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Neueinstufung von Formaldehyd

(27.8.2015) Ende der 1980er-Jahre wurde Formaldehyd (CH₂O) von der EU erstmals als „möglicherweise krebserregend“ gemäß der Kategorie 3 klassifiziert. Danach wurde es still um diesen Luftschadstoff - bis jetzt. Zum Stichtag 1.1.2016 hat die EU eine Neueinstufung von Formaldehyd vorgenommen: Es gilt da­nach als Karzinogen der Kategorie 1B und als Mutagen der Ka­tegorie 2. Das bedeutet, dass Formaldehyd wahrscheinlich krebserzeugend und eventuell erbgutverändernd wirkt. Diese neue Gefahreneinschätzung bringt die Belastung von Baustoffen und Bauelementen mit Formaldehyd und die Frage nach Alternativen zur Verbesserung der Raumluft er­neut auf die Agenda.

Nach wie vor ist Formaldehyd einer der am häufigsten auftretenden sogenannten Flüchtigen organischen Stoffe, kurz VOC (volatile organic compounds). In die Raum­luft gelangt er durch eine Vielzahl von Quellen, unter anderem auch durch Baumateri­alien und Möbel. Baustoffhersteller und insbesondere Hersteller von Holzwerkstoffen müssen in diesem Zusammenhang äußerst strenge Emissionsgrenzen beachten und gezielt nach Ersatzstoffen für Formaldehyd in ihren Materialien suchen. Gleiches gilt für die verarbeitende Industrie unter anderem im Holzfertighausbau: In ihren Produk­tionsbereichen werden vermutlich bald niedrige Arbeitsplatzgrenzwerte rechtlich ver­bindlich.

Aktive Formaldehyd-Reduktion um bis zu 80 Prozent

In diesem Kontext verweist beispielsweise Rigips auf seine luftreinigenden Ausbau­platten mit „Activ’Air“-Technologie: Gipsplatten, Gipsfaserplatten oder - wie zuletzt auf der BAU vorgestellt - schallabsorbierende Lochplatten mit „Acitv’Air“  versprechen, dass die Formaldehyd-Konzentration in Wohn- und Arbeitsräumen um bis zu 80 Pro­zent reduziert wird: „Tests unabhängiger Institute, die nach den strengen Vorgaben der ISO 16000-23 durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass eine erhebliche Redu­zierung der Schadstoffbelastung in der Raumluft auch dann zu verzeichnen ist, wenn stetig weitere Schadstoffe eingebracht werden. Diese nachhaltige Wirkung von ,Ac­itv’Air’-Lösungen wurde darüber hinaus auch in verschiedenen realen Bauobjekten nachgewiesen. Beispielsweise kann so bei einer Renovierung die Raumluft belastende Wirkung von im Haus verbleibenden, alten Holzwerkstoffplatten, die weiter Formalde­hyd ausdünsten, deutlich reduziert werden. Rigips-Produkte mit ,Activ’Air’ tragen also aktiv zur Reduzierung der Luftbelastung bei“, erläutert Kai Fricke, bei Rigips als Pro­duktmanager unter anderem für die Entwicklung von Gipsfaserplatten verantwortlich:

Um zu ermitteln, wie viele Quadratmeter Wand- oder Deckenfläche in einem Raum mit „Activ’Air“-Produkten ausgestattet werden müssen, um einen kontinuierlichen raum­luftreinigenden Effekt zu erzielen, muss lediglich das Verhältnis dieser Flächen zum Raumvolumen betrachtet werden. „Als ungefähre Richtgröße gilt: Wird die Decke eines Raumes mit ,Activ’Air’ beplankt, reduziert dies die Formaldehyd-Belastung bereits um rund 60 Prozent. Werden alle Wände entsprechend ausgerüstet, sinkt die Schadstoff­belastung der Raumluft noch weiter“, verspricht Fricke.

Weitere Informationen zu „Activ’Air“-Produkten können per E-Mail an Rigips angefordert werden.

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