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Konkret: Moderner sechsgeschossiger Wohnungsbau in monolithischer Ziegelbauweise

(20.8.2014) Im Südosten Berlins lässt der Investor Integrator-Berlin aktuell im ersten Bauabschnitt 35 Wohneinheiten in monolithischer Ziegelbauweise in unmittelbarer Nä­he zum Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof errichten. Wesentlicher Wandbaustoff sind mit Dämmstoff gefüllte Poroton-Ziegel, bei denen sich ergänzende Wärmedämmmaßnahmen erübrigen.


Um möglichst flexibel auf die Wohnungsnachfrage reagieren zu können und die soziale Durchmischung zu fördern, bieten die Architekten viele Grundrissvarianten an. So sind die Wohnungen wie einzelne Bausteine konzipiert, die sich aufeinander stapeln und in­einander verschachteln - vergleichbar mit einem dreidimensionalen Tetris. Künftige Be­wohner können aus 13 Wohnungstypen zwischen 43 und 200 m² wählen. Das erfor­derte besondere Planung und einen geeigneten, eher kleinformatigen Wandbaustoff.

Wärmedämmputz oder mit Mineralwolle verfüllte Mauerziegel?

Im Zuge der energetischen Planung ließen sich die Architekten zunächst eine 36,5 cm starke Poroton-Wand mit Wärmedämmputz berechnen, um mehr Wohnfläche zu erhal­ten. Der Vergleich mit einer 42,5 cm starken Poroton-Wand mit mineralischem Putz er­gab jedoch, dass die Wohnfläche, die durch die geringfügig schlankere Wand gewon­nen würde, in keinem Verhältnis zum Aufwand für die Verarbeitung des Wärmedämm­putzes stehe. Aufgrund der Wirtschaftlichkeit entschieden sich die Architekten des­halb für den mit Mineralwolle verfüllten Poroton-S10-MW in der Wandstärke 42,5 cm mit der Festigkeitsklasse 8. Dieser Ziegel ist seit 2014 auch mit der Festigkeitsklasse 12 und einer charakteristischen Mauerwerksdruckfestigkeit fk von 5,0 MN/m² verfüg­bar.


Der mit Perlit gedämmte Jalousienkasten Roka-Lith-Shadow wurde entwickelt, um einen einheitlichen Putzgrund auch im Raffstore-Bereich zu ermöglichen und gleichzeitig Wärmebrücken zu minimieren. (Bild vergrößern)

Optimierter Schallschutz

Ein Großteil der 35 Wohneinheiten sind Maisonette-Typen, die über Laubengänge an der Straßenseite des Gebäudes erschlossen werden. Zu den barrierefreien Etagen­wohnungen gelangt man dagegen über die beiden Treppenhauskerne. So entstehen drei fast unabhängige, horizontal angeordnete Segmente. Im Abstand von 4,05 Me­tern ordneten die Planer jeweils eine in Querrichtung durchgehende tragende Woh­nungstrennwand an, die Lasten bis ins Fundament ableitet. Damit können die Grund­risse innerhalb dieser Achsen flexibel gestaltet werden.

Um den Wohnkomfort zu erhöhen, werden Wohnungstrenn­wände im 2., 4. und 5. Obergeschoss mit dem Planfüllziegel PFZ-T in der Stärke 24 cm  ausgebildet - bauseits geschoss­hoch mit Beton verfüllt (siehe Bild rechts). Sie haben sich als wirtschaftliche, statisch und schalltechnisch sichere Lösung für Wohnungs­trennwände erwiesen.

Mit den Planfüllziegeln wird für die Wohnungstrennwände der erhöhte Schallschutz nach DIN 4109:1989-11 Beiblatt 2 er­reicht. Der mit Beton verfüllte PFZ-T hat ein bewertetes Di­rekt-Schalldämmmaß Rw,R von 60,8 Dezibel. Um optimale Stoß­stellendämmmaße zu erreichen, werden alle Wohnungstrenn­wände über die halbe Wanddicke in die 42,5 cm starke Außen­wand eingebunden, bei den 30 cm starken Wandpfeilern sogar zu etwa zwei Dritteln. Auch der Außenwandziegel selbst trägt mit dem Direkt-Schalldämmmaß von 49,1 Dezibel zum notwen­digen Schutz gegen Außenlärm von 47 Dezibel bei.

Weitere Informationen zum mehrgeschossigen Wohnungsbau mit Ziegelmauerwerk können per E-Mail an Poroton angefordert werden.

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