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Heizungs- und RLT-Branche meldet für 2015 positive Entwicklung dank stabiler Inlandsnachfrage

(9.8.2016) Nach Schätzungen des Münchener ifo Instituts zur konjunkturellen Ent­wicklung der Heizungswirtschaft ist der um Doppelzählungen bereinigte Umsatz der Branche*) gegenüber den Vorjahren erneut gestiegen. Demnach erwirtschaftete die Heizungs- und Lüftung/Klimabranche 2015 einen Umsatz von 30,47 Mrd. Euro - dies entspricht einem Plus von 0,5% gegenüber dem Vorjahr mit einem Branchenumsatz von 30,31 Mrd. Euro.


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Treibende Kraft in der Branche ist die stabile Entwicklung der Inlandsnachfrage dank positivem Wirtschaftswachstum und einer stabilen Baukonjunktur in Deutschland:

  • Hierzulande stieg der Umsatz um 0,8% Prozent und belief sich damit auf 25,11 Mrd. Euro (2014: 24,92 Mrd. Euro).
  • Für das Auslandsgeschäft schätzt das ifo Institut einen Rückgang in Höhe von 0,6% auf 5,36 Mrd. Euro (5,39 Mrd. Euro).

Den Umsatzanstieg im Installierenden Gewerbe schätzt das ifo Institut auf 0,4 Pro­zent - von 23,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf 23,2 Mrd. Euro 2015. Die Umsätze des Groß­handels stiegen um 1,1% von 9,4 Mrd. Euro auf 9,5 Mrd. Euro. Insbesondere in der Industrie wirkten sich die stabilen Ausgaben für den Wohnungsbau positiv aus. Dieser Branchenbereich erwirtschaftete 2015 Erlöse in Höhe von 13 Mrd. Euro - ein deutli­ches Plus von 8,3% im Vergleich zum Vorjahr.


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Im zentralen Industriebereich „Herstellung von Heizungsanlagen“ waren die Umsätze 2014 wegen deutlich geringerer Investitionen um fast ein Zehntel zurückgegangen. Diese Entwicklung konnte 2015 umgekehrt werden. Trotz einer von 25% auf 21% gesunkenen Exportquote wurden 2,8 Mrd. Euro erwirtschaftet: 2014 waren es 2,6 Mrd. Euro.

Beschäftigung wächst in der gesamten Heizungs-, RLT- und Sanitär-Branche

Die Zahl der Beschäftigten ist nach Angaben des ifo Instituts 2015 in der gesamten Haustechnikwirtschaft (inklusive Sanitärwirtschaft) von 498.000 auf 500.000 ge­stiegen:

  • Das überwiegend mittelständisch organisierte Handwerk beschäftigte im Jahr 2015 354.000 Mitarbeiter, ein Plus von 0,3% gegenüber dem Vorjahr.
  • Im Großhandel stieg die Zahl der Beschäftigten um 1% - von 44.500 im Jahr 2014 auf 45.000.
  • Die Beschäftigungszahlen in der Industrie stiegen um 1,2%; etwa 101.300 Arbeitnehmer waren 2015 in diesem Branchenbereich tätig.


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Ausblick 2016

Für 2016 erwartet das ifo Institut weiterhin positive Impulse für die Heizungswirt­schaft durch private Konsumausgaben, sowie durch einen kräftigen Anstieg der realen Bauinvestitionen. Nach dem deutlichen Umsatzanstieg in 2015 wird für die Industrie in 2016 ein leichtes bis moderates Wachstum prognostiziert. Aufgrund des hohen Durch­schnittsalters der Heizungen im Bestand wird der Ersatzbedarf für die Heizungswirt­schaft auch in Zukunft einen Großteil der Nachfrage ausmachen.

Darüber hinaus leistet auch die Klimapolitik der Bundesregierung einen wichtigen Bei­trag: Seit 2014 besteht im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) Austausch­pflicht für über dreißig Jahre alte Heizungen. Zudem bieten die Kreditanstalt für Wie­deraufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahl­reiche Programme an, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördern und die Energie­effizienz beim Heizen steigern sollen.

„Allein durch die neue Förderung der Heizungsoptimierung sollen jährlich 2 Millionen Pumpen ausgetauscht und 200.000 Anlagen optimiert werden“, so VdZ-Geschäfts­führer Dr. Michael Herma. „Die Heizungsbranche ist bereit, die Energiewende zu einer Wärmewende zu machen. Jetzt gilt es, den Verbraucher mit ins Boot zu holen.“

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*) Hersteller von Heizkesseln, Brennern, Heizkörpern, Heizungspumpen, Regeltechnik und Armaturen, Lüftung und Klima (Raumlufttechnik, RLT), Gebäudeautomation, Großhandel und Installierende Unternehmen

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