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Wegebau im Müritz-Nationalpark mit aufbereiteten Naturprodukten

Wegebau im Müritz-Nationalpark aus aufbereiteten Naturprodukten
Foto: Nationalparkamt Müritz

(25.7.2014) Der Müritz-Nationalpark liegt auf halber Strecke zwischen Berlin und Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (sie­he Google-Maps). Auf eine Fläche von 322 km² zeigt der Na­tionalpark die landschaftliche Vielfalt der Mecklenburgischen Seenplatte - mit ausgedehnten Kiefern- und Buchenwälder sowie zahlreichen Mooren. Das Ostufer der Müritz, des größ­ten Sees in Norddeutschland, ist in einem 500 m breiten und 10 km langen Abschnitt Teil des Nationalparks, den jedes Jahr zwischen einer halben und einer Million Gäste erkunden. Um für sie und für die eigenen Mitarbeiter den Naturraum zu er­schließen, unterhält das Nationalparkamt Müritz ein verzeig­tes Netz von Rad- und Wanderwegen - hergestellt aus auf­bereiteten Naturprodukten und mineralischen Rohstoffen von Cemex.

„Seit 2005 liefern wir im Auftrag des Nationalparkamts jedes Jahr mineralische Rohstoffe für die Wegeinstandhaltung“, er­klärt Konrad Höppner, der Werkleiter der Cemex Kies Mecklen­burg-Strelitz GmbH in der Region Nord-Ost. Pro Saison produ­ziert das Kieswerk Neustrelitz-Steinwalde zwischen 2.000 und 4.000 Tonnen für den Neubau sowie die Erneuerung von Natio­nalparkwegen. Gefragt sind eine kombinierte Frostschutz- und Tragschicht der Korngruppe 0/45 mm für den Wegeunterbau, den die Mitarbeiter des Nationalparkamts auf das Planum auf­bringen. Den Wegeoberbau bildet eine speziell rezeptierte und kornabgestufte Deckschicht der Korngruppe 0/5 mm für die unversiegelte Oberflächenherstellung.

Zu den Anforderungen an die Gesteinskörnung für den Unterbau gehören eine ausrei­chende Tragfähigkeit, hinreichende Wasserdurchlässigkeit, Frostbeständigkeit sowie Filterstabilität. Ebenso hoch sind die Anforderungen an die Deckschicht. „Die Heraus­forderung bei dieser Deckschicht-Rezeptur sind die konträren Anforderungen an das Material. Einerseits muss eine hohe Scherfestigkeit sowie Verdichtbarkeit für einen guten Oberflächenschluss erreicht werden. Andererseits müssen wir die bindigen An­teile möglichst gering halten, um eine hohe Wasserdurchlässigkeit für den Wasserab­fluss zu gewährleisten. Beide Anforderungen haben zum Ziel, die ganzjährige Benut­zung der Wege für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten.“ sagt Andreas Klaus, stellvertretender Produktionsleiter Mineralische Rohstoffe der Region Nord-Ost.

Konrad Höppner ergänzt weiter: „Über allen spezifischen Materialanforderungen steht jedoch die Umweltverträglichkeit, also die Schadstofffreiheit des Baustoffes. Schließ­lich hat bei dieser offenen unversiegelten Bauweise die Erhaltung ökologisch wertvol­ler Wasserkreisläufe und Bodenfunktionen oberstes Gebot. Die mit dieser Bauweise einhergehende Wasserverdunstung verbessert unter anderem das bodennahe Klein­klima.“

Auch sollte sich die Deckschicht farblich harmonisch in die natürliche Umgebung ein­fügen. Deshalb setzt sich die Rezeptur aus verschiedenen gebrochenen und ungebro­chenen Natursteinen des Mecklenburger Sanders zusammen. Der Natursteinbrechsand für die Deckschicht wird im Kieswerk Neustrelitz-Steinwalde aus Mecklenburger Über­korn hergestellt. Anschließend wird diesem ein gewaschener und klassierter Mecklen­burger Natursand zugesetzt. Den letzten Produktionsschritt bildet das Homogenisie­ren der Rezeptur.

Nach Produktion der speziellen Baustoffgemische werden diese zeitnah eingebaut. Die Wegebauer des Nationalparkamts verwenden hierbei verschiedene Techniken. Zum Teil bringen sie die Baustoffe für den Unter- und Oberbau maschinell mit dem Fertiger oder Grader ein, an schwer erreichbaren Stellen auch von Hand.

Weitere Informationen zum Wegebau mit aufbereiteten Naturprodukten können per E-Mail an Cemex angefordert werden.

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