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Über 100.000 neue Solarheizungen 2015

(24.2.2016) 2015 sind in Deutschland rund 100.000 neue Solarwärmeanlagen instal­liert worden. Insgesamt sollen hierzulande bereits mehr als zwei Millionen Solarwärme­anlagen in Betrieb sein. Das teilten der Bundesverband der Deutschen Heizungsindus­trie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit.

2015 verzeichnete die Branche aufgrund niedriger Ölpreise zwar einen Rückgang des Kollektorabsatzes von rund 10%, im letzten Quartal drehte die Nachfrage jedoch ins Plus. Beide Verbände hoffen für 2016 auf eine weitere Marktbelebung infolge deutlich verbesserter staatlicher Zuschüsse und einer Verbesserung der Wärmestandards im Neubau - zumal nach der jüngsten Anhebung der EnEV-Anforderungen Solarthermie zum Heizstandard avancieren könnte: In Kombination mit einem effizienten Brennwert­kessel bietet sie Bauherren eine besonders preiswerte Möglichkeit, die neuen gesetzli­chen Vorgaben zu erfüllen - siehe auch Baulinks-Beitrag „EnEV 2016 - betroffene Bau­vorhaben und Ausnahmen“ vom 6.9.2015.


Produktlabel für eine Wär­mepumpe; Bild: Viess­mann (Bild vergrößern)
  

Weitere Wachstumsimpulse könnten für die Solartechnik von dem Heizungslabel ausgehen, das seit September 2015 für neue Heizungen verpflichtend ist und Verbrauchern den Ener­gieverbauch ihrer Heizung transparenter macht - siehe auch „Produktlabel und Verbundlabel gemäß ErP-Richtlinie ab 26. September 2015 verpflichtend“ vom 17.4.2015.

Ab Anfang 2016 müssen zudem schrittweise auch alte Heizun­gen gekennzeichnet werden. Die Bundesregierung erhofft sich, damit den Umstieg auf Solar- und andere EE-Heizungen zu be­schleunigen - siehe auch „Neues Effizienzlabel für alte Heiz­kessel kommt zum 1. Januar 2016“ vom 17.8.2015.

„Das Verbraucher-Interesse an Klimaschutz, Unabhängigkeit und Preisstabilität ist hoch - unabhängig vom vorübergehen­den Ölpreis-Tief“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsfüh­rer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, und ergänzte: „Wir rechnen mit einem Anziehen der Nachfrage sowohl im Neubau wie auch im Gebäudebestand. Dank der niedrigen Finanzie­rungskosten und der attraktiven Förderkonditionen ist jetzt der optimale Zeitpunkt, in die zuverlässige und millionenfach erprobte Solartechnik zu investieren.“ Der staatliche Zuschuss für die solare Heizungsmodernisierung eines Ei­genheims betrage in der Regel mindestens 3.600 Euro - siehe auch Beitrag „Deutlich höhere Fördersätze für Heizungsmodernisierungen“ vom 3.1.2016.

„Wer neu baut oder die alte Heizung austauscht, sollte auf ein modernes Heizungssys­tem setzen, das Effizienz und Erneuerbare Energien miteinander koppelt. Besonders Gas- und Ölbrennwerttechnik, Wärmepumpen oder Pelletheizungen in Kombination mit Solarthermie kommen hier als optimale Lösungen in Betracht. Gegenüber der Altanlage sparen solche hybriden Heizungen bis zu 50 Prozent an Energie“, erinnerte Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Die Bundesregierung hat die Förderkonditionen für den Einbau von Solarheizungen erst kürzlich deutlich verbessert. Die Nachfrage nach den beim Bundesamt für Wirtschaft erhältlichen Zuschüssen zog Ende 2015 deutlich an: In den letzten beiden Monaten des Jahres stiegen die Antragszahlen gegenüber den Vorjahresmonaten um durch­schnittlich 37 Prozent.

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