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14,2 : -0,06! Bleibt die Kalksandsteinindustrie hinter ihrem Potential zurück?


  
  
Bernhard Göcking, Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI)
Bernhard Göcking
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(29.6.2015) „Der positive Trend bei den Baugenehmigungen und -fertigstellungen hat sich im Jahr 2014 fortgesetzt. Insge­samt wurden rund 285.000 Wohnungen genehmigt und 245.000 fertiggestellt. Das entspricht einem Plus von etwa 5,4 Prozent bei den Genehmigungen und 14,2 Prozent bei den Fertigstel­lungen“, resümierte Bernhard Göcking, Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI), zu Beginn der diesjährigen Jahrestagung. Diese Entwicklung soll sich auch in der Kalksandsteinindustrie widergespiegelt haben. Gleichwohl ist in Bezug auf die Produktionsmenge 2014 für die Kalksandsteinindustrie ein eher durchschnittliches Jahr gewe­sen: Nach einem witterungsbedingt sehr guten Start im Früh­jahr habe der Absatz im zweiten und dritten Quartal nachge­geben und pendelte sich dann zum Jahresende wieder auf dem Vorjahresniveau ein. „Im Jahresergebnis 2014 schlossen alle Mitgliedsunternehmen des BV KSI durchschnittlich mit ei­nem Rückgang bei den produzierten Steinmengen von 0,06 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab,“ berichtete Göcking.

vorsichtiger Optimismus für 2015

Trotz weiter steigender Genehmigungszahlen, insbesondere im mehrgeschossigen Wohnungsneubau, war und ist der Steinabsatz insgesamt wohl recht träge. Roland Meißner, der Geschäftsführer des BV KSI, geht daher für das Jahr 2015 für die Kalk­sandsteinindustrie von stabilen Absatzzahlen aus: „Der Start der Kalksandsteinindus­trie ins Jahr 2015 war solide. Aufgrund der positiven Frühindikatoren, wie beispielswei­se den aktuell weiter steigenden Baugenehmigungszahlen insbesondere im mehrge­schossigen Wohnungsbau, betrachten wir den weiteren Jahresverlauf mit vorsichti­gem Optimismus.“ Wachstumstreiber für wesentliche Bauinvestitionen seien nach wie vor ...

  • der stabile Arbeitsmarkt verbunden mit steigenden Realeinkommen der privaten Haushalte,
  • ein historisch niedriges Hypothekenniveau und
  • Minimalrenditen auf alternative, sichere Kapitalanlagen sowie
  • eine anhaltend hohe Zuwanderung nach Deutschland.

Kalksandstein-Domäne boomt!

In Anbetracht dieser Rahmendaten werde sich die Wohnungsknappheit insbesondere in Ballungsgebieten und Metropolen weiter verstärken - so Meißner. Dem mehrgeschossi­gen Wohnungsbau - einer Domäne der Kalksandsteinindustrie - werde daher auch in Zukunft eine maßgebliche Funktion zur Erreichung des durchschnittlichen Wohnraum­bedarfs von jährlich ca. 300.000 Wohnungen in Deutschland zukommen - siehe auch Baulinks-Beitrag „23% mehr Baugenehmigungen für Geschosswohnungsbauten in Groß­städten“ vom 12.4.2015.

Die Kalksandsteinindustrie sieht sich hinsichtlich der aktuellen wohnungsbaupolitischen Herausforderungen mit zukunftsorientierten Planungs-, Konstruktions- und Ausfüh­rungslösungen gut aufgestellt. Hierzu zählten zum Beispiel ...

  • schlanke Kalksandstein-Wandkonstruktionen, die bis zu 7 Prozent mehr Wohn- und Nutzfläche bei gleichbleibenden Außenabmessungen bieten,
  • ein hoher baulicher Schall- und Brandschutz von Kalksandstein wie auch
  • funktionsgetrennte Kalksandstein-Außenwandkonstruktionen, die kostengünstig jedes Wärmedämmniveau erreichen könnten.

Ebenso führten kostensparende Rationalisierungseffekte durch großformatige Kalk­sandsteine, gerade bei größeren Projekten wie dem Geschosswohnungsbau, zu einer optimalen Angebotsposition für die Bauunternehmen und zu einem wirtschaftlich opti­mierten Bauablauf.

Strategische Ausrichtung der Kalksandsteinindustrie

Neben der wirtschaftlichen Lage wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung auch die künftige strategische Ausrichtung der deutschen Kalksandsteinindustrie vorgestellt. Bernhard Göcking erläuterte hierzu die Details: „Im Rahmen eines Strategieworkshops im Herbst 2014 definierten die Mitglieder des BV KSI Maßnahmen und Anforderungen in fünf Aktionsfeldern. Sie sollen für die nächsten Jahre die Leitplanken für die strategi­sche Arbeit des BV KSI bilden und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für die einzel­nen Mitglieder verbessern. In dem Programm ,Chancen erkennen und nutzen - Unter­nehmen fördern‘ wurden die wesentlichen Maßnahmen nun zusammengefasst." Die thematischen Schwerpunkte werden dabei in den folgenden Bereichen gesetzt:

  • Strategische Zusammenarbeit,
  • Modernisierung und Digitalisierung,
  • Nachwuchsförderung,
  • Baustelle/Bauweise der Zukunft sowie
  • Praxis-Forschung
Rudolf Dombrink, Geschäftsführer der Rodgauer Baustoffwerke GmbH & Co KG
Rudolf Dombrink
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Nach zehn Jahren als ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des BV KSI gab Paul Bertmaring, Geschäftsführer der Baustoffwer­ke Havelland GmbH & Co KG, sein Vorstandsmandat aus Alters­gründen zurück. Als Nachfolger Bertmarings wurde Rudolf Dom­brink, Geschäftsführer der Rodgauer Baustoffwerke GmbH & Co KG, einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt und rückt ab sofort in den Vorstand nach.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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