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Matt, schwarz, leise: Schallschutz im kriegerischen Museumsumbau à la Heradesign

(18.12.2014) Tonnenschwere Haubitzen, hundert Jahre alte Gewehre, getragene Originaluniformen des britischen Militärs und zerschossene Straßenschilder als Zeitzeugen der beiden Weltkriege - das alles zeigt das Imperial War Museum (IWM) in London, das zu den bedeutendsten Kriegsmuseen der Welt zählt (siehe Google-Maps und/oder Bing-Vogelperspektive). Entsprechend viel Geld - nämlich 40 Mio. Pfund, knapp über 50 Mio. Euro - investierte das Museum im Herbst 2012 für den Bau neuer Ausstellungsräume, die Prince William am 17. Juli 2014 feierlich eröffnete.

Vor der Eröffnung mussten die Architekten des britischen Ar­chitekturbüros Wilson Mason LLP einige Hürden meistern, vor allem die Akustik des größer werdenden Museums kontrollie­ren. Denn die neuen Ausstellungsflächen, das Café und die Galerien im Obergeschoss sollten sich allesamt zum großen tageslichtdurchfluteten Atrium hin öffnen. Ohne clevere Akustiklösung an den Decken, das wussten die Architekten, würden die Geräusche der Besucher, Kuratorführungen und der vielen interaktiven Darstellungen unkontrolliert ins Atrium gelenkt, wo sie sich schließlich zu einer störenden Kakophonie aufschaukeln könnten. Eine solche akusti­sche Umgebung würde bei Besuchern schnell zu Genervtheit und Unmut führen und den Museumsbesuch unnötig anstrengend machen. 



„Wir wollten eine monolithische Decke mit akustischen Eigenschaften“

Um das Museum zu einem akustisch angenehmen Ort zu ma­chen, begann Clive Semark von ITC Concepts, Leiter des In­nenausbaus, mit der Suche nach geeigneten Akustikplatten. „Wir wollten eine monolithische Decke mit akustischen Eigen­schaften haben“, erklärt Semark und entschied sich Holzwolle-Akustikplatten von Heradesign vom Typ fine wegen ...

  • der freien Farbwahl,
  • hohen Schallabsorptionswerten sowie
  • dem vergleichsweise geringen Aufwand bei der Montage.

Holzwolle-Akustikplatten verbessern Sprachqualität

Obwohl die einlagigen, magnesitgebundenen Holzwolle-Akustik­platten mit einer Faserbreite von 2 mm nur zwischen 15 und 35 mm  stark sind, erreichen sie mit einem Schallabsorptions­grad von αw=0,90 Schallabsorptionsklasse A. Die Akustikplat­ten absorbieren damit Geräusche so effektiv, dass in den Aus­stellungsräumen ein akustisch angenehmes Ambiente entsteht und Gespräche selbst bei hohem Besucheraufkommen in Zim­merlautstärke möglich sind. „Die Akustikelemente senken den Pegel eines Ausgangs­signals innerhalb von 0,4 Sekunden um 60 Dezibel“, erklärt Andreas Blümel, Leiter Pro­duktmanagement bei Hera­design. „Dadurch verbessert sich die Sprachqualität im Raum spürbar.“


Insgesamt 3.600 m² Holzwolle-Akustikplatten wurden verteilt über vier Geschosse in den neuen Ausstellungsräumen instal­liert. Die Akustiklösung kommt unter anderem in der neuen Ga­lerie zum Einsatz, wo Gemälde und Fotos die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus Perspektive des britischen Militärs und der britischen Gesellschaft zeigen. Der Trockenbauer hat die Platten direkt auf eine Metall-Unterkonstruktion geschraubt und um die vielen freiliegenden Installationen der Haustechnik herum angepasst.

Die Akustikelemente sind in den gängigen Formaten zwischen 600 x 600 und 1.250 x 625 mm verfügbar und lassen sich pro­blemlos mit Stichsägen, Oberfräsen oder einem Fuchsschwanz auf die gewünschte Größe und Form zurechtschneiden. Alter­nativ zur Direktmontage auf den Untergrund lassen sich die Platten auch auf Holzkonstruktionen oder CD-Profile montieren. Die Schrauben überstreicht der Monteur anschließend mit der mitgelieferten Farbe im gewünschten RAL-Farbton und macht sie so unsichtbar. Damit entsteht ein monolithi­scher Eindruck von einem Material aus einem Guss.


Mattes Schwarz lenkt Aufmerksamkeit auf Exponate

Bei der Farbauswahl entschieden sich die Architekten für ein schlichtes, mattes Schwarz. Installationsleitungen, Lampen und Lüftungsschächte sind auch in schwarz gehalten, so dass die Decke recht ruhig wirkt und die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Exponate lenkt.

Ein weiterer Vorteil: In Mattschwarz sind die Holzwolle-Akustikplatten vollkommen re­flexionsfrei und lenken kein Licht ungewollt auf die Ausstellungsstücke oder Infomoni­tore. Der Besucher kann die Exponate völlig entspannt und ohne störende Reflexionen genießen.


Zur Erinnerung: Nicht nur optisch und akustisch sondern auch in puncto Nachhaltig­keit setzen die Holzwolle-Akustikplatten fine ein Zeichen: Die gemeinnützige Nichtre­gierungsorganisation Forest Stewarship Council (FSC) bestätigt mit ihrem FSC-Siegel, dass das verwendete Holz ausschließlich aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt.

Weitere Informationen zu Holzwolle-Akustikplatten können per E-Mail an Heradesign angefordert werden.

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