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Zwei Beispiele aus Brügge für Walzblei als Fassadenwerkstoff


© Röhr + Stolberg GmbH
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(3.6.2015) Walzblei trifft Kupfer und Zink: Zwei Objekte in Brügge zeigen, wie sich traditionelle Fassadenwerkstoffe mit­einander kombinieren lassen. Am Wohnhaus des Architekten Peter Goes und am Baustoffmarkt Brugs Dak Centrum setzen die Baumetalle Akzente.

Weiche und harte Werkstoffe

Beim Wohnhaus an der Vlaanderenlaan handelt es sich um ein saniertes Objekt in einer Arbeitersiedlung aus der Zwischen­kriegszeit mit vielen detailreichen Backsteinfassaden (siehe Google-Maps). Der Architekt Peter Goes setzte sich das Ziel, sein Haus im Rahmen des Bestandes optisch prägnant zu er­weitern, und kombinierte  Walzblei mit Zink. Beide Materialien werden für solche Zwecke als Tafelware ausgeliefert. Wäh­rend Zink (wie auch Kupfer) aufgrund ihrer harten Konsistenz im Winkelstehfalzsystem verlegt werden, lässt sich Blei auf­grund seiner Kaltformbarkeit vor Ort flexibel auf Holzunterkon­struktionen aufbringen.

Stets kompatibel: Walzblei bzw. Venusblei

Ein wichtiges Argument für die Verwendung von Walzblei an beiden Fassaden war die hohe chemische Kompatibilität mit allen gängigen Baumetallen. Auch die Langlebigkeit des Materials, das viele historische Dächer und Fassaden seit Jahrhunderten bedeckt, sprach für das Material. Den Ausschlag gaben aber nicht zuletzt ästhetische Kriterien.

Bei seiner Suche nach einem optisch ebenso hochwertigen wie dezenten Fassaden­werkstoff stieß Peter Goes auf Venusblei der Röhr + Stolberg GmbH. Die Oberfläche des Walzbleiproduktes wird in einem eigens entwickelten Verfahren veredelt und erhält dadurch einen kräftigen, dunklen Farbton, der das metallische Farbspiel des Bleis er­hält und zudem eine witterungsbedingte Schlierenbildung verhindert. „Ich finde, es ist ein wunderschönes und funktionelles Material“, so Goes, „außerdem ist es sehr nach­haltig und zu hundert Prozent recycelbar.“

Die im Rahmen der Modernisierung angebauten, quadratischen Fenstervorsprünge des Wohnhauses sind komplett in Venusblei gekleidet. Ihre Geometrie hebt sich von den umgebenden Gebäuden deutlich ab, gliedert sich dank der organischen Anmutung der Bleibleche aber dennoch harmonisch in die Umgebung ein.

Werbefläche aus Metall

Im Falle des Baustoffmarktes Bruks Dak Centrum wurde das Walzblei auf Holzkassetten aufgebracht. Für die Betreiber des Bruks Dak Centrums dient die Fassade des Ausstel­lungsgebäudes nicht zuletzt als Werbefläche: Sie besteht aus Baustoffen, die der Händler selbst vertreibt (siehe auch Google-Street-View):


© Uzimet B.V.

Die optisch auffällige Materialkombination aus walzblankem Saturnblei und Kupfer an der Gebäudehülle fällt schon von weitem ins Auge: Der Glanz des Bleis bildet einen deutlichen Kontrast zur grünlichen Farbe des Kupfers. Ein interessantes Detail: Die Schare sind in vertikale Reihen unterteilt, die nach oben hin immer kürzer werden – eine Anspielung auf die traditionellen Brügger Bürgerhäuser mit ihren nach oben eben­falls kleiner werdenden Fenstern.

Weitere Informationen zu Walzblei als Fassadenwerkstoff (Venusblei) können per E-Mail an Röhr + Stolberg angefordert werden.

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