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Polizeiliche Kriminalstatistik 2013: Einbruchskriminalität ist ein Großstadtphänomen

(4.6.2014) Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und Innensenatoren der Länder, Nordrhein-Westfalens Innen­minister Ralf Jäger, haben heute die Polizeiliche Kriminalstatis­tik (PKS) für das Jahr 2013 vorgestellt. Demnach hat die Poli­zei wie bereits in den beiden Vorjahren auch 2013 knapp sechs Millionen Straftaten registriert - nämlich 5.961.662 Straftaten im Jahr 2013 nach 5.997.040 Straftaten Jahr davor. Die Auf­klärungsquote soll mit einem Wert von 54,5% auf dem Niveau des Vorjahres 2012 (54,4%) liegen.

Während Straftaten gegen das Leben (2.951 Fälle, -2,5%) und Gewaltkriminalität (184.847, -5,3%) rückläufig sind, wur­de von den Ministern der erneute Anstieg der Wohnungsein­bruchsdiebstähle (um 3,7% auf 149.500 Fälle) als besorgniserregend bezeichnet - zu­mal auch die Aufklärungsquote mit durchschnittlich 15,5% vergleichsweise gering ist. Wohnungseinbruchskriminalität ist in erster Linie ein Großstadtphänomen, in ländlichen Bereichen sind die Fallzahlen deutlich niedriger. So sind bezogen auf die Bevölkerung besonders betroffen ...

  • die Stadtstaaten,
  • großstädtische Räume sowie
  • die Regionen entlang der Autobahnen.

Die Grenzgebiete zu Polen, Tschechien, den Niederlanden und Frankreich sind weniger betroffen als die Großstädte. Gleichwohl hat die Polizei beim Wohnungseinbruchsdieb­stahl zunehmend mit länderübergreifend organisierten Banden aus Ost- und Südost­europa zu tun. Sie begehen bundesweit eine Vielzahl von Einbrüchen und Diebstählen. „Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern sollen deshalb noch umfassender zu­sammenarbeiten. Der Informationsaustausch muss noch enger werden“, betonte NRW-Innenminister Jäger bei der PKS-Vorstellung. „Wir Innenminister arbeiten daher an der Entwicklung eines bundesweit abgestimmten Konzeptes zur Bekämpfung mobiler Ein­brecherbanden.“

Computersabotage boomt

Cyberkriminalität, also diejenigen Straftaten, die unter Ausnutzung moderner Informa­tions- und Kommunikationstechnik begangen werden, ist aktuell ein flexibler, dynami­scher und anonymer Deliktsbereich: Für 2008 verzeichnete die PKS in Deutschland noch rund 38.000 Straftaten der Cyber-Kriminalität, 2012 waren es bereits 64.000 Fälle. 2013 sei diese Zahl weitgehend gleich geblieben (64.426 Fälle). Alarmierend sei aber die Entwicklung bei einzelnen Delikten, etwa der Computersabotage. „Die Fälle haben hier nach einem rasanten Anstieg im Jahr 2012 im Jahr 2013 erneut um 17,6% (12.766 Fälle) zugenommen,“ betonte der Bundesinnenminister Dr. Thomas de Mai­zière und ergänzte: „Gleichzeitig stagniert die Aufklärungsquote im Bereich der Cyber­kriminalität bei einem Wert von 25,3%. Bei Datenveränderung und Computersabotage sank die Aufklärungsquote sogar von 17,5% auf 9,2%. Hier spiegelt sich wider, dass die Strafverfolgungsbehörden den größten Teil dieser Straftaten keinem Täter mehr nachweisen können, da die digitalen Spuren nicht zuletzt auch wegen fehlender und unterschiedlicher Regelungen für eine Mindestspeicherungsfrist in den einzelnen Staa­ten von den Tätern erfolgreich verwischt werden können.“

Bund und Länder haben dem Vernehmen nach damit begonnen, ihre Kräfte für die Be­kämpfung zu bündeln und zentrale Ansprechstellen zur Beratung der Wirtschaft und Bürger bei ihren Polizeien eingerichtet. Auch das BKA habe Ermittler in einem neuen Cybercrime-Center zusammengefasst und baue seine Kompetenzen auf diesem Spe­zialgebiet weiter aus, hieß es in Berlin.

Übrigens: Diebstahlsdelikte (2.382.743 Fälle) machen wie in den Vorjahren mit 40% den größten Anteil an der Gesamtkriminalität aus, die Fallzahlen insgesamt stagnieren im Vergleich zum Vorjahr (leichter Anstieg um 0,1 %). Ähnliches zeichnet sich bei der Kfz-Kriminalität ab, hier gibt es eine geringfügige Steigerung um 0,5 % auf 37.427 Fäl­le im Vergleich zum Vorjahr.

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