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Jeder siebte Deutsche hat seine Immobilie geerbt

(27.3.2016) Bis 2024 erben wohl rund 7,7 Millionen Haushalte etwa 3,1 Billionen Euro. Immer häufiger befinden sich auch Immobilien im Nachlass. Denn Immobilien sind nicht nur ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge. Sie sind auch Wertobjekte, die El­tern gerne an ihre Kindern weitergeben. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) haben Immobilienerbschaften in den letzten 15 Jahren um 10% zugenommen. Fast die Hälfte (46%) der Erblasser hinterlässt ein Haus oder eine Woh­nung. Vor 15 Jahren waren es laut DIA noch 36%.

Gleichzeitig werden die Erblasser immer älter und können ihren Lebensabend viele Jah­re genießen. „Gut beraten ist darum, wer mit einer soliden Baufinanzierung selbst den Schritt ins Wohneigentum wagt, um sich und seiner Familie den Traum vom Eigenheim zu erfüllen“,rät Sabine Schmitt von der LBS. Und das sieht die Erbengeneration offen­bar genauso, viele sind bereits Eigenheimbesitzer: Insgesamt wohnen derzeit rund 48% der Deutschen im Eigentum. Davon haben 15% ihre Immobilie geerbt. Die große Mehrheit (65%) hat sich ihre eigenen vier Wände selbst gekauft.

Übrigens: Immobilienbesitzer bauen laut Statistischem Bundesamt bei gleichem Ein­kommen im Schnitt insgesamt sechsmal mehr Vermögen auf als Mieter. So leben sie im Alter nicht nur in der eigenen Immobilie, sie haben bis zum 60. Lebensjahr auch deut­lich mehr Geld auf der hohen Kante als Mieter. „Das liegt vor allem an ihrem ,gelernten‘ Sparverhalten", stellt Schmitt fest. Auch die Untersuchung macht deutlich: Wer eine Immobilie kauft, gibt in den ersten 10 bis 15 Jahren weniger Geld für größere Anschaf­fungen oder Konsum aus. Schmitt bestätigt: „Wenn die Besitzer dann aus dem Gröbs­ten raus sind und die finanzielle Belastung sinkt beziehungsweise die Immobilie abbe­zahlt ist, behalten viele ihr gewohntes Sparverhalten bei.“

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