Beleuchtungsindustrie ausgehen. Das nährt den Optimismus der Branche mitten im Wandel“, betonte Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des ZVEI-Fachver­bands Licht, in Frankfurt. „Für 2014 erwarten wir ein Umsatzplus bis zu fünf Prozent.“

Licht, Lampen, Leuchten

Die im ZVEI organisierte, mittelständisch geprägte Lichtindustrie machte 2013 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro - rund 5,8% weniger als 2012. Das Geschäft zog aber im zweiten Halbjahr 2013 merklich an und erreichte im Inland zum Jahresende ein Plus von 2,8%. Die Hersteller professioneller Beleuchtungs-Systemlösungen erzielten 2013 insgesamt ein Umsatzplus von 6,3%, im Inland sogar von gut zehn Prozent. Für die Branche kennzeichnend ist eine zunehmend international vernetzte Wertschöpfung. Dabei blieben die Produktion im Inland mit 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2013 und die Zahl der Mitarbeiter von rund 32.700 in etwa konstant.

Der Anteil der LED-Technologie am Umsatz in Deutschland von heute einem Viertel wird weiterhin stark wachsen. Bei Außenleuchten beträgt der LED-Anteil bereits jetzt fast 50%. „Das ist nicht zuletzt ein Ergebnis der ‚LED-Leitmarktinitiative‘, einer Koo­peration von ZVEI, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, der Finanzwirtschaft, der Forschung sowie mehreren Bundesministerien“, so Waldorf. Weltweit wird 2016 LED-Technologie einen Anteil an der Beleuchtung von 45% haben, 2020 von 70%, prognostiziert McKinsey.

Elektroinstallation, Gebäudesystemtechnik

Die Branche der elektrischen Gebäude-Installationstechnik rechnet im laufenden Jahr mit leichtem Wachstum von zwei bis drei Prozent. 2013 stagnierte ihr Umsatz bei 7,3 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon basiert auf Importen. Treiber der Installations­branche sind Gebäuderenovierungen und Modernisierungen. „Den weitaus größten An­teil am Umsatz hat zwar noch das konventionelle Basisgeschäft mit Stromversorgun­gen, Kabelmanagement, Steckern, Installationsausstattung“, berichtete Klaus Jung, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme. „Technologisch setzt die Branche jedoch zunehmend auf Gebäudeautomation und Smart Building.“ Dieses Segment der Installationstechnik verzeichnet seit über fünf Jahren eine jähr­liche Steigerungsrate von fünf Prozent. 2013 betrug der Umsatz-Anteil 150 Millionen Euro.

Die Produktion der Installationstechnik in Deutschland ist 2013 gegenüber dem Vor­jahr um knapp zwei Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Etwa die Hälfte davon ging in den Export. In der Branche arbeiten in Deutschland rund 50.000 Men­schen. „Diese Zahl hat sich über die Jahre kaum verändert“, so Jung.

Energieeffizienz steht im Fokus

Die Light + Building steht unter dem Leitsatz ‚Explore Technology for Life – die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird‘. Das Potenzial zum Energiesparen ist groß: 35 Milliarden kWh könnten nach neuesten Abschätzungen des ZVEI jährlich eingespart werden - allein durch energieeffiziente Beleuchtung in Handel, Gewerbe, Dienstleistun­gen, Industrie und Haushalten. Das entspricht umgerechnet 20 Millionen Tonnen nicht erzeugtem CO₂ pro Jahr. Hohe Effizienzpotenziale können außerdem mit bereits entwi­ckelter Technologie in Gebäuden gehoben werden. Die Elektroindustrie sieht in Ener­gieeffizienz die unverzichtbare zweite Säule der Energiewende neben der Erzeugung aus erneuerbaren Energien.

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