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Initiative Wärme+ informiert über Energielabel für Wärmepumpen und Warmwasserbereiter

(17.3.2015; ISH-Bericht) Auf Kühlschränken oder Waschma­schinen sind Energielabel bereits ein vertrauter Anblick, ab dem 26. September dieses Jahres müssen sie auch auf Wär­mepumpen und Durchlauferhitzern angebracht sein. Sie geben Auskunft über zentrale Merkmale des jeweiligen Gerätes und sollen Verbraucher für effiziente und damit klimaschonende Produkte sensibilisieren. „Für Verbraucher bedeutet das neue Energielabel eine grobe Orientierung bei der Wahl eines Heiz- oder Warmwassersystems. Die Entscheidung, welches System das sinnvollste ist, sollte gemeinsam mit dem Fachhandwerker getroffen werden“, sagt Peter Koß von der Initiative Wärme+.

Hintergründe für das neue, europaweit einheitliche Energielabel sind die erweiterten Verordnungen der EU zu Ökodesign und Energiekennzeichnung. Hersteller werden da­mit verpflichtet, Mindestanforderungen für die Energieeffizienz einzuhalten, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Galten diese Richtlinien bisher nur für Produkte, die unmittelbar Energie verbrauchen, wie zum Beispiel Kühlschränke, Fernseher oder Ge­schirrspülmaschinen, sind sie jetzt auch für Produkte gültig, die allgemein energiere­levant sind: Wärmeerzeuger und Warmwasserbereiter.

Wärmepumpen erreichen mühelos die besten Effizienzklassen

Die Aufmachung des neuen Etiketts orientiert sich am Design des bekannten Labels: Die neun möglichen Effizienzklassen bei Wärmepumpen reichen von A++ bis G und sind farblich mit einem Ampel-System abgebildet. Grün symbolisiert die beste, rot steht für die schlechteste Klasse. Aufgrund der effizienten Arbeitsweise von Wärmepumpen er­reichen diese problemlos die besten Klassen A+ und A++. Unter der „Ampel“ sind Sym­bole abgebildet, die nähere Auskunft zu weiteren wichtigen Merkmalen des Gerätes geben. So wird beispielsweise der Geräuschpegel in Dezibel sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich angegeben. Des Weiteren kann man dem Label entneh­men, welche Wärmenennleistung die Wärmepumpe bei kälteren, mittleren und wärme­ren Klimaverhältnissen erbringt. Zur Verdeutlichung der Klimaverhältnisse zeigt eine Temperaturkarte die drei zugrundeliegenden Temperaturzonen in Europa. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Heizung für Endverbraucher europaweit vergleichbar.

Elektronische Durchlauferhitzer erhalten beste Klasse A

Die Label für elektrische Warmwasserbereiter sind ähnlich, jedoch in sieben Effizienz­klassen eingeteilt, und zwar von A bis G. Über den Farbbalken steht das so genannte Zapfprofil. Es dient zur Orientierung, für welchen Anwendungszweck das Gerät sinn­vollist. Die Angaben reichen hier vom Profil 2XS – für kleine Durchlauferhitzer, die bei­spielsweise ein Handwaschbecken mit Warmwasser versorgen – bis zum Profil S, wel­ches größere Geräte kennzeichnet, die ein Badezimmer versorgen können. Elektroni­sche Durchlauferhitzer erreichen die beste Effizienzklasse A, da sie nur dann Energie verbrauchen, wenn tatsächlich warmes Wasser benötigt wird. Aber auch innerhalb einer Effizienzklasse gibt es große Unterschiede. Zur besseren Vergleichbarkeit wird daher auf dem Label auch der jährliche Energieverbrauch des Gerätes in Kilowattstun­den ausgewiesen. „Der energetische Vorteil von elektronisch geregelten Durchlaufer­hitzern ist jedoch nicht direkt auf dem Label dargestellt“, erklärt Jörg Gerdes von der Initiative Wärme+. „In der Praxis sparen diese bis zu 30 Prozent Energie gegenüber alten hydraulischen Geräten.“

Nähere Informationen zu den neuen Energielabel für Raumheizgeräte und Warmwas­serbereiter hat die Initiative Wärme+ in einer Broschüre verständlich zusammenge­fasst. Neben den politischen Hintergründen werden darin die Label für Heizungs-Wär­mepumpen, Warmwasser-Wärmepumpen und elektrische Durchlauferhitzer beispielhaft erläutert.

Die Broschüre „Neue Energielabel für Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter“ ist unter waerme-plus.de > Bauratgeber > Das Energielabel downloadbar (direk­ter PDF-Download).

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