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Studie: Bauliche Vermögenswerte tragen mit 27 Billionen US Dollar zur Weltwirtschaft bei

The Global Built Asset Performance Index
The Global Built Asset Performance Index

(12.5.2014) Laut einer aktuell veröffentlichten Studie von Ar­cadis, einem globalen Planungs- und Beratungsunternehmen für natürliche Schutzgüter und bauliche Vermögenswerte, ge­nerierten 2013 bauliche Vermögenswerte Gesamteinnahmen in Höhe von 27,1 Billionen US Dollar. Der zugrundeliegende Built Asset Performance Index - als globaler Leistungsindex für bau­liche Vermögenswerte - zusammen mit dem CEBR (Centre for Economics and Business Research) entwickelt - untersucht die Wertschöpfung, die in 30 Ländern durch Gebäude, Infrastruk­tur und andere Anlagegegenstände generiert wird. Diese 30 Länder stellen zusammen 82% des weltweiten BIP dar.

Laut der Studie werden durchschnittlich 40% des globalen BIP von baulichen Vermögenswerten generiert. Dieser Anteil vari­iert in Abhängigkeit von der Reife bzw. dem Entwicklungsgrad der Wirtschaft des je­weiligen Landes. In Schwellenländern, die tendenziell abhängiger von der Industriepro­duktion sind, stieg der Prozentsatz des BIP aus baulichen Vermögenswerten auf 45%. Die abhängigsten Länder waren Mexiko und die Türkei, bei denen sich die Einnahmen aus baulichen Vermögenswerten auf mehr als 60% des BIP beliefen.

Industrieländer sind dagegen weniger von baulichen Vermögenswerten abhängig. Hier liegt der Durchschnitt bei 36% des BIP. Russland hängt mit nur 14% am wenigsten von baulichen Vermögenswerten ab. Der weitaus größte Anteil des Bruttoinlandspro­duktes ist dort auf Löhne und Gehälter, Einkünfte aus immateriellen Vermögenswerten und Einnahmen aus natürlichen Ressourcen zurückzuführen.

David Sparrow, Global Director Multinational Client Program bei Arcadis: „Bauliche Ver­mögenswerte wie z.B. Verkehrs(umschlags)knoten für Warenverkehr, produktive In­dustriezentren und qualitativ hochwertige Wohn- und Gewerbeimmobilien tragen alle positiv zur Wirtschaftsleistung eines Landes bei. Unser Bericht zeigt zum ersten Mal ein vollständiges Bild der wirtschaftlichen Leistung dieser Bereiche und bewertet, wie effektiv verschiedene Wirtschaftssysteme diese ihnen zur Verfügung stehenden bau­lichen Vermögenswerte nutzen.“

Insgesamt bezog China mit 6,9 Billionen US Dollar den in der Summe größten Beitrag zu einer nationalen Wertschöpfung aus baulichen Vermögenswerten. Prognostiziert wird ein Anstieg dieser Summe im Jahr 2014 auf 7,4 Billionen US Dollar. Obwohl die USA das größte Wirtschaftssystem der Welt sind, generierten die baulichen Vermö­genswerte in diesem Land mit 5,5 Billionen US Dollar weitaus weniger Wertschöpfung. Damit sind die USA aber Indien und Japan noch weit voraus, die auf den Plätzen drei und vier liegen.

Gesamtwertschöpfung aus baulichen Vermögenswerten

die 10 Spitzenreiter:

 1. China: 6,9 Billionen US$
 2. USA: 5,5 Billionen US$
 3. Indien: 2 Billionen US$
 4. Japan: 1,9 Billionen US$
 5. Deutschland: 1 Billion US$
 6. Mexiko: 990 Milliarden US$
 7. Frankreich: 818 Milliarden US$
 8. UK: 693 Milliarden US$
 9. Brasilien: 633 Milliarden US$
10. Türkei: 622 Milliarden US$

weitere ausgewählte Beispielländer:

12. Indonesien: 595 Milliarden US$
17. Russland: 347 Milliarden US$
28. Saudi Arabien: 106 Milliarden US$

Berechnung der Wertschöpfung aus baulichen Vermögenswerten pro Person

Unter den für die Studie analysierten Ländern generierten die Industrieländer im Jahr 2013 etwa 14.500 US Dollar pro Person aus baulichen Vermögenswerten. In Singapur liegt dieser Wert mit geschätzten 29.500 US Dollar pro Kopf weit über dem Durchschnitt. Die USA liegen dagegen mit durchschnittlich 4.000 US Dollar weit unter dem Mittelwert. In Schwellenländern wie z.B. Malaysia wurde die mittlere Wertschöpfung aus baulichen Vermögenswerten pro Kopf auf 5.100 US Dollar geschätzt.

Europa hinkt hinterher

Die Länder der Eurozone verfügen über das größte Vermögen an baulichen Vermögenswerten pro Kopf. Die Renditen sind jedoch niedrig, was teilweise auf einen höheren Anteil der Einnahmen und Erträge aus Dienstleistungen und anderen immateriellen Werten zurückzuführen ist, andererseits aber auch an der jüngsten wirtschaftlichen Stagnation und Überkapazitäten liegt. Großbritannien beispielsweise generiert im Vergleich mit anderen Industrieländern pro Kopf zwar weniger Wertschöpfung aus baulichen Vermögenswerten, erzielt jedoch daraus eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Rentabilität.

Leistungszunahme - auf diese Länder sollte man achten

Mit den größten Performancesteigerungen baulicher Vermögenswerte ist im nächsten Jahrzehnt in China, Indonesien und Saudi-Arabien zu rechnen. Es wird erwartet, dass der Wert der in China aus baulichen Vermögenswerten erwirtschafteten Leistung um 77% ansteigen wird, und zwar bis auf 12 Billionen US Dollar im Jahr 2022. In Indonesien und Saudi-Arabien wird ein Anstieg der Wertschöpfung aus baulichen Vermögenswerten um 65% beziehungsweise 70% erwartet.

Allgemein wird damit gerechnet, dass die Zuwächse in Volkswirtschaften mit niedrigerem Einkommen am höchsten ausfallen werden, da sich der wirtschaftliche Aufholprozess im nächsten Jahrzehnt fortsetzen wird. In den Industrieländern werden die Wertschöpfungsbeiträge aus baulichen Vermögenswerten um 21%, in Schwellenländern hingegen um 66% ansteigen.

Simon Rawlinson, Leiter Strategische Forschung und Insight bei Arcadis: „Unsere Befragungen und Analysen zeigen, dass sich Länder vielen unterschiedlichen Herausforderungen gegenübersehen, wenn es um die Maximierung der Leistung ihrer baulichen Vermögenswerte geht. Einige Länder managen ihre baulichen Vermögenswerte proaktiv, um sie in eine Pole-Position für weitere künftige Rentabilitätssteigerungen zu bringen. Andere Länder laufen Gefahr, notwendige Investitionen in ihre alternden baulichen Vermögenswerte zu versäumen, was zu einem langsamen Rückgang ihrer Wirtschaftskraft führen wird. Es bedarf einer klaren langfristigen Vision, um einen Grundstock baulicher Vermögenswerte zu schaffen und aufrecht zu erhalten, der die Umwelt nicht belastet, die Entfaltung der Menschen ermöglicht und wirtschaftliche Werte schafft.“

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