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6,84 Mrd. Euro: Rekordumsatz im GaLaBau

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL)
  

(22.2.2015) Die GaLaBau-Branche erwirtschaftete 2014 einen Jahresumsatz von 6,84 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Wachstumsplus von knapp 8 Prozent. „Für die Ga­LaBau-Branche war 2014 ein besonders erfolgreiches Jahr“, betont August Forster, Präsident des Bundesverbandes Gar­ten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). „Die neue Best­marke spiegelt den unveränderten Trend zum Bauen mit Grün wider, der auch im vergangenen Jahr nicht nachgelassen hat. Somit bestätigt der erneute Rekordumsatz, dass sich Grün als Symbol für das gute Leben in der Bevölkerung etabliert hat“, fügt Forster an. Hinzu komme, dass die GaLaBau-Betriebe zwölf Monate ohne witterungsbedingten Arbeits­ausfall arbeiten konnten.

Beschäftigtenzahl im GaLaBau steigt auf fast 110.000

Das aktuelle Rekordergebnis erzielten die 16.669 Fachbetriebe mit insgesamt 109.267 Beschäftigten. Damit stieg 2014 die Zahl der Fachbetriebe gegenüber dem Vorjahr um 0,89%. Bei der Beschäftigtenzahl konnte ein Anstieg um 5,52% verzeichnet werden. Auch bei der Insolvenzquote der Branche ist die Entwicklung weiterhin positiv und lag bei einem Wert von 0,58 Prozent. Bei den über 3.515 Mitgliedsbetrieben des BGL lag die Insolvenzquote im vergangenen Jahr mit 0,37 Prozent wieder unter dem Vorjahres­wert - und unter dem Wert der Nichtmitgliedsbetriebe.

Marktanteil im Privatgarten-Bereich wächst auf fast 60 Prozent

Umsatztreiber der GaLaBau-Branche ist weiterhin das Privatkundensegment. Hier konnten die GaLaBau-Betriebe in 2014 erneut ein signifikantes Wachstum verbuchen. So stieg der Anteil des Privatgartenbereichs am Gesamtumsatz auf knapp 60% auf 4,05 Mrd. Euro und übertrifft damit das Vorjahresergebnis 3,56 Mrd. Euro um knapp 500 Mio. Euro. „Die Privatkunden bleiben weiterhin mit Abstand der stärkste Umsatz­treiber der Branche. Wir beobachten seit einiger Zeit ein erhöhtes Investitionsbe­wusstsein für hochwertige Materialien bei den Kunden“, erläutert Forster. So bestell­ten Privatkunden u.a. vermehrt teure Betonwaren oder Natursteine in ausgefallenen, großen Formaten. Aber auch die Technik im Garten gewinne immer mehr an Bedeu­tung, indem Installationen für die Beleuchtung, Beregnung, aber auch die Automati­sierung der Rasenpflege zunehmend nachgefragt würden.

Die restlichen gut 40% teilen sich folgendermaßen auf:

  • Im Gegensatz zum Privatkundenbereich blieb der Umsatz im Segment des öf­fentlichen Grüns in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatzanteil lag 2014 mit 17,4% unter dem Vorjahreswert (2013: 17,7%), real stieg der Umsatz jedoch leicht von 1,12 Mrd. Euro auf 1,19 Mrd. Euro in Jahr 2014.
  • Der Wohnungsbau machte 2014 einen Anteil von 9,26% (2013: 11%) aus.
  • Die Industrie lag mit 5,5% einen halben Prozentpunkt unter dem Wert von 2013 (6,1 Prozent).
  • Bei den Generalunternehmern wurde mit 4,9 Prozent gegenüber 2013 (4,6 Pro­zent) ein leichtes Umsatzplus verzeichnet.
  • Sonstige lagen bei 3,7 Prozent (2013: 4,3 Prozent).

„Obwohl wir im vergangenen Jahr im Privatkundenbereich wiederholt ein Umsatz­wachstum erzielt haben, sehen wir für die Zukunft im Bereich des öffentlichen und gewerblichen Grün ein ebenfalls großes Umsatzpotential. Angesichts der großen He­rausforderungen, denen sich die Städte in der Zukunft ausgesetzt sehen, wird auch eine nachhaltige Stadtentwicklung mit lebendiger Vegetation immer wichtiger. Beson­ders bei städtebaulichen Maßnahmen mit lebendigem Grün wird deshalb die Nachfrage für landschaftsgärtnerisch geprägte Dienstleistungen und Know-how zunehmen“, ist August Forster überzeugt, der in diesem Zusammenhang auch auf die jüngste Ent­scheidung von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks verweist, die für die Städ­tebauförderung 2015 plant, besonders das Thema „Grün in der Stadt“' stärker zu be­rücksichtigen. „Ein Erfolg, der auch auf die Charta Zukunft Stadt und Grün zurückzu­führen ist, die, getragen von mittlerweile über 40 Unterzeichnern aus Wirtschaft und Gesellschaft, das Potenzial und den Nutzen von urbanem Grün aufzeigt“, so Forster.

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