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DGfM stellt neue Studien vor und fordert 300.000 neue Wohneinheiten jährlich

(15.2.2015) Seit 2007 werden in Deutschland zu wenige Wohnungen gebaut. Die da­raus resultierende Wohnraumknappheit wird ein zunehmend sensibles Problem für die Politik von Bund, Ländern und Kommunen. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) auf der BAU in München drei neue Studien vorgestellt.

Laut Pestel-Institut fehlen speziell in den Ballungszentren und Hochschulstädten heute rund 500.000 Wohneinheiten. Außer­dem würde insbesondere durch die hohen Zuwanderungsraten ein jährlicher Wohnungsneubau von mindestens 250.000 Woh­nungseinheiten benötigt. Wollte man den Defizitbestand in den nächsten zehn Jahren abbauen und gleichzeitig den ak­tuellen Neubedarf abdecken, müssten laut Pestel-Institut ab sofort jährlich rund 300.000 Wohneinheiten neu gebaut wer­den. Das betreffe insbesondere bezahlbare Mietwohnungsbau­ten für mittlere Einkommensgruppen und die Errichtung neuer Mietsozialwohnungen.

 „Zuletzt wurden bundesweit nur 12.000 neue Mietsozialwohnungen pro Jahr gebaut, gleichzeitig fallen aber jährlich rund 70.000 bis zu 100.000 Wohnungseinheiten aus der Sozialbindung heraus. Somit brauchen wir schon eine drastische Erhöhung der Bauzahlen, um wenigstens den aktuellen Stand zu halten“, forderte Dipl.-Ök. Matthi­as Günther, Vorstand des Pestel-Instituts. Dazu müsse eine Verbesserung der Rah­menbedingungen geschaffen werden - z.B. durch ...

  • die Anpassung der Abschreibungssätze an den realen Werteverlust,
  • einen zumindest temporären steuerlichen Anreiz für bezahlbaren Mietwohnungs­bau sowie
  • die Bereitstellung von Baugrundstücken durch die Kommunen.

Mauerwerk kostengünstiger als andere Bauweisen

Dass die Auswahl von Baustoffen und Bauweisen für das kos­tengünstige Bauen eine Rolle spielt, macht eine Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen aus Kiel deut­lich: Dazu wurde u.a. ein Vergleich der Herstellungskosten für Wandkonstruktionen unterschiedlicher Bauformen vorgenom­men. Es stellte sich auf der Basis von mehr als 400 ausgewer­teten Objekten heraus, dass Mauerwerk großes Potenzial hin­sichtlich der Wirtschaftlichkeit aufweise: „Im Medianwert fal­len die Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche mit Wand­konstruktionen aus Mauerwerk im Vergleich zu Beton 2 bis 3,8 Prozent günstiger und zum Holzbau mit 4,7 bis 6 Prozent deutlich niedriger aus“, fasste ARGE-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dietmar Walberg die Ergebnisse des Vergleichs zusammen.

Nachhaltigkeit während des Lebenszyklus

Neben Kostenvorteilen soll Mauerwerk auch hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit überzeugen. Das verdeutlichen die Ergebnisse neuer Studien des Instituts für Massivbau (IfM) an der TU Darmstadt, die Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner in Mün­chen vorgestellt hat: „Wir haben unsere Untersuchungen auf Basis der im Auftrag von Bundesregierung und DGNB entwickel­ten Bewertungssysteme für das nachhaltige Bauen vorgenom­men, um größtmögliche Neutralität zu gewährleisten“, erklärte Prof. Graubner gleich zu Beginn. „Es hat sich in der aktuellen Studie zur Nachhaltigkeit von Mehrfamilienhäusern gezeigt, dass die Wände aus Mauerwerk in allen Wirkungsindikatoren durchgängig bessere ökobilanzielle Ergebnisse erzielen als die Wandkonstruktionen der Vergleichsvariante aus Stahlbeton“. Für alle in der Baupraxis üblichen Wandkonstruktionen aus Zie­geln, Kalksandstein, Porenbeton oder Leichtbeton könnte die hohe Nachhaltigkeits­qualität von Mehrfamilienhäusern aus Mauerwerk objektiv und transparent dokumen­tiert werden.

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