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Colored Concrete Works Award 2015 geht an Akihisa Hirata

(1.3.2015) Lanxess hat am 26. Februar 2015 in Berlin zum zweiten Mal den Colored Concrete Works Award an einen Architekten verliehen, der mit farbigem Beton Ak­zente gesetzt hat. Der Preis ging an Akihisa Hirata für seinen Entwurf des im März 2010 fertiggestellten Apartmentkomplexes „Alp“ in Akabane-Nishi, Tokio/Japan (siehe Google-Maps). Für das Bauprojekt kamen insgesamt 425 m³ eingefärbter Beton zum Einsatz. Für den gewünschten Holzkohle-Farbton sorgten Eisenoxid-Schwarzpigmente vom Typ Bay­ferrox 4330/3.


Siegerprojekt „Alp“; Foto: Toshiyuki Yano (Bild vergrößern)

Ende 2014 hatte die Lanxess Business Unit Inorganic Pigments (IPG) den Award welt­weit ausgeschrieben. Aus den Einreichungen wählte die Jury das Projekt „Alp“ aus, da es hinsichtlich Farbwahl, Funktionalität und Bedeutung überzeugte. Sie würdigte bei dem Apartmentkomplex den Ausdruck einer tief verstandenen Beziehung zwischen Na­türlichem und Artifiziellem sowie die harmonische Einbindung in die urbane Umgebung.

Jörg Hellwig, Leiter des Geschäftsbereichs Inorganic Pigments bei Lanxess, überreich­te den aus eingefärbtem Beton gestalteten Preis im Berliner Büro des Spezialchemie-Konzerns:


v.r.n.l.: Akihisa Hirata mit Dr. Herlind Gundelach, stellvertredende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kulter und Medien, sowie Jörg Hellwig; Foto: Lanxess (Bild vergrößern)

In seiner Laudatio hob Hellwig hervor: „Unsere an Architekten und Planer gerichtete Initiative ‚Colored Concrete Works‘ zielt darauf ab, die Schönheit und Ästhetik von Be­ton in den Mittelpunkt zu rücken. Das holzkohlefarbene Bauwerk in Japan, das wir in diesem Jahr mit unserem Award auszeichnen, ist ein Paradebeispiel dafür, wie perfekt sich Beton an das Landschaftsbild anpasst und ihm als Baumaterial eine neue Aus­drucksform verliehen werden kann.“

Mit den Vorbildern der Natur im Einklang


Siegerprojekt „Alp“; Foto: Toshiyuki Yano
(Bild vergrößern)
 

Den Beton einfach nur farbig zu streichen, stellte für Hirata bei seinem Projekt „Alp“ keine Option dar. Es sei ihm essentiell wichtig gewesen, die Oberflächenbeschaffenheit und die Optik des Betons zu erhalten, betonte er. Ein Fassadenanstrich hät­te das unmöglich gemacht. So sei die Entscheidung auf eine dauerhafte Durchfärbung des Betons gefallen. Je nach zugege­bener Pigmentmenge können damit verschiedenste Farbnuan­cen und -schattierungen erzielt werden. Speziell für den Bau des Apartmentkomplexes entstand unter Verwendung von Bay­ferrox 4330/3 ein schwarzer Farbton, der laut Architekt das Potenzial des Bauplatzes kraftvoll zum Ausdruck bringt.

Der Apartmentkomplex liegt im Zentrum der Stadt in einer von natürlichen Hügeln geprägten Umgebung. Die Gebäude stehen dicht gedrängt und tragen Dächer von unterschiedlicher Form und Größe. Der Bauplatz wirkte wie ein Ort, an dem man jeder­zeit auf Archäologen bei ihren Ausgrabungen treffen könne, erinnert sich Hirata. Er abstrahierte diese besondere Topografie für seinen Entwurf mit dem Ziel, eine neue Art der Harmonie zwischen dem Apartmentkomplex und seiner urbanen Umgebung zu schaffen. Da sich ein großes kubisches Objekt nicht eingefügt hätte, entstand ein Gebäude mit fraktalen Strukturen sowie konkaven und konvexen Oberflächen. Der durchfärbte Beton lässt diese wie Holzkohle anmuten.

Akihisa Hirata
Akihisa Hirata, Foto: Luca Gabino (Bild vergrößern)
 

Akihisa Hirata, 1971 in Osaka geboren, schloss 1994 den Fachbereich Architektur an der Fakultät für Ingenieurswis­senschaften der Kyoto Universität erfolgreich ab und erhielt 1997 den Mastergrad der Graduate School of Engineering. Der vielfach ausgezeichnete Hirata leitet seit 2005 sein eigenes Architekturbüro und ist heute national und international als Gastdozent tätig. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören neben „Alp“ unter anderem „Masuya Honten Building“ (2006), „Bloomberg Pavilion“ (2011) und „Kotoriku“ (2014).

Platz 2 und 3 gehen nach Südkorea und Polen

Der zweite Platz beim diesjährigen Award an Minsuk Cho, In­haber des südkoreanischen Architekturbüros Mass Studies, für den naturnahen Entwurf von „Daum Kakao Space.1“. Bei der Konzernzentrale des südkoreanischen IT-Unternehmens Daum Kakao Corporation kamen für die Betoneinfärbung die Eisenoxidpigment-Typen Bayferrox 318, Bayferrox 920 und Bayferrox 4130 zum Einsatz. Mit ihnen konnte das typische Vulkangestein der südkoreanischen Insel Jeju originalgetreu nachempfunden werden:


Zweiter Platz „Daum Kakao Space.1“; Foto: Konior Studio (Bild vergrößern)

Konzerthaus „Symfonia” in Kattowitz, Polen
 Foto: Bartek Barczyk, ©Konior Studio
(Bild vergrößern)
  

Den dritten Platz belegte der polnische Architekt Tomasz Ko­nior für das neue Konzerthaus „Symfonia” in Kattowitz, Polen (Bild rechts). 20.000 Kilogramm Schwarz-Pigmente vom Typ Bayferrox 360 kamen in dem Gebäude zum Einsatz, in dem das Nationale Polnische Radio-Symphonieorchester (NOSPR) seinen Sitz hat. Mit schwarz eingefärbtem Beton und schwarzem Ba­salt greift Konior die Bergbauarchitektur der Region auf.

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