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Im ersten deutschen Comic-Museum ist der Belag Teil des Ausstellungskonzepts

(25.8.2015) „Schepper“, „ächz“, „BUMM“, „klirrrrrr“ - mit diesen Lautmalereien sind seit den 1950er Jahren Generationen von Comicfreunden aufgewachsen. Die Sprach­schöpfungen gehen zurück auf Dr. Erika Fuchs (1906 - 2005; siehe auch Wikipedia). Die Chefredakteurin der Zeitschrift „Micky Maus“, die über 50 Jahre lang in Schwar­zenbach an der Saale lebte, übersetzte in drei Jahrzehnten zahlreiche Walt Disney-Comics ins Deutsche. Zu ihren Ehren eröffnete im August 2015 in der oberfränkischen Kleinstadt mit dem Erika-Fuchs-Haus das erste deutsche Comic-Museum seine Pfor­ten (siehe auch Google-Maps):


„Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“

Eine der Attraktionen der interaktiven Ausstellung ist ein 130 m² großer Nachbau von Entenhausen. Dort können die Besucher beispielsweise ein Talerbad im Geldspeicher von Dagobert Duck nehmen oder in der Werkstatt von Daniel Düsentrieb vorbeischau­en - letzteren verewigte Fuchs mit dem bekannten Spruch „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“. Ein echter Hingucker in den Museumsräumen ist der Fußboden mit dem eingearbeiteten Stadtplan von Entenhausen sowie markanten Comic-Schriftzügen. Realisiert wurde die originelle Gestaltung mit Kautschukböden von Nora Systems:


Interaktive Ausstellung

Die Dauerausstellung beginnt mit einer Einführung in die Geschichte des Comics und führt dann in das begehbare Entenhausen. Im nächsten Raum wird das Leben von Eri­ka Fuchs als raumhoher Comic erzählt. Danach laden interaktive Stationen die Besu­cher ein, die Sprachkunst von Erika Fuchs spielerisch zu entdecken - beispielsweise mit einem „Zitatenwirbler“, einem „Gefühlsinterpreten“ oder einem „Wortgenerator“. Dazu gewähren Fotos und originale Objekte einen authentischen Einblick in ihre Ar­beitsweise.

Außerdem erweisen namhafte Comiczeichner Erika Fuchs in eigens für das Museum angefertigten Zeichnungen die Reverenz. Zum Abschluss lädt die große Comicbiblio­thek zum Schmökern ein. Räume für Sonderausstellungen und Museumspädagogik sowie ein großzügiger Eingangs- und Shopbereich ergänzen das Angebot.


Intarsien millimetergenau zugeschnitten

Mit „Zack, bumm, peng“ werden die Besucher im Raum für Sprachkunst und Überset­zungen empfangen. „Der Schriftzug auf dem Boden besteht aus 492 Teilen, die Fertig­stellung dauerte 16 Stunden“, erklärt Mike Brockenauer, Leiter des Intarsiencenters bei Nora Systems. Die Intarsie in verschiedenen Grautönen wurde in Weinheim auf ei­ner Ultraschallschneideanlage millimetergenau zugeschnitten und auf Paletten im Eri­ka-Fuchs-Haus angeliefert – inklusive eines Verlegeplans. Die einzelnen Teile waren dazu auf der Rückseite durchnummeriert. In Entenhausen ist der Boden mit grünen, grauen, blauen und braunen Kautschuk-Intarsien aus noraplan sentica in Form einer Landschaft mit Bergen, Flüssen, Brücken, Parks und Wegen gestaltet:


Boden als Teil des Ausstellungskonzepts

Entworfen wurde das Ausstellungskonzept von m.o.l.i.t.o.r. ART IN MOTION aus Berlin. „Der Fußboden spielt in der Gesamtkonzeption vor allem für die Szenografie eine wich­tige Rolle“, erläutert Benjamin Dahl, zuständiger Projektleiter von m.o.l.i.t.o.r. im Be­reich Grafik, und ergänzt: „Wir waren von den Kautschukböden sofort begeistert, zum einen wegen der intensiven Farben und der Gestaltungsmöglichkeiten durch Intarsien, zum anderen wegen ihrer Verschleißfestigkeit und Langlebigkeit. So nutzten sich die in den Boden integrierten Motive auch bei hoher Belastung durch viel Publikumsverkehr nicht ab. Daher haben wir sie in allen Museumsräumen eingesetzt.“ Auch für die Leite­rin des Erika-Fuchs-Hauses, Dr. Alexandra Hentschel, trägt der Bodenbelag „entschei­dend zur Gesamtwirkung der Räume bei.“

Aufgrund ihrer dichten Oberfläche sind die Bodenbeläge bemerkenswert widerstands­fähig und müssen zudem nicht beschichtet werden, so dass sie sich leicht und wirt­schaftlich reinigen lassen. Darüber hinaus versprechen die Kautschukböden durch ihre Dauerelastizität einen hohen Geh- und Stehkomfort, den gerade auch Museumsbesu­cher zu schätzen wissen.

Weitere Informationen zu Böden mit Intarsien können per E-Mail an Nora Systems angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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