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TÜV-Prüflabor für Hagelschlagprüfung als erstes durch die Schweiz anerkannt

(7.9.2014) Als erstes Prüflabor in Deutschland wurde das Kölner Produkt- und Solar­prüfzentrum des TÜV Rheinland von der schweizerischen Vereinigung Kantonaler Feu­erversicherungen VKF für die Durchführung von Hageltests anerkannt. Damit können Dach- und Fassadenbaustoffe ebenso wie Fenster, Jalousien, PV-Module und solar­thermische Kollektoren nach den vorgeschriebenen Hagelwiderstandsklassen 3 bis 5 geprüft werden. Die Klasse 5 ist die härteste Prüfkategorie und wird getestet mit Ha­gelkörnern, die ...

  • einen Durchmesser von 50 mm haben,
  • rund 57 g wiegen und
  • knapp 31 m/s schnell sind - das entspricht rund 110 km/h.

Die Anerkennung durch die VKF erfolgte erst nach einem umfassenden Zulassungsver­fahren, für das der TÜV Rheinland an einem Rundvergleich verschiedener Labore teil­nahm und insbesondere die Präzision der Prüfungen sowie deren Reproduzierbarkeit nachweisen musste. Dabei ist es unter anderem erforderlich, dass die verwendeten Eiskugeln ohne jeglichen Lufteinschluss und glasklar sind.


Juli 2013: 1,8 Mrd. Euro Schadenbilanz durch Hagel

Jörg Althaus, Experte des TÜV Rheinland und Geschäftsfeldleiter Solarenergie, erklär­te dazu: „Die Ergebnisse der Hagelprüfungen sind speziell in der Schweiz, aber auch in Österreich die Grundlage für die Versicherbarkeit von Gebäuden. Auch in Deutschland gewinnen Hageltests an Bedeutung. Denn Versicherer und Projektierer bestehen zu Recht zunehmend auf den Tests, da die Schäden durch Hagelstürme in den vergan­genen Jahren erheblich zugenommen haben.“ Beispiel 2013: Nach Angaben der deut­schen Versicherer haben allein die heftigen Hagelstürme Ende Juli 2013 mit Hagelkör­nern so groß wie Golfbälle in Nord- und Süddeutschland 460.000 Schäden an Wohn­gebäuden hinterlassen. Schadenbilanz: 1,8 Milliarden Euro. Nach Ansicht der Exper­ten sei wegen solcher Ereignisse davon auszugehen, dass die Bedeutung von Hagel­tests künftig noch zunehmen wird. Althaus: „Schon in der Produktentwicklung geben die Hagelprüfungen sinnvoll Hinweise auf die Belastbarkeit und somit die Marktfähig­keit von Bauelementen.“

Der Teststand von TÜV Rheinland ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) anerkannt. Neben den Prüfanforderungen für Gebäudeteile können die Fachleute auch weitere Testanforderungen für Solarmodule erfüllen: Photovoltaik-Module zur Stromer­zeugung und solarthermische Kollektoren können auf dem Prüfstand von TÜV Rhein­land nach IEC 61215 (Bauartprüfung Photovoltaikmodule) beziehungsweise EN ISO 9806 (Prüfverfahren für Solarkollektoren) bei einer Geschwindigkeit von 30,7 Metern pro Sekunde mit maximal 45 Millimeter großen Hagelkörnern beschossen werden. Wie bisher bieten die Experten den Test mit Hagelkörnern bei 25 mm (23 m/s Geschwindig­keit) und 35 mm (27,2 m/s) an.

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