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Mehrfachbelegung an der Außenwand für neue Brennwerttechnik im Bestand

(15.4.2015; ISH-Bericht) Skoberne hat in Frankfurt ein Abgas­system für Mehrfamilienhäuser vorgestellt, in denen alte Ther­men - pro Wohnung oder Etage - sukzessive gegen Brennwert­geräte ausgetauscht werden müssen.

Brennwerttechnik und konventionelle Geräte nicht an einem Strang

Es ist ein großes Problem für die Modernisierung im Bestand, wenn in mehreren Etagen konventionelle Thermen verbaut sind. Die Geräte sind meist an einem gemeinsamen Schorn­stein bzw. Schacht angeschlossen. Wenn nun ein Gerät aus­fällt, dann wird oftmals wieder ein Gerät der alten Bauart ver­wendet, obwohl eine Brennwerttherme viel effizienter und kos­tensparender ist. Dies geschieht deshalb, weil kondensierende Geräte (Brennwerttechnik) und nicht kondensierende Geräte (konventionell) technisch nicht im Überdruck an einem Strang betrieben werden können. Die Alternative wäre ein Austausch aller Geräte, also auch der nicht defekten - eine Investition, die wohl die wenigsten Haus- oder Wohnungsbesitzer vorneh­men möchten.

Die Notwendigkeit zum Austausch von Thermen und Einsatz moderner Technik wird jedoch durch die neue Energieeinspar­verordnung verstärkt: Mit Wirkung zum 1.1.2015 müssen dieje­nigen Heizungen ausgetauscht werden, die vor dem 1.1.1985 installiert wurden. Für die Zukunft regelt die Verordnung, dass alle Heizkessel, die 30 Jahre alt sind, ausgetauscht werden müssen. Eine im Jahr 1986 installierte Heizung muss also spä­testens 2016 ausgetauscht werden (dies gilt nicht für Nieder­temperaturheizungen und Brennwertanlagen) - siehe u.a. auch „Bundesregierung bestätigt: ,Alte Heizkessel müssen ausge­tauscht werden!‘“ vom 15.4.2015.

Ferner müssen innerhalb der Europäischen Union Wärmeerzeu­ger und Speicher ab September 2015 bestimmte Anforderun­gen an die Energieeffizienz erfüllen - das verlangt eine Umset­zung der sogenannten Ökodesign-Richtlinie für energieverbrau­chende und energieverbrauchsrelevante Produkte (ErP). Diese Anforderungen erfüllen Brennwertgeräte, die zumeist mit ent­sprechender Kunststoffabgasleitung im Überdruck betrieben werden. Somit stehen alle Zeichen in Richtung der Brennwert­technik.

MFB ermöglicht wohnungsweise Installation der Brennwerttechnik

Der Lösungsansatz mit Skoberne-Systemen ist der Aufbau eines neuen Strangs an der Außenfassade für eine Mehrfach­belegung, die mehrere Geräte an nur einer vertikalen Abgas­leitung sammelt. So können im Haus nach und nach neue Brennwertthermen an die neue Abgasanlage angeschlossen werden. Die verbleibenden Altanlagen werden weiterhin über den alten Schacht/Schornstein abgeführt. Sind alle Anlagen ausgetauscht, bleibt der freigewordene Schacht/Schornstein als Notkamin vorhanden, kann für den Einbau von Holzöfen ge­nutzt werden oder für die Installation eines Lüftungssystems für das ganze Haus.

Das System ist so konzipiert, dass das Kondensat aus der senkrechten Sammelleitung immer wieder zum einzelnen Gerät zurück geführt wird, was die Ansammlung von Kon­densat an der Sohle vermeidet und die Frage der Kondensatabführung klärt. Weder ein Sockel noch eine zusätzliche Kernbohrung für die Abführung des Kondensats ist damit erforderlich. Für jedes Gerät steht außerdem eine separate Außenluftzufuhr zur Ver­fügung. Die Sicherheit der außen angebrachten Abgasleitung aus Kunststoff ist durch Connext-Kupplungen zwischen den Rohren gewährleistet – ebenso wie die Längendeh­nung. Die Auslegung der Mehrfachbelegung erfolgt im Überdruck, was einen kleinen Abgas-Zuluft-Querschnitt bedeutet.

Zu jeder Zeit muss sichergestellt sein, dass Abgase nicht in gefahrdrohender Menge austreten können. Zu diesem Zweck gibt es die klassische Skoberne Rückströmsiche­rung mit Kugelventil und die Weiterentwicklung mit einer speziellen Membrane als be­weglichem Schließmechanismus.

Weitere Informationen zur Mehrfachbelegung von Abgasanlagen können per E-Mail an Skoberne angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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